c't: Die Wahrheit über gängige IT-Mythen

Ein Smartphone gehört nicht in den Backofen

(PresseBox) (Hannover, ) Festplatten muss man sieben Mal überschreiben, damit Daten sicher gelöscht sind und Passwörter sollte man auf keinen Fall notieren. Beides ist falsch, doch solche IT-Mythen halten sich hartnäckig. Manche sind einfach nur unnütz, andere dagegen gefährlich. Wer sein Smartphone etwa zum Trocknen in den Backofen legt, riskiert einen Totalschaden, warnt das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 19/14.

50 Grad, heißt es, darf der Backofen warm sein. Dann könne man sein nasses Smartphone gefahrlos trocknen. "Leider ist das brandgefährlich", warnt c't-Redakteur Peter König vor solchen Experimenten. "In einem Backofen herrschen unterschiedliche Temperaturen, und die können an manchen Stellen durchaus höher als gedacht sein. Bei zu hohen Temperaturen geht ein Mobilgerät aber kaputt."

Es ist immer besser, lange und komplizierte Passwörter zu verwenden, die sich viele Anwender aber schlecht merken können. Auf einen Zettel im Portemonnaie haben Cyberkriminelle in der Regel keinen Zugriff, da sollten sie sicher sein. Trotzdem hält sich hartnäckig der Mythos, man solle Passwörter keinesfalls auf Papier notieren.

Viele IT-Mythen lassen sich auch über Jahre nicht ausrotten. Moderne Festplatten braucht man eigentlich nur einmal zu überschreiben, um alle Daten zuverlässig zu löschen. Erstaunlicherweise bezeichnet selbst die in Mac-Rechnern integrierte Software von Apple das siebenfache Überschreiben aller Daten als die sicherste Löschoption. Der Mythos hat einen wahren Kern, der allerdings weit in der Vergangenheit liegt: Bis in die 90er Jahre haben viele Computeranwender noch mit Disketten als Speichermedium gearbeitet. "Die Disketten hatten breite Spuren und mussten tatsächlich mehrfach überschrieben werden, damit die alten Daten nicht mehr lesbar waren", erklärt c't-Experte Peter König.

Auch in anderen Mythen steckt ein wahrer Kern. Beispiel Defragmentierung der Windows-Festplatte: Wenn die Festplatte randvoll ist, hilft sie tatsächlich, um Windows wieder flotter zu machen. In allen anderen Fällen merkt der Anwender schlicht gar nichts. Externe Defragmentierungs-Programme aus dem Netz können sogar schädlich sein, häufig bringen sie ungebetene Gäste mit, die Werbeprogramme auf dem PC verstecken. Die Window-seigene Defragmentierungs-Software ist bei Bedarf völlig ausreichend.

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