Herbstgutachten der Forschungsinstitute

Brüderle: "Deutschland ist Aufschwungland"

(PresseBox) (Berlin, ) Die an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligten wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute haben heute in Berlin ihr Herbstgutachten vorgestellt.

Die Institute rechnen für das Jahr 2010 mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 3,5 %. Für das folgende Jahr erwarten sie ein Wirtschaftswachstum von 2,0 %. Mit der diesjährigen Frühjahrsbelebung hat der Aufschwung der deutschen Wirtschaft an Breite gewonnen. Im weiteren Jahresverlauf 2010 und im folgenden Jahr wird die Binnenkonjunktur stärker zum Tragen kommen. Der Arbeitsmarkt wird sich im Prognosehorizont weiterhin positiv entwickeln. Die Erwerbstätigkeit wird zunehmen und die Arbeitslosigkeit auf einen Jahresdurchschnitt von unter 3 Millionen in 2011 zurückgehen.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle: "Deutschland ist Aufschwungland. Wir bewältigen die Krise besser als viele andere fortgeschrittene Volkswirtschaften. Der XL-Aufschwung geht weiter. Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Wachstumsbeschleunigung tragen Früchte. Besonders erfreulich entwickelt sich der Arbeitsmarkt. Im Jahr 2011 werden wir voraussichtlich im Jahresdurchschnitt erstmals seit fast zwanzig Jahren wieder weniger als drei Millionen Arbeitslose haben. Dies belegt, dass der Aufschwung auch ein Beschäftigungsaufschwung ist."

Die Institute sehen Deutschland vor dem Hintergrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung und insgesamt nach wie vor vorteilhafter gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen in einer guten Ausgangssituation, um die weiteren Herausforderungen zu bewältigen und zur Verbesserung des internationalen Umfelds beizutragen: die Haushaltskonsolidierung, wachstumsstärkende Anpassungen im Steuersystem, die Weiterentwicklung des Haftungsprinzips im Euroraum sowie die Stärkung der Widerstandsfähigkeit des internationalen Finanzsystems.

Bundesminister Brüderle: "Für das kommende Jahr gilt es, mit der zwingend notwendigen Haushaltskonsolidierung fortzufahren, Eingriffe in die marktwirtschaftlichen Prozesse zurückzunehmen und Eigenverantwortung statt Wettbewerbsverzerrungen zu fördern. Damit stärken wir nicht nur die selbsttragenden Wachstumskräfte, sondern gewinnen auch wirtschaftspolitische Handlungsspielräume zurück."

Die Bundesregierung wird ihre Herbstprojektion am 21. Oktober 2010 vorlegen.

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