Leichtbau für Elektromobilität

Standorte Landshut und Wackersdorf in Vorbereitung für die Produktion des Megacity Vehicles

(PresseBox) (Landshut/Wackersdorf, ) Das BMW Group Produktionsnetzwerk Elektromobilität nimmt konkrete Formen an: Der Ausbau der CFK-Produktion im BMW Werk Landshut und die zeitgleiche Inbetriebnahme der Anlagen für die Produktion von Carbonfasergelegen der SGL Automotive Carbon Fibers GmbH & Co. KG im Innovationspark Wackersdorf markieren den Startpunkt für die Vorbereitungen der Serienproduktion des Megacity Vehicles, das 2013 als emissionsfreies Elektrofahrzeug für städtische Ballungsräume auf den Markt kommen wird. Der Standort Wackersdorf liefert textile Gelege aus Carbonfasern, die am Standort Landshut zu Leichtbau-Karosseriekomponenten aus CFK (carbonfaserverstärkter Kunststoff) für das Megacity Vehicle verarbeitet werden. Die Montage des Fahrzeugs wird im BMW Werk Leipzig erfolgen.

Am BMW Standort Landshut investiert die BMW Group in den nächsten Monaten rund 40 Millionen Euro in die umfangreiche Erweiterung der bestehenden CFK-Produktion. Auf rund 7.000 Quadratmetern Fläche werden künftig bis zu 100 Mitarbeiter Carbonfasergelege zu CFK-Komponenten für das Megacity Vehicle verarbeiten. Im Innovationspark Wackersdorf investieren die BMW Group und die SGL Group in der ersten Ausbaustufe auf rund 10.000 Quadratmetern bestehender Fläche rund 20 Millionen Euro in die Fertigung von mehreren tausend Tonnen Carbonfasergelegen pro Jahr. Hier entstehen bis 2013 rund 100 neue Arbeitsplätze.

"Das Megacity Vehicle ist eine Lösung für die urbanen Ballungsräume und in mehrfacher Hinsicht revolutionär", so Dr. Herbert Diess, Mitglied des Vorstands für Einkauf und Lieferantennetzwerk der BMW AG, anlässlich des Festakts zur Erweiterung der CFK-Produktion im BMW Werk Landshut. "Es wird das weltweit erste Großserienfahrzeug mit einer Fahrgastzelle aus Carbon sein. Wir sehen in Carbon einen bedeutenden Werkstoff der Zukunft. Wir glauben an diesen Werkstoff - und wir sind Vorreiter auf diesem Gebiet."

Die BMW Group besitzt am Standort Landshut bereits seit mehr als zehn Jahren Verfahrens-Know-How und Werkstoffkompetenz zu CFK. Aktuell kommt das Material für Komponenten der BMW M Modelle zum Einsatz. Am Festakt zum Ausbau der CFK-Produktion nahmen in Landshut unter anderem der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie Martin Zeil sowie der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Dr. Andreas Scheuer teil.

Zeitgleich wurde im Innovationspark Wackersdorf die Produktion von Carbonfasergelegen bei SGL Automotive Carbon Fibers GmbH & Co.KG, einem Joint Venture der BMW Group und der SGL Group, aufgenommen. Regionale Politiker und die Regierungspräsidentin der Oberpfalz, Brigitta Brunner, nahmen an der Feierstunde zum Produktionsstart teil. "Wackersdorf liegt verkehrsgünstig zwischen den Standorten Leipzig und Landshut. Durch die heute schon vorhandene Infrastruktur als Innovationspark bot der Standort die idealen Voraussetzungen für die Ansiedlung des Joint Ventures. Wir bekennen uns damit gleichzeitig auch zu unserem Heimatstandort Bayern", so Diess weiter.

"Die Fertigung von Carbonfasergelegen im industriellen Maßstab ist ein neues technologisches Feld. Hierfür nutzen wir auch die Expertise der SGL Group in der Herstellung von technischen Textilien aus Carbonfasern. Ebenso ausschlaggebend für die Standortwahl Wackersdorf ist die Nähe zu den Entwicklungstätigkeiten der BMW Group", betont Dr. Jörg Pohlman, einer der Geschäftsführer des Joint Ventures. Die Carbonfasergelege werden anschließend im BMW Werk Landshut zu CFK-Karosserie-Komponenten für das neue Fahrzeug weiterverarbeitet.

Darüber hinaus nutzt die BMW Group für die Entwicklungs- und Fertigungsplanung des Megacity Vehicles Know-How aus dem BMW Werk Dingolfing in der Produktion von Fahrwerks- und Antriebskomponenten aus Aluminium.

BMW AG

Die BMW Group ist mit ihren drei Marken BMW, MINI und Rolls-Royce einer der weltweit erfolgreichsten Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern. Als internationaler Konzern betreibt das Unternehmen 24 Produktionsstätten in 13 Ländern sowie ein globales Vertriebsnetzwerk mit Vertretungen in über 140 Ländern.

Im Geschäftsjahr 2009 erzielte die BMW Group einen weltweiten Absatz von rund 1,29 Millionen Automobilen und über 87.000 Motorrädern. Das Ergebnis vor Steuern belief sich 2009 auf 413 Mio. Euro, der Umsatz auf 50,68 Milliarden Euro. Zum 31. Dezember 2009 beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 96.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Seit jeher sind langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges der BMW Group. Das Unternehmen hat ökologische und soziale Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, umfassende Produktverantwortung sowie ein klares Bekenntnis zur Schonung von Ressourcen fest in seiner Strategie verankert. Entsprechend ist die BMW Group seit fünf Jahren Branchenführer in den Dow Jones Sustainability Indizes.

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