BMW Länderteams setzen WM-Kampf in Brands Hatch fort

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2009 / Läufe 15 & 16 - 18./19. Juli 2009 - Vorschau

(PresseBox) (München, ) Für die BMW Länderteams geht der Titelkampf in der FIA World Touring Car Championship (WTCC) am kommenden Wochenende in die nächste Runde, wenn in Brands Hatch (GB) die Saisonrennen 15 und 16 stattfinden. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die 3,703 Kilometer lange Grand-Prix- Strecke dem BMW 320si WTCC liegt: 2007 feierte Lokalmatador Andy Priaulx (GB) vom BMW Team UK dort einen Sieg, im vergangenen Jahr stand Jörg Müller (DE) für das BMW Team Germany ganz oben auf dem Treppchen.

Nach der Poleposition 2008 peilt Müllers Teamkollege Augusto Farfus (BR), der in der Fahrerwertung aktuell den dritten Rang belegt, seinen ersten Triumph auf der Traditionsrennstrecke an. Sergio Hernández (ES) ist nach dem Unfall in Porto (PT) von seiner Fußverletzung genesen und möchte ebenso wie Alessandro Zanardi (IT) Punkte für das BMW Team Italy-Spain sammeln. In Brands Hatch sind die BMW 320si WTCC mit H-Schaltung ebenso mit dem maximalen Kompensationsgewicht von 40 Kilogramm unterwegs wie die Hauptkonkurrenten im SEAT León TDI. Zanardi bestreitet die beiden Läufe im BMW 320si WTCC mit sequenziellem Getriebes ohne Ballast.

Andy Priaulx (BMW Team UK):
"Ich freue mich auf ein weiteres grandioses Wochenende in Brands Hatch. Auf dem Grand-Prix-Kurs anzutreten, ist immer eine große Herausforderung. Dort zu überholen, ist nicht einfach. Dafür kann man jedoch leicht einen Fehler machen. Die lange Motorsport-Tradition, auf die Brands Hatch zurückblickt, ist allgegenwärtig."

Jörg Müller (BMW Team Germany):
"Meine Formkurve zeigt in Brands Hatch nach oben: 2006 fiel ich aus, dann sammelte ich Punkte und ließ im Vorjahr meinen ersten Sieg folgen. Unabhängig von den bisherigen Resultaten mag ich die Strecke einfach. Sie ist fantastisch in die Landschaft eingebettet und ein echter Klassiker."

Augusto Farfus (BMW Team Germany):
"Letztes Jahr stand ich in Brands Hatch auf der Poleposition, konnte sie jedoch nicht nutzen, um viele Punkte zu sammeln. Nun bin ich hoch motiviert, meine Bilanz auf diesem tollen Kurs aufzubessern. Ein gutes Ergebnis ist wichtig für mich, um den Druck auf die in der WM vor mir platzierten Fahrer aufrecht zu erhalten."

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):
"In Brands Hatch ist es für mich 2008 klasse gelaufen, und ich konnte elf Punkte mit nach Hause nehmen. Für mich gibt es keinen Grund, warum es nicht auch diesmal ein erfolgreiches Wochenende werden sollte. Nach den Rennen auf dem Stadtkurs von Porto bin ich froh, dass wir nun wieder auf einer richtigen Strecke fahren."

Sergio Hernández (BMW Team Italy-Spain):
"Ich bin glücklich, dass ich Brands Hatch an den Start gehen kann. 2008 habe ich dort als Privatfahrer einen Punkt gesammelt, und ich komme sehr gut mit der Strecke zurecht. Der Unfall in Portugal ist abhakt.."

Historie und Hintergrund:

Beim Comeback der Tourenwagen-WM im Jahr 2005 war Silverstone Schauplatz der beiden britischen Läufe. Damals hatte Lokalmatador Andy Priaulx Pech, als er in Führung liegend mit einem Reifenschaden aufgeben musste. Auch 2006, als die WTCC ihre Premiere in Brands Hatch feierte, blieb Priaulx der ersehnte Sieg verwehrt. Auf nasser Strecke kam er in der "Paddock Hill" Kurve von der Strecke ab und verlor die Spitzenposition. 2007war es jedoch soweit: Priaulx gelang sein erster Triumph in Brands Hatch als Tourenwagenpilot.

Im vergangenen Jahr sorgte er nicht nur mit Demonstrationsfahrten in einem Formel-1-Rennwagen des BMW Sauber F1 Teams für Gänsehaut bei den britischen Fans, sondern stand als Dritter auch ein weiteres Mal auf dem Podium. Jörg Müller feierte den zweiten BMW Sieg in Brands Hatch. Alessandro Zanardi hatte nach dem zweiten Lauf ebenfalls Grund zum Jubeln: Der Italiener belegte Platz drei.

Seit 1926 werden in Brands Hatch Rennen ausgetragen. Damals traten Motorrad- Piloten auf einer Graspiste noch entgegen des Uhrzeigersinns gegeneinander an. In den 50er Jahren wurde die Strecke asphaltiert und die Fahrtrichtung geändert.

Der Grand-Prix-Kurs, den die WTCC für ihre beiden Läufe nutzt, entstand 1959. Er ist überaus rhythmisch zu fahren - und bietet einige der bekanntesten Kurven im internationalen Motorsport. An dieser perfekt in die Landschaft eingebetteten Traditionsstrecke ist nichts symmetrisch. Schon die erste "Paddock Hill" Kurve hat es in sich und führt die Piloten nach einem "blinden" Einlenken in eine Senke hinab. Im rückwärtigen Teil stellen vier schnelle Rechtskurven das Können der Fahrer auf die Probe. Das Fahrzeug muss äußerst präzise auf die Lenkbewegungen der Piloten reagieren.

Zwischen 1964 und 1986 trug die Formel 1 den Großen Preis von Großbritannien zwölf Mal auf der anspruchsvollen Naturrennstrecke aus. Zwei Mal firmierte die Veranstaltung unter dem Namen Großer Preis von Europa. Mit drei Siegen ist Niki Lauda (AT) der erfolgreichste Formel-1-Pilot in Brands Hatch, gefolgt von Nigel Mansell (GB), der dort zwei Mal gewann.

Brands Hatch gehört zur kleinen Gemeinde Fawkham, die nahe Dartford in der englischen Grafschaft Kent liegt. Dartford ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Distrikts. Dort leben knapp 60 000 Einwohner.

Zwei der Bewohner Dartfords haben es zu weltweiter Bekanntheit gebracht: Rolling- Stones-Frontmann Mick Jagger (GB) und Gitarrist Keith Richards (GB) sind dort geboren und haben später ihre musikalische Karriere hier begonnen.

Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über 14 Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 51,84 Kilometern. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 11:50 Uhr Ortszeit, (12.50 Uhr MESZ). Rennen zwei startet um 14.05 Uhr (15.05 Uhr MESZ).

Am Samstag ab 16.50 Uhr Ortszeit stehen die Fahrer der BMW Länderteams Medienvertretern in der BMW Motorsport Hospitality für Interviews zur Verfügung.

Weitere Information finden Sie im Anhang.

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