Bundeswirtschaftsminister Brüderle besucht mit großer Wirtschaftsdelegation China und Japan

(PresseBox) (Berlin, ) Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, beginnt heute seine Reise in die Volksrepublik China und nach Japan. Bis zum 15. Oktober 2010 reist er in Begleitung einer großen, überwiegend mittelständischen Wirtschafts-delegation nach Peking, Shanghai, Nagoya und Tokio.

Bundesminister Brüderle beginnt seinen Besuch in Peking, wo er am 12. Oktober 2010 mit Mitgliedern der chinesischen Regierung wirtschafts- und handelspolitische Fragen erörtern wird. Vorgesehen sind Gespräche mit Handelsminister (Mofcom) Chen Deming, dem Vorsitzenden der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) Zhang Ping und dem Minister für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) Li Yizhong. Am 13. Oktober 2010 eröffnet Bundesminister Brüderle in Shanghai die Konsumgütermesse "German Living" und besucht die EXPO, u.a. den Deutschen und den Chinesischen Pavillon.

Bundesminister Brüderle: "Deutschland und China sind strategische Partner im 21. Jahrhundert. Die beiden großen Exportnationen sind gemeinsam in besonderer Verantwortung für offene Märkte gerade in einer schwierigen Situation, wie wir sie in der gegenwärtigen Krise erleben. Die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen entwickeln sich hervorragend. In diesem Jahr können wir die 100 Mrd. Euro Schwelle im bilateralen Handel erreichen. In den ersten sieben Monaten haben Deutschland und China Waren im Wert von 70 Mrd. Euro ausgetauscht. Allein die deutschen Exporte nach China wuchsen in diesem Zeitraum um 50 Prozent auf 30 Mrd. Euro. Protektionismus ist ein Hemmschuh für den Ausbau unserer Wirtschaftsbeziehungen und für den Wettbewerb. Ich will dazu beitragen, Marktzugangshemmnisse abzubauen, und vor allem deutschen Mittelständlern den Weg nach China erleichtern. Sie brauchen unsere politische Unterstützung für den Markteintritt noch mehr als die großen Konzerne, die sich seit Jahren erfolgreich auf dem chinesischen Markt bewegen. In der Zusammenarbeit mittelständischer Unternehmen gibt es nach wie vor Nachholbedarf und großes Potential, ich nenne nur die Umwelt- und Energietechnik oder den Bereich der Dienstleistungen."

In Nagoya wird Bundesminister Brüderle ein neues Werk für die Herstellung von Grundstoffen für die Solarzellenproduktion besuchen, die derzeit bedeutsamste deutsche Direktinvestition in Japan.

Bundesminister Brüderle: "Deutschland und Japan sind einander schon seit langem durch hervorragende Wirtschaftsbeziehungen verbunden. Unser bilaterales Handelsvolumen entwickelte sich um Beispiel zuletzt sehr dynamisch und legte von Januar bis Juli 2010 um ca. 20 Prozent auf 19,9 Mrd. Euro zu. Mit ihrer Exportstärke und ihrer besonderen Innovationskraft, gerade auf dem Gebiet wichtiger Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und erneuerbaren Energien, weisen unsere Volkswirtschaften und Unternehmen erhebliche Ähnlichkeiten auf. Das eröffnet uns die Möglichkeit, durch kluge Kooperationen in Forschung und Entwicklung unsere Potenziale zu bündeln. Nano-Technologie, Robotik, Medizintechnik und Maschinenbau sind nur einige weitere Bereiche, in denen die Unternehmen unserer beiden Länder oft schon Weltspitze sind und gemeinsam die technologische Zukunft gestalten können. Japan und Deutschland haben auch in der Luftfahrt-, Satelliten- und Weltraumtechnik schon vor längerer Zeit zur Weltspitze aufgeschlossen. Diese Position können wir durch den gezielten Ausbau unserer wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit in diesem Schlüsselsektor festigen und ausbauen."

In Tokyo werden unter anderem wirtschaftspolitische Gespräche Bundesminister Brüderles mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft im Vordergrund stehen. Auch wird er den Airbus 380 begrüßen, der anlässlich der Einweihung der neuen Startbahn des Flughafens Tokyo Haneda dort erstmals landet.

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