Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe Januar 2009 [1]

(PresseBox) (Berlin, ) Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe ist im Januar vorläufigen Angaben zufolge [2] preis- und saisonbereinigt [3] außerordentlich kräftig um 7,5 % zurückgegangen. Bereits im Vormonat hatte sie aufwärts revidiert um 3,9 % abgenommen. Sowohl die Industrieproduktion als auch die Erzeugung im Bauhauptgewerbe verbuchten deutliche Produktionseinbußen von 8,4 % bzw. 7,8 %. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen kam es bei den Vorleistungs- und Investitionsgüterproduzenten zu starken Rückgängen von 8,1 % bzw. 12,3 %. Die Konsumgüterproduzenten verringerten ihren Ausstoß leicht um 0,4 %.

Im Zweimonatsvergleich (Dezember/Januar gegenüber Oktober/November) nahm die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe deutlich um 9,4 % ab. Ausschlaggebend hierfür war der kräftige Rückgang der Industrieproduktion von 10,6 %. Die Erzeugung im Bauhauptgewerbe wirkte mit einem Anstieg von 1,9 % hingegen leicht stabilisierend. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen schränkten die Vorleistungs- und Investitionsgüterhersteller ihre Erzeugung deutlich um 15,5 % bzw. 10,5 % ein. Die Konsumgüterhersteller verminderten ihre Produktion leicht um 0,2 %.

Ihren Vorjahresstand unterschritt die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Dezember/Januar arbeitstäglich bereinigt um 15,3 %. Die Industrieproduktion lag um 16,3 % und die Erzeugung im Bauhauptgewerbe um 13,8 % niedriger als vor einem Jahr.

Vor dem Hintergrund der kräftigen Nachfrageeinbußen wurde die Produktion im Produzierenden Gewerbe zu Jahresbeginn verstärkt zurückgefahren. Besonders die stark exportorientierte Industrieproduktion war hiervon betroffen. Die Erzeugung im Bauhauptgewerbe dürfte indes auch durch witterungsbedingte Faktoren beeinflusst worden sein. Die Produktion von Konsumgütern konnte sich dagegen vergleichsweise gut behaupten. Die anhaltende Bestellschwäche signalisiert für die kommenden Monate eine insgesamt weiter stark gedämpfte Produktionsentwicklung.

[1] Mit Berichtsmonat Januar 2009 hat das Statistische Bundesamt den monatlichen Produktionsindex von der bislang geltenden Basis 2000=100 auf das neue Basisjahr 2005 umgestellt. Darüber hinaus werden die Reihen nach der neuen Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008) ausgewiesen. Um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten, erfolgte eine Rückrechnung der Ergebnisse bis Januar 1991. Weiterführende Informationen erhalten Sie unter: http://www.destatis.de.

[2] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.

[3] Verfahren Census X-12-ARIMA.

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