Der Trend zur Miniaturisierung hält weiter an

Bei einem Forum in Landshut zeigten Experten neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Mikro-Mechatronik auf

(PresseBox) (Landshut, ) Beim Cluster Forum Mechatronik am 12. Februar 2009 in der Hochschule Landshut zum Thema „Mikro-Mechatronik als Technologie- und Innovationstreiber“ zeigten Spezialisten aus Wissenschaft und Praxis neueste Technologien auf dem Gebiet der Mikro-Mechatronik. Prof. Dr. Erwin Blum, Präsident der Hochschule Landshut, betonte bei der Begrüßung, dass sich im komplexen Umfeld nicht nur Unternehmen und Hochschulen vernetzen sollten, sondern auch die bestehenden Cluster untereinander. Dieses Forum sei ein gutes Beispiel für Vernetzung. Der Cluster Mechatronik & Automation habe zusammen mit dem Cluster Mikrosystemtechnik an der Hochschule Landshut und dem Cluster Sensorik zu diesem Cluster Forum eingeladen.

Als Vizepräsident der Hochschule Landshut sowie wissenschaftlicher Leiter des Clusters Mikrosystemtechnik erläuterte Prof. Dr. Helmuth Gesch die Struktur und Themenschwerpunkte des Clusters Mikrosystemtechnik. Der Cluster sei in der Region bestens vernetzt und leiste für derzeit 46 aktive Mitglieder Unterstützung. Die Fachgruppe „Mikro-Mechatronik“, die mit dem Cluster Mechatronik & Automation vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde, wende sich an Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die konkrete Hilfestellung auf dem Feld der Mikro-Mechatronik suchten. Prof. Dr.-Ing. Klaus Feldmann, Clustersprecher Mechatronik & Automation, stellte die Ziele der Clusteroffensive des Freistaates Bayern vor und vermittelte die Faszination, die vom Thema Mechatronik ausgehe. Im Mittelpunkt der Clusterarbeit stünden die Mobilisierung der Eigenkräfte der bayerischen Wirtschaft und die Steigerung der Produktivität.

Neues auf dem Gebiet der Medizintechnik am Beispiel neuer Hörgeräte erläuterte Joseph Sauer von der Siemens Audiologische Technik GmbH. Eine Herausforderung besteht z. B. in der flexiblen Automatisierung bei der Herstellung von Hörgeräten wegen der Variantenvielzahl und der Kleinheit. Den Stand der Wissenschaft, wenn es um den Einsatz von Robotern in der Chirurgie geht, erläuterte Dr.-Ing. Georg Passig vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Institut für Robotik und Mechatronik in Wessling/Oberpfaffenhofen. Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Operationssaal und eine höhere Präzision solle durch den Einsatz von Robotern erreicht werden.

Mit einer Reihe von Vorträgen aus Theorie und Praxis wurde das breite Feld der Mikro-Mechatronik weiter dargestellt. Den mechatronischen Entwicklungsablauf von den Kundenanforderungen bis zur Produktzuverlässigkeit stellte Dr.-Ing. Frank Ansorge, Leiter des Mikro-Mechatronik Zentrums Bayern beim Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration, in seinem Vortrag vor. Auf das Thema „MEMS in der Mikro-Mechatronik - Technologien und Konzepte“ ging Prof. Dr. Helmut Hummel, Leiter des Kompetenzzentrums Sensorik an der Hochschule Regensburg ein. Der Geschäftsführer der Amicra Microtechnologies GmbH in Regensburg, Rudolf Kaiser, erläuterte, wie hochgenau Diebonder arbeiten können. Weiter wurden von den Referenten die Themen „Packaging von mikromechanischen Druck- und Strömungssensoren“, „Wettbewerbsvorteile im Maschinenbau durch Embedded Systems“, „Intelligenz im Maschinen- und Anlagenbau durch drahtlose Sensorsysteme zur Zustands- und Prozessüberwachung“, „Förderprojekt Thermodynamischer Beschleunigungs- und Lagesensor“ sowie „Innovative Techniken in der Aufbau- und Verbindungstechnik für die Avionik“ dargestellt.

Das Cluster Forum Mechatronik, zu dem parallel eine Fachausstellung stattfand, gab den Teilnehmern einen aktuellen Einblick in die Welt der Mikro-Mechatronik. Bei Diskussionen zwischen den Vorträgen und Gesprächen während der Pausen wurden Ideen und erste Schritte für gemeinsame Projekte entwickelt. Interessierte Unternehmen und Fachleute sind aufgerufen, konkrete Fragestellungen und erste Ideen für Kooperationsprojekte in die Themengruppe Mikro-Mechatronik, die gemeinsam vom Cluster Mechatronik & Automation und dem Cluster Mikrosystemtechnik betreut wird, einzubringen.

Cluster Mikrosystemtechnik

Unternehmen miteinander und mit der anwendungsorientierten Forschung der Hochschulen zu vernetzen, das ist die Aufgabe des Clusters Mikrosystemtechnik. Als kompetenter, wertneutraler und unabhängiger Koordinator unterstützen wir mittelständische Unternehmen darin, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft durch disziplinübergreifende Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken.

Der Cluster Mikrosystemtechnik verfügt über ein aktives Management, ist unabhängig und bietet sich daher als neutrale Clearing-Stelle für alle Bereiche der Mikrosystemtechnik an.

Der Cluster vertritt seine Mitglieder und Partner gegenüber der erweiterten (Fach)-öffentlichkeit und fungiert so als Interessenvertreter der Mikrosystemtechnik.

Gegründet wurde der Cluster im Jahre 2005. Organisatorisch und räumlich ist der Cluster der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Landshut zugeordnet.

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