Serienfertigung des AF1 Ford Modell T von Böhm Stirling-Technik

Verstärkter Stirlingmotor treibt Auto an

(PresseBox) (Neustadt an der Aisch, ) Böhm Stirling-Technik hat jetzt mit der Serienfertigung seines zweiten vierrädrigen Autos mit Stirlingmotor als Antriebsaggregat begonnen. Das Vorbild ist diesmal der Ford Modell T "Tin Lizzie", dessen legendäre Fließband-Serienfertigung vor ziemlich genau 100 Jahren startete. Die Inbetriebnahme des Heißluftmotors nach dem Stirling-Prinzip ist sehr einfach: Brennspiritus in den Brenntopf füllen, Brenntopf in die Halterung unter dem Zylinder stellen, Docht anzünden, eine knappe Minute warten und dann nur noch das Schwungrad kurz anstoßen. Dann setzt sich der Motorkolben in Bewegung und hält fortan das Schwungrad sanft ratternd auf Touren. Ein Riemenantrieb mit Untersetzung bringt die Kraft des Stirlingmotors auf die Räder. Das 16 Zentimeter lange Modell wiegt knapp 900 Gramm und eine Tankfüllung reicht für zehn bis 15 Minuten Fahrspaß.

Verbesserter Leichtmetall-Stirlingmotor

Mit dem Start der Serienproduktion des AF1-Ford Modell T "Tin Lizzie" hat Hermann Böhm auch die Entwicklung seines deutlich leistungsfähigeren neuen Stirlingmotors zum Abschluss gebracht. Der umfassend modifizierte Motor mit rund 30 Prozent mehr Masse sorgt dank verbesserter Kühlung für eine deutliche Leistungssteigerung . Gleichzeitig kommt ein im Durchmesser veränderter Arbeitskolben mit längerem Hub und verbesserten Laufeigenschaften zum Einsatz. Daraus resultiert dann in Summe eine wesentlich höhere Zugkraft der neuen Stirlingmotor-Generation. Wie bei allen bisherigen Stirlingmotoren setzt Hermann Böhm nach wie vor hochwertige Materialien wie Edelstahl, Vollmessing und Aluminium sowie hochwertige Kugellager ein.

Die beiden Messing-Schwungräder des AF1 Ford Modell T rotieren je nach Flammenabstand mit bis zu 1500 Umdrehungen pro Minute. Mit Hilfe einer mehrstufigen Untersetzung und per Gummi-Treibriemen, fährt das fast 900 Gramm schwere Stirlingmotor-Automodell mit rund vier Zentimetern pro Sekunde dahin - für einen Meter braucht es also gerade einmal 25 Sekunden. Dank per Hand verstellbarer Lenkung kann der AF1 auch mit sehr wenig Platzbedarf seine Runden drehen - beim engstem Lenkeinschlag hat das Modell einen Wendekreis von nur knapp 60 Zentimetern.

Als Treibstoff wird auch bei diesem Fahrzeug Brennspiritus (mit 94%alc.) benötigt - obwohl der Brenntopf nur etwa fünf Milliliter fasst, fährt der AF1 damit mehr als zehn Minuten. Auch dieses neue Heißluftmotor-Präzisionsmodell wird wieder von Böhm Stirling-Technik komplett in Deutschland am Firmensitz in Neustadt an der Aisch gefertigt und in liebevoller Handarbeit montiert. Lieferbar ist der AF1-Ford Modell T "Tin Lizzie" zum Preis von 495 Euro (unverbindliche Preisempfehlung inkl. MwSt.) inklusive der herausnehmbaren Figur eines Fahrers in zeitgenössischem Outfit. Wer als handwerklich geschickter Autofan den AF1 selbst montieren will - gerne: das Modell gibt es auf Wunsch auch als Bausatz aus 144 fertigen Einzelteilen und mitgeliefert wird natürlich eine umfassend bebilderte Anleitung.

Hommage an eine weitere echte Automobil-Legende

Bereits das erste Automodell von Böhm Stirlingtechnik wurde als Hommage an ein legendäres Vorbild gestylt: der seit 2012 hergestellte Sportscar AS4 sollte bewusst an die Auslieferung des aller ersten Mercedes Benz im Jahr 1901 erinnern. Auch mit dem neuen Modell AF1 möchte Hermann Böhm an ein Vorbild erinnern, das ebenfalls echte Automobilgeschichte geschrieben hat: das Ford Modell T - auch "Tin Lizzie" genannt.

Das Vorbild dieses Autos wurde bereits 1908 entwickelt. Es war so konstruiert, dass es sehr einfach bedient und ohne spezielle Werkzeuge gewartet werden konnte. Bald entstand bei Henry Ford der Wunsch, dieses Fahrzeug nicht mehr nur von Hand zu montieren, sondern irgendwie schneller und einfacher. Aus diesem Wunsch erwuchs dann die Idee der Autofertigung am Fließband. Bis es soweit war, dass das erste Modell T wirklich vom Fließband rollen konnte, dauert es aber doch noch einige Zeit.

Vor genau 100 Jahren

Vermutlich liefen vor ziemlich genau einhundert Jahren im Herbst 1913 die letzten großen Vorarbeiten für die Umstellung der Fertigung des Ford Modell T auf die echte Fließbandfertigung und die Produktion begann dann Ende 1913. Am 14. Januar 1914 konnte Henry Ford dann dank nunmehr eingespielter Fließband-Fertigung den Verkaufspreis für den Ford Modell T mehr als halbieren. Der Motor hatte weder eine Kühlwasserpumpe noch eine Kraftstoffpumpe. Auch auf einen Ölmessstab und eine Anzeige zum Kraftstoffstand wurde verzichtet. Und die Ersatzteile ließen sich ganz einfach in normalen Läden für Eisenwaren bestellen oder waren oftmals sogar auf Lager. Dennoch schaffte der Modell T mit seinem 20 PS-Motor fast 70 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit.

