Staatssekretär Storm: "Ausbildung hat gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Vorrang"

BMBF-Programme schaffen zusätzliche Chancen für Jugendliche

(PresseBox) (Berlin, ) "Ausbildung muss gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Vorrang haben. Auch wenn die Umfragen erfreulicherweise darauf hindeuten, dass die meisten Unternehmen sich dieser Verantwortung bewusst sind, gilt es in den nächsten Wochen, zusätzliche Ausbildungsplätze zu gewinnen. Die Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte ist der Schlüssel für das Wachstum von morgen", sagte am Donnerstag Andreas Storm (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, in Berlin.

Mit vielfältigen Programmen unterstützt das BMBF die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe und sichert den Jugendlichen zusätzliche Ausbildungschancen. Mit dem erfolgreichen ESF-kofinanzierten Jobstarter-Programm unterstützt das BMBF zum Beispiel kleine und mittlere Betriebe, die bisher nicht oder nur wenig ausgebildet haben. "Wir helfen diesen Unternehmen bei der Organisation und Durchführung der Ausbildung", erklärte Storm. Seit 2006 konnten dadurch bundesweit rund 32.000 Ausbildungsplätze akquiriert werden. Und aktuell sind durch Jobstarter-Projekte noch 2.500 unbesetzte Ausbildungsplätze in den neuen Bundesländern im Angebot. Das Angebot reicht vom Anlagenmechaniker über den Mechatroniker bis zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik, aber auch in kaufmännischen Berufen werden noch Auszubildende gesucht. Eine Übersicht über die freien Ausbildungsplätze in 180 Berufen findet sich im Internet unter www.jobstarter.de.

"Darüber hinaus schaffen wir in den neuen Ländern 5.000 zusätzliche Ausbildungsplätze mit dem Ausbildungsplatzprogramm Ost 2009/2010. Unvermittelte Bewerberinnen und Bewerber bekommen damit die Chance auf einen betriebsnahen oder außerbetrieblichen Ausbildungsplatz", sagte der Staatssekretär. Das BMBF und die beteiligten Länder finanzieren die 5.000 Plätze mit knapp 68 Millionen Euro. In Sachsen stehen 1.079, in Brandenburg 989, in Sachsen-Anhalt 824, in Mecklenburg-Vorpommern 821, in Berlin 698 und in Thüringen 589 Programmplätze zur Verfügung. Gefördert wird die Berufsausbildung in anerkannten Berufen nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung sowie eine schulische Berufsausbildung, die zu einem Abschluss nach Landes- oder Bundesrecht führt. Ende 2008 waren mehr als 20.000 Jugendliche durch dieses Programm versorgt.

"Aber auch für diejenigen, die nicht auf Anhieb einen Ausbildungsplatz finden, haben wir neue Möglichkeiten gefunden. Mit der aus dem ESF-kofinanzierten Förderinitiative Jobstarter Connect werden mit Hilfe von Ausbildungsbausteinen Wege zur Integration in die duale Ausbildung erprobt", erklärte Storm. Die Ausbildungsbausteine wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag des BMBF in 14 Ausbildungsberufen entwickelt. Insbesondere Altbewerberinnen und Altbewerber sollen erstmals über die bundesweit standardisierten Ausbildungsbausteine qualifiziert werden. Das Programm wird mit 60 Millionen Euro aus Mitteln des BMBF und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Die Ausbildungsbausteine aller 14 Ausbildungsberufe sowie weitere Informationen gibt es unter www.jobstarter-connect.de.

Das BMBF-Programm "Maßnahmen zur Verbesserung der Berufsorientierung" setzt dagegen bereits in der Schule an. Seit April 2008 nutzten mehr als 57.000 Schüler das Angebot. Das Programm stößt bei Jugendlichen, Lehrern und Ausbildern einhellig auf große Zustimmung. In einem 80-stündigen Praktikum an der Werkbank erhalten die Jugendlichen wertvolle Einblicke in die betriebliche Praxis - und oft auch einen zusätzlichen Motivationsschub für einen erfolgreichen Schulabschluss als Voraussetzung für eine Ausbildung in ihrem Traumberuf.

"Die Bundesregierung geht übrigens bei der Ausbildung mit gutem Beispiel voran. So erbringt das BMBF mit einer Ausbildungsquote von 9,6 Prozent eine ganz erhebliche Ausbildungsleistung für die Jugendlichen in Bonn und Berlin", betonte Storm.

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