Virtuoses Licht- und Schattenspiel lassen die Fassade leben

Vorbildliche Baudenkmalpflege: Firmenhauptsitz der Patrizia Immobilien AG umfassend modernisiert

(PresseBox) (Ober-Ramstadt, ) Licht und Schatten wirken im Wechselspiel auf der markanten Fassade des Bürogebäudes, das in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Prof. Josef Wiedemann, einem der renommiertesten bayerischen Architekten der Nachkriegszeit, für die Allianz-Versicherung in Augsburg erbaut wurde. Mit Respekt vor dem architektonischen Erbe haben Roman Adrianowytsch Architekten und die PATRIZIA Immobilien AG als heutige Eigentümerin das Gebäude umgebaut und farbig überarbeitet.

Architektur

Das Bauwerk bildet gemeinsam mit Stadttheater und Justizgebäude ein dreiteiliges Ensemble an einem der zentralen Knotenpunkte Augsburgs, dem Kennedyplatz. Die Gliederung ist klassisch zweiteilig mit Sockelgeschoss und vier darüber liegenden, identischen Etagen. Mächtige Sichtbetonpfeiler stützen die massiv wirkende, gleichmäßig strukturierte Kubatur des Riegels. Frei über die zurückgesetzte Fassade kragende Gebäudeecken sollen dem Baukörper eine gewisse Leichtigkeit verleihen. Signifikant sind die quadratischen Fensterelemente der Büroetagen; gefasst wie auf Gehrung gearbeitete, überdimensionale Bilderrahmen, verjüngen sie sich trichterförmig zur Mitte hin. Durch ihre Reihung in Breite und Höhe entsteht ein mit der Tageszeit wechselndes Licht- und Schattenspiel, das der Fassade räumliche Tiefe verleiht.

Repräsentieren

Das Gebäude dient der bundesweit tätigen PATRIZIA Immobilien AG seit einigen Jahren als Firmenhauptsitz. Für die Gestaltung des Eingangsbereichs wurde ein konkurrierendes Verfahren ausgelobt, das Roman Adrianowytsch Architekten für sich entschieden. Dem Augsburger Büro gelang mit seinem Entwurf eine repräsentativ gestaltete Eingangssituation als Blickfang und darüber hinaus die kongeniale Verbindung der Corporate Identity des erfolgreichen Immobilienunternehmens mit dem Kassettenmotiv des Wiedemann-Baus: Ein eingeschobenes, quadratisches Element in der Unternehmensfarbe Rot definiert das Entree und nimmt die Geometrie des Bestands auf, ohne das formale Bild wörtlich zu nehmen. Die hochglänzende Oberfläche der Eingangskassette kontrastiert mit der stumpfen Materialität und zurückhaltenden Farbigkeit der Betonfassade und verstärkt ihre Signifikanz.

Das kreative Zusammenspiel zwischen Architektur, Kommunikation und Repräsentation setzt sich im Innern fort; eine mit Tafelfarbe beschichtete Wandfläche im Eingangsbereich wird regelmäßig neu gestaltet, die Glasvitrine im Treppenhaus zeigt von PATRIZIA Mitarbeitern ausgestellte persönliche Souvenirs und originelle Objekte.

Optimieren

Für die Architekten war der Wettbewerbserfolg gleich in mehrfacher Hinsicht ein Türöffner: Die gelungene, spannungsreiche Umsetzung der Unternehmenskultur in Architektur und die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Bauherrn waren der Beginn einer wunderbaren Freundschaft und eines gemeinsamen Arbeitsprozesses. In deren Folge wurden die Architekten nicht nur mit der Sanierung der Fassade beauftragt, sondern auch mit der Neugestaltung des Empfangsbereichs, des Mobiliars für die Konferenzräume und schließlich mit der Revitalisierung des Penthousegeschosses als Besprechungsetage mit Kaminlounge und Dachterrasse.

"Wir versuchen, für jede Aufgabe und für jeden Nutzer die beste Lösung zu finden und darüber hinaus eine Architektur zu schaffen, die ein wenig überrascht und jedem Besucher und Mitarbeiter in bester Erinnerung bleibt," erklärt Roman Adrianowytsch. "Dass uns dies beim Hauptsitz der PATRIZIA Immobilien AG so eindrucksvoll gelungen ist, lag nicht zuletzt an der außergewöhnlich engen und konstruktiven Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung."

Realisieren

Den Verantwortlichen war es ein Anliegen, das Gebäude als architektonische Zeitaussage zu erhalten und die Sanierung der Betonfertigteil-Fassade mit der Augsburger Denkmalschutzbehörde abzustimmen.

Der ausführende Malerbetrieb empfahl die farbige Überarbeitung der Fassade mit Muresko SylaCryl aus dem Hause Caparol. Die Fassadenfarbe auf Basis von silanisiertem Reinacrylat bietet nachhaltigen Schutz vor Algen und Pilzen durch Filmkonservierung und exzellente bauphysikalische Eigenschaften wie hohe Wasserdampfdurchlässigkeit. "Uns hat neben dem bauphysikalischen Aspekt vor allem auch der matte, mineralische Charakter der Farbe überzeugt," so Roman Adrianowytsch.

Nach der manuellen Reinigung der Oberflächen erfolgten eine Grundierung mit CapaGrund und ein zweimaliger Anstrich mit Muresko SylaCryl im 3D-Farbton Grau 40, einem wesentlich dunkleren als dem Originalfarbton. Wechselnde Lichtsituationen lassen auf den monochrom beschichteten Bauteilen eine Vielzahl von Farbnuancen entstehen und verstärken die Prägnanz des Baukörpers und seine städtebauliche Bedeutung.

Roman Adrianowytsch Architekten bewiesen einmal mehr, dass man an Bestand anknüpfen kann, ohne sich ihm unterzuordnen. Mit innovativer Gestaltung und mutigen Akzenten verwandelten sie das in die Jahre gekommene Gebäude in einen repräsentativen Firmensitz mit zeitgenössischer Aussage.

Architektur Roman Adrianowytsch Architekten BDA, Augsburg www.adrianowytsch.de

Ausführender Malerbetrieb Kugler Malerbetrieb GmbH, Friedberg-Derching www.maler-kugler.de

Produkte von Caparol CapaGrund, Muresko SilaCryl www.caparol.de

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