Albers: NRW-Landtagswahl entscheidet über die Zukunft der Windenergie in Deutschland

(PresseBox) (Berlin, ) Wenn am 9. Mai in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt wird, geht es nicht nur um die künftige Sitzverteilung im Düsseldorfer Landtag. Die Wählerinnen und Wähler im größten Bundesland entscheiden am kommenden Sonntag maßgeblich auch über die künftige Ausrichtung der Energiepolitik nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern gerade auch auf Bundesebene. "Das Thema Laufzeitverlängerung hat zwar im Landtagswahlkampf kaum eine Rolle gespielt, doch vom Ausgang der Wahl dürfte abhängen, ob es eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke in Deutschland geben wird oder nicht. Die Landtagswahl zwischen Rhein und Ruhr kann das Kräfteverhältnis im Bundesrat maßgeblich ändern. Vom Wahlausgang nächsten Sonntag kann die deutsche Windindustrie einen Schub bekommen oder auch ausgebremst werden", erklärte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie.

Die Nutzung der Windenergie und längere Laufzeiten von Kernkraftwerken stehen in einem Systemkonflikt. Längere Laufzeiten für Kernkraftwerke verstopfen Stromnetze und Strommärkte und blockieren die Windenergie in Deutschland. Eine Laufzeitverlängerung steuert direkt in die energiepolitische Sackgasse. Sie verhindert Innovationen in der regenerativen Energiewirtschaft und zementiert bestehende Oligopole einer grundlastorientierten Energieerzeugung.

Gerade am Beispiel Nordrhein-Westfalen wird deutlich, wie unmittelbar politische Rahmenbedingungen den Ausbau der Windenergie behindern können. "Seit dem Amtsantritt im Jahr 2005 hat die amtierende Landesregierung unter Ministerpräsident Rüttgers den Ausbau der Windenergie massiv behindert. Durch die Einführung von hoch ineffizienten Höhenbegrenzungen, Abstandsregelungen und Kompensationsleistungen bleiben derzeit viele für die Windenergie geeignete Flächen ungenutzt", betonte Albers. "Es ist höchste Zeit, den Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen voranzutreiben. Dringend notwendig ist eine Formulierung des Windkrafterlasses pro Windenergie, um der Regionalplanung klare Vorgaben für effektiven Klimaschutz zu geben."

Aktuell drehen sich Windräder mit einer installierten Leistung von etwa 2800 Megawatt zwischen Rhein und Ruhr. Mit einer Landesplanung pro Windenergie sind in Nordrhein-Westfalen zwischen 4000 und 4500 Megawatt bis 2020 möglich. Bundesweit sind bis 2020 unter Beibehaltung des Ausstiegs aus der Kernenergie moderne Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 45.000 Megawatt an Land und bis zu 10.000 Megawatt auf hoher See zu erwarten. Damit kann die Windenergie bereits in zehn Jahren 25 Prozent des Strombedarfs bereit stellen.

Bundesverband WindEnergie e.V.

Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) ist Partner von 2.500 Unternehmen der Branche und vertritt rund 20.000 Mitglieder. Unter seinem Dach befinden sich Betreiber und Hersteller von Windenergieanlagen, Planungsbüros, aber auch Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker, Juristen und Förderer der Windenergie. Rund 20.000 MW der in Deutschland installierten Leistung werden durch den BWE repräsentiert. Der BWE ist die starke Stimme für den Wind in Deutschland und der Schrittmacher für eine erneuerbare Energiepolitik. Mehr über den BWE im Internet: http://www.wind-energie.de. Am 15. Juni 2010 ist Global Wind Day. Mehr unter www.globalwindday.de.

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