Erster Carrotmob in Freiburg am Welt-Umwelttag: Verbraucher konsumieren für den Klimaschutz

Freiburger Verbraucher können am Samstag die mm! leckerbar für ihr Umwelt-Engagement belohnen / gesamter Tagesumsatz geht in den klimafreundlichen Umbau des Ladens

(PresseBox) (Freiburg, ) Anlässlich des internationalen Umwelttages am 5. Juni findet erstmalig ein Carrotmob in Freiburg statt. Die Aktion bietet Bürgern Gelegenheit, ihre Macht als Konsument auszuüben und den Klimaschutz zu unterstützen. Jeder hat die Möglichkeit, die "mm! leckerbar" in der Kaiser-Joseph-Straße 165 dafür zu belohnen, dass ihr Besitzer die vollen 100 Prozent des zwischen 12 und 16 Uhr erbrachten Umsatzes in die klimafreundliche Modernisierung seines Geschäfts investiert. Die klimafreundlichen Maßnahmen werden durch einen Energieberater der Kampagne "Klima sucht Schutz", die vom Bundesumweltministerium gefördert wird, vorgeschlagen, berechnet und umgesetzt. "Wir unterstützen Carrotmob-Aktionen in ganz Deutschland, weil in den jeweiligen Läden direkt Energiesparmaßnahmen angestoßen werden.", erklärt Steffi Saueracker, Projektmanagerin der Kampagne. "Unsere Energieberater zeigen den Ladenbesitzern auf, wie viel CO2 durch den Einsatz energieeffizienter Beleuchtung, den Austausch eines alten Kühlgerätes und durch weitere Energiesparmaßnahmen vermieden werden kann." Welche Maßnahmen umgesetzt werden können, entscheidet der Umsatz am Ende des Tages.

Hintergründe: Karotten für gutes Klima

Ein Carrotmob ist der positive Gegenpart des Boykotts: Hier werden Geschäfte belohnt, die sich für den Klimaschutz einsetzen wollen - und nicht jene bestraft, die diesen missachten. Durch die organisierte Einkaufsaktion können Kunden mit ihrem Handeln einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mit 100 Prozent investiert die Leitung der mm! leckerbar den höchsten Umsatzanteil in den Klimaschutz, den es bei Carrotmobs in Deutschland jemals gab. Im Vorfeld der Aktion wurden mehrere Geschäfte gefragt, ob sie sich beteiligen wollen - und wie hoch der Umsatzanteil ist, den sie für klimafreundliche Maßnahmen einsetzen wollen. Drei Unternehmer waren bereit, für den Klimaschutz 100 Prozent zu geben, am Ende entschied eine Internetabstimmung, welches Geschäft gemobbt werden soll.

Das Konzept des Carrotmobs ist einfach, aber effektiv. Die Teilnehmer organisieren sich, ähnlich dem Flashmob, primär über das Internet mit Blogs, Twitter und anderen Online-Foren. Sie verabreden sich zu einer bestimmten Uhrzeit in einem bestimmten Geschäft, um gemeinsam Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen. Der Name "Carrotmob" steht bildlich für einen Esel, der mit der Karotte gelockt und so zu einem bestimmten Ziel geführt wird. Die Unternehmen werden nach dem gleichen Prinzip dazu animiert, klimafreundliche Maßnahmen umzusetzen.

Bilanz: Gezielter Konsum schützt Klima In Deutschland wurde der erste Carrotmob im Juni 2009 in Berlin ins Rollen gebracht, um über gesellschaftliche Grenzen hinweg Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaffen. Seitdem gab es in Deutschland weitere Carrotmobs in Berlin, München, Bonn, Frankfurt, Köln und Bremen. Bisher haben die Aktionen Energiesparmaßnahmen angestoßen, durch die künftig mehr als 80 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Darüber hinaus werden die Besucher durch ihren gezielten Einkauf motiviert, weiter aktiv zu bleiben und in den eigenen vier Wänden Energie zu sparen. Ob kleine oder große Klimaschutz-Schritte, mit den interaktiven Energiespar-Ratgebern auf www.klima-sucht-schutz.de findet jeder die sinnvollsten Energiesparmöglichkeiten für seine Lebenssituation.

co2online gGmbH Gemeinnützige Beratungsgesellschaft

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online mbH setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven Energiespar-Ratgebern, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln, einem Klimaquiz sowie Portalpartnern aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Politik motiviert sie den Einzelnen, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. co2online ist Träger der Kampagne "Klima sucht Schutz" (www.klima-sucht-schutz.de), der "Heizspiegelkampagne" (www.heizspiegel.de), der "Pumpenkampagne" (www.sparpumpe.de) und des "Energiesparclubs" (www.energiesparclub.de). Alle Kampagnen werden vom Bundesumweltministerium gefördert.

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