"Mit Herz dabei"

Neue Versorgungsform für chronisch Herzkranke startet in Hessen

(PresseBox) (Frankfurt, ) „Mit Herz dabei“ ist das neue integrierte Versorgungsprogramm der TAUNUS BKK zusammen mit der Kardiologie-Plattform Hessen eG, mit medicalnetworks und mit PHTS Telemedizin. Das Programm startete im Januar 2009 zunächst in Hessen. Ziel ist es, die Versorgung von chronisch herzinsuffizienten Patienten zu verbessern und behandelnden Ärzten und Kliniken sektorenübergreifend die Möglichkeiten zu geben, ihre Patienten entsprechend der Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie zu versorgen.

Wie ist das Programm aufgebaut? Zunächst werden die Patienten gebeten, sich von ihrem Hausarzt an den Facharzt überweisen zu lassen. Geeignete Patienten werden vom Kardiologen online, über eine Software der Managementgesellschaft medicalnetworks, in das Integrationsprogamm eingeschlossen. medicalnetworks erinnert die Patienten auch an ihre regelmäßigen quartalsmäßigen Untersuchungen beim Haus- und Facharzt. Patienten mit erhöhtem Risiko werden ergänzend telemedizinisch betreut. Sie erhalten die Möglichkeit, ihr Gