Starkes Doppel für die Etikettierung von Reifen

(PresseBox) (Rheinbreitbach, ) Bei einem großen Reifenhersteller werden pro Tag knapp 30.000 verschiedenste Reifen zuverlässig, vollautomatisch und individuell etikettiert. Möglich wird dies durch eine ganz neu entwickelte Reifenetikettierlösung.

In der Vergangenheit wurden die Etiketten immer von Mitarbeitern eines Dienstleistungsunternehmens manuell aufgebracht. Das Problem bei dieser Methode war, dass die meisten Etiketten unsauber aufgebracht waren und nicht richtig hafteten. Außerdem mussten die Etiketten vorher immer erst gedruckt und sortiert werden. Diese Vorgehensweise war zeitaufwändig und barg viele Fehlerquellen. Auch die bisherigen Ansätze automatisierter Lösungen waren nicht zufrieden stellend, da beispielsweise die Umlenkrollen durch den starken Etikettenkleber verschmutzten. Ein klarer Fall für Bluhm Systeme.

Maximale Betriebslaufzeit dank Tandemlösung Bei dem Reifenhersteller laufen unterschiedliche Reifensorten liegend über das Förderband. Für die Reifenetikettierung wurde eine spezielle Anlage konstruiert, die rund um die Uhr läuft. Um die Anlage nicht für einen Etikettenwechsel anhalten zu müssen, sind zwei Druckspender vom Typ Legi-Air 5300 hintereinander geschaltet. Sobald bei dem einen Etikettendruckspender das Etikettenrollenende erreicht ist, geht ein Signal an den zweiten, der dann die Etikettierung nahtlos übernimmt. Der Legi-Air 5300 ist für die Verarbeitung von Etikettengroßrollen mit einem maximalen Durchmesser von 350 mm geeignet. Bei der Reifenetikettieranlage kommen Etiketten mit starkem Kleberauftrag zum Einsatz, sodass mit diesen speziellen Etiketten eine Lauflänge von 450 m erreicht wird. Dadurch sind weniger Rollenwechsel als bei herkömmlichen Etikettieren notwendig.

Mit seiner robusten und langlebigen Konstruktion ist der Legi-Air 5300 insbesondere für den Einsatz in rauen Produktionsumgebungen geeignet. Die Anlage ist zudem so konstruiert, dass sie besonders sicher arbeitet, und keine Abschrankungen notwendig sind.

Individuelle Etikettierung Im konkreten Fall kommen die zu etikettierenden Reifen bunt gemischt auf dem Band mit einer Geschwindigkeit von 60 m pro Minute an - mit unterschiedlichen Profilen, Höhen zwischen 15,5 bis 25,5 cm und variierenden Durchmessern von 45 bis 80 cm. Hinzu kommt, dass ein Teil der Reifen für Erstausrüster, ein Teil für Händler bestimmt ist und nur die Produkte etikettiert werden müssen, die in den Handel kommen.

Von der Anlagensteuerung erhält der Etikettendrucker und spender die Information, welcher Reifen als nächstes auf dem Band kommt und ob er etikettiert werden muss. Die Etiketten mit den Maßen 90 x 175 cm werden dann individuell mit Daten wie Produktbezeichnung, Barcodes etc. bedruckt und mit einem neu entwickelten Riemenapplikator im Wipe-On-Verfahren aufgebracht. Dabei wird das Etikett vom vorbeieilenden Produkt mitgenommen, quasi "aufgewischt".

Aufgrund der unterschiedlichen Reifendurchmesser und der Lage auf dem Förderband variiert der Abstand jedoch zwischen dem zu etikettierenden Reifen und dem Etikettierer um bis zu 10 cm. Damit das Etikett auch bei verschiedenen Positionen des Reifens diesen immer erreicht, wurde der Applikator so konstruiert, dass er sich automatisch anpasst.

Das fertige Etikett wird vom Trägerband abgeschält, per Vakuum angesaugt und über Transportbänder auf der Applikator-Platte nach vorne zum Produkt befördert. Der Vorschub des Etiketts erfolgt mit 700 mm/s extrem schnell. Auf diese Weise können alle 2 Sekunden Reifen mit immer neuen, aktuellen Informationen etikettiert werden.

Besondere Anforderungen an Etikett und Folie Damit die Etiketten so schnell und reibungslos auf die Reifen aufgebracht werden können, müssen diese ganz besondere Eigenschaften haben. Die speziellen Etiketten stammen aus der BluhmWeber-Etikettenproduktion. Grundvoraussetzung war natürlich, dass die Etiketten keinen Einfluss auf die Reifenqualität haben. Bei der Wahl des Etikettenmaterials und klebers spielten vor allem die Umgebungsbedingungen eine große Rolle. Das Umfeld in der Reifenindustrie ist staubig und die frisch produzierten Reifen geben noch Hitze ab. Allein die Umgebungstemperatur beträgt bis zu 40 Grad. Die Lösung: Eine spezielle, modifizierte Zusammensetzung des Klebers auf Kautschukbasis sorgt für eine gute Anfangs- und Endhaftung sowie für eine optimale Verspendeeigenschaft des Etiketts - ohne Kleberaustritt. Trotzdem lässt sich das Etikett später im Reifenhandel von den Monteuren in einem Stück wieder leicht vom Reifen entfernen. Damit die Etiketten auf den Reifen auch den späteren Transport und die Lagerung unbeschadet überstehen, wurde eine besonders strapazierfähige Folie gewählt. Doch nicht nur das Etikett selbst, sondern auch die individuell aufgedruckten Informationen müssen den extremen Bedingungen Stand halten. Daher wurde auch eine ganz besondere Thermostransferfolie für die nachträgliche Bedruckung der Etiketten mit wechselnden Inhalten eingesetzt. So ist auch der Druck auf dem Etikett abriebfest und witterungsbeständig und die Reifen können auf ihre Reise in den Handel antreten.

Bluhm Systeme ist Aussteller auf der Messe Reifen in Essen, in Halle 2.0, Stand 305.

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