Zur weiteren Beschleunigung der Fertigung wurde der Modell T dann 1915 bis 1925 nur mehr in einer einzigen Farbe produziert - und zwar in einem sehr schnell trocknenden Schwarz. Auch so konnte die Fertigung weiter beschleunigt werden. Und ab 1926 wurde die Tin Lizzie - im Volksmund auch "Blechliesel" genannt - sogar zusätzlich in Berlin produziert. Bis 1927 wurden dank konsequenter günstiger Massenfertigung weltweit nicht weniger als 15 Millionen Exemplare des Ford Modell T gebaut. Der Produktionsweltrekord konnte sich noch weitere 45 Jahre halten, bis dann 1972 der VW Käfer diese Marke überflügelt hatte.

Rechtzeitig zum hundertsten Jubiläum des Starts der Fließbandproduktion des Ford Modell T setzt nun Böhm Stirlingtechnik diesem legendären Fahrzeug ein würdiges Denkmal. Die Hommage von Hermann Böhm wurde in Anlehnung an das Vorbild der ersten Produktionsjahre gestaltet - also ohne Türen und ohne Frontscheibe. Das Verdeck des Touring-Modells war damals wegen der nur optional gefertigten Frontscheibe selbsttragend. Deshalb wurde auch das Verdeck des Stirlingmotor-Modellautos sehr stabil konstruiert - wer möchte, kann es aber jederzeit ganz einfach abziehen und den AF1 quasi als Cabriolet herum-schnurren lassen. Hermann Böhm hat sich allerdings aus ästhetischen Gründen nicht für den Bau eines schwarzen Modell T entschieden, sondern für ein unlackiertes Technik-Modell aus Edelstahl, Messing und Aluminium. Diese Optik ist dennoch sehr realistisch, weil seinerzeit viele Ford Modell T von ihren Besitzern später individuell umlackiert wurden - also beispielsweise auch in Silber.

Wissenswertes über Böhm Stirling-Technik:

Bereits seit 1990 fertigt das heute in Neustadt an der Aisch sitzende Unternehmen unterschiedlichste Präzisionsteile aus Metall und Kunststoff, die an die Kfz-Industrie und an Hersteller von Medizintechnik geliefert werden. Schon damals faszinierten den Firmeninhaber Hermann Böhm die mit Heißluft betriebenen Stirlingmotoren. Deshalb entwickelte er zunächst als Hobby seinen ersten eigenen Stirlingmotor. Bereits 1993 war dann der erste zuverlässig funktionierende Prototyp fertig. Und 1995 begann Hermann Böhm mit seiner ersten Serienproduktion eines Heißluftmotors. Im Jahr 2002 konnte er seine Stirlingmotoren erstmals deutlich verkleinern und inzwischen gibt es weit mehr als 20 verschiedene stationäre Stirlingmotoren mit ein bis vier Antriebszylindern. Letztes Jahr folgte dann erstmals ein selbstfahrendes Automodell auf Basis eines Stirlingmotors. Im Frühjahr 2013 konnte Böhm die Leistungsfähigkeit seines Stirlingmotors noch einmal deutlich verbessern. Hermann Böhm hat in seinem Betrieb schon immer großen Wert auf Präzision und Qualität gelegt. Er ist sehr stolz darauf, dass er bereits im Jahr 2010 ein Qualitätsmanagementsystem in seinem Unternehmen einführen konnte, das nach DIN EN ISO 9001/2008 zertifiziert wurde. Auch heute orientiert sich Böhm an diesen Prinzipien und liefert seine Stirlingmotoren als echte Hightech-Präzisionsmodelle Made-in-Germany.

Fakten zum AF1 Ford Modell T:
  • Antrieb: Stirlingmotor
  • Treibstoff: Brennspiritus
  • Fahrzeit: ca. 10-15 Minuten mit einer Tankfüllung (5 ml)
  • Maximale Drehzahl: 1500 Upm
  • Materialien: Messing, Edelstahl, Aluminium, Vollgummibereifung
  • Gewicht: 900 Gramm
  • Abmessungen: 17x9x11,3 cm
  • Wendekreis: kleiner 60 cm
  • UVP: 495Euro (inkl. MwSt.)
  • Wahlweise Fertigmodell oder Bausatz aus 144 Einzelteilen
Weitere Infos und Bildmaterial erhalten Sie bei:

Website Promotion

Böhm Stirling-Technik e. K

Das 1990 gegründete Unternehmen mit Sitz in Neustadt an der Aisch ist nicht nur Anbieter, sondern auch Hersteller von Böhm-Stirlingmotoren. In seinem großen Produktsortiment sind sowohl mit einem Stirlingmotor versehene als auch mit einem Vakuummotor – einem sogenannten Flammenfresser – ausgestattete Modelle in unterschiedlichen Varianten enthalten, die online bestellt werden können. Kunden, die ihr Modell zuhause selber bauen wollen, haben die Möglichkeit, viele mit einem Heißluftmotor betriebene Modelle als Bausatz zum Eigenbau zu kaufen. Von diversen Motoren über verschiedene Stirling-Auto Modelle bis hin zum Zubehör ist das gesamte Produktsortiment, welches das Unternehmen anbietet, auf der firmeneigenen Website ( www.boehm-stirling.com ) ersichtlich. Darüber hinaus enthält diese eine Reihe von Informationen zu technischen Details und Preisen der einzelnen Modelle, zu Aufbau und Funktion von Vakuum- und Stirlingmotoren, zur Firmengeschichte von Böhm Stirling Technik sowie Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme.

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