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Das Projekt AARC beginnt

Start einer einheitlichen AAI für Bildung und Forschung

(PresseBox) (Tübingen, ) DAASI International kündigt in Zusammenarbeit mit der europäischen GÉANT Association an, dass am vergangenen Freitag, dem 1. Mai 2015, offiziell AARC startete - das EUProjekt zum Thema Authentifizierung und Autorisierung für Forschung und Kollaboration (Authentication and Authorisation for Research and Collaboration).

Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird DAASI International zusammen mit 19 weiteren europäischen Partnern aus den Bereichen Bildung und Forschung die Einführung föderierter Zugangsinfrastrukturen (Authentication and Authorisation Infrastructures, AAIs) vorantreiben. Unter den Partnern befinden sich neben einigen europäischen nationalen Forschungsnetz- Betreibern (sog. NRENs - National Research and Education Networks) auch Bibliotheken sowie EU-weite digitale Forschungsinfrastrukturen. Das Projekt soll vor allem existierende Lösungen bekannt machen und interoperable Zugangsinfrastrukturen gewährleisten. Hierbei wird DAASI International insbesondere in den Bereichen

- Training und Öffentlichkeitsarbeit,
- Interoperabilität existierender Infrastrukturen,
- Pilot-Implementierungen von fehlender Funktionalität und
- Entwicklung eines Nachhaltigkeitskonzepts ihre Stärken als Experte für föderiertes Identity Management einbringen.

Was ist die Aufgabe von AARC?

Verteilte Zugänge zu Online-Diensten werden bereits durch die sicheren und skalierbaren Infrastrukturen nationaler Identitätsföderationen und des föderationsübergreifenden Dienstes eduGain ermöglicht. Jedoch gibt es noch immer Herausforderungen, die eine flächendeckende Einführung einer AAI verhindern. Beispielsweise sind manche Forschungseinrichtungen noch gar nicht in den AAIFöderationen vertreten, oder es werden von den Diensten benötigte Daten nicht weitergegeben. Des Weiteren betreiben verschiedenen Forschungsinfrastrukturen bereits AAIs als unabhängige Dienste für spezifische Anwendungsfälle.

In den vergangenen Jahren wurden bei der Integration dieser verschiedenen AAIs technische Fortschritte gemacht. So trug z.B. DAASI International maßgeblich dazu bei, dass für die Forschungsinfrastruktur DARIAH-DE die bestehende nationale Hochschul-Föderation DFN-AAI (die wiederum Teil von eduGAIN ist) nachgenutzt wird. Allerdings erfordert die Einführung von AAIs zusätzlich die Erstellung von einheitlichen Regelwerken, die von allen digitalen Infrastrukturen und den europäischen wie globalen Föderationspartnern akzeptiert und implementiert werden müssen.

Andere Initiativen werden ergänzt

AARC baut auf den Ergebnissen vorheriger Projekte auf und adressiert gezielt die Probleme und die funktionellen sowie interoperablen Lücken zwischen den genutzten AAIs, wobei der Fokus auf folgenden vier Hauptbereichen liegt:

- Entwicklung eines integrierten, interdisziplinären AAIFrameworks, basierend auf bestehenden produktiven und föderierten Zugangsdiensten (nationale Identitätsföderationen sowie eduGAIN) für Forscher, Studenten und Lehrer. Dieses Arbeitspaket wird vom griechischen Forschungsnetz GRNET geleitet.
- Erstellung von umfangreichem Trainingsmaterial für verschiedene Nutzer-Communitys als Ergänzung zu nationalen Schulungsangeboten sowie eine gut aufgestellte Öffentlichkeitsarbeit, um die Einführung und Weiterentwicklung von AAI-Diensten für digitale Infrastrukturen weiter voranzutreiben und die Ergebnisse des AARC-Projekts nachhaltig sichtbar zu machen. Die europäische GÉANT Association leitet dieses Aufgabengebiet.
- Abstimmen von Rahmenbedingungen zwischen digitalen Infrastrukturen, um es Anbietern von Ressourcen und Diensten zu erleichtern, ihre Angebote grenz- und organisationsübergreifend anzubieten. Diese Arbeit wird vom niederländischen Forschungszentrum FOM-Nikhef verwaltet.
- Pilot-Implementierungen entscheidender Komponenten der vorgeschlagenen integrierten AAI, wo bestehende Produktionsdienste nicht die Bedarfe der Nutzer abdecken, sowie der in diesem Kontext entstandenen Policy-Frameworks. Das niederländische Forschungsnetz SURFnet leitet diesen Arbeitsbereich.

AARC wird sehr eng mit den internationalen Arbeitsgruppen REFEDS und FIM4R zusammenarbeiten, ebenso mit digitalen Infrastrukturen wie EGI, PRACE und EUDAT, mit Maßnahmen wie dem GÉANT2020-Programm sowie mit relevanten Nutzer- Communitys wie ELIXIR und DARIAH. So ist es möglich, sich mit gemeinsamen Anwendungsfällen zu beschäftigen und Ergebnisse zu validieren. Da Forschung und Kollaboration heute weltweit erfolgen, strebt AARC aktiv die Zusammenarbeit mit Partnern auch außerhalb Europas an.

"Ich bin sehr begeistert, das AARC-Projekt zu leiten und mit NRENs, Infrastruktur-Anbietern und Bibliotheken zusammenzuarbeiten", sagt Licia Florio aus dem GÉANT-Büro in Amsterdam. "Die Zusammensetzung des Konsortiums mit so vielen Beteiligten wird es uns ermöglichen, in einigen sehr entscheidenden technischen und strategischen Bereichen voranzuschreiten. Dies wiederum wird es der Community der Bildungs- und Forschungsnetzwerke erlauben, sich der Realisierung einer Vision zu nähern, in der Forscher nur ihre bestehenden Anmeldedaten nutzen, um auf eine große Auswahl an Diensten zugreifen zu können - unabhängig davon, welche Infrastruktur und welcher Provider sie anbietet."

Über AARC

AARC ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes Zweijahresprojekt. Die AARC-Partner sind: CERN, CESNET, CSC, DAASI International, DFN, EGI, FOM-Nikhef, GARR, GEANT Association, GRNET,JISC, FZ Julich, KIT, LIBER, MZK, PSNC, RENATER, STFC, SURFnet und SURFsara.

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Über die DAASI International GmbH

DAASI International ist Experte für föderiertes Identity und Access Management auf Open-Source-Basis. Der Tübinger ITDienstleister kümmert sich seit 15 Jahren um Zugriffskontrolle und Verzeichnisdiensttechnologien für Hochschulen, Behörden und Unternehmen. Zudem wirkt DAASI International aktiv im Bereich der Digital Humanities mit und beteiligt sich an nationalen wie internationalen Forschungsprojekten, u.a. bei der digitalen Forschungsinfrastruktur DARIAH-DE sowie im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizon 2020.

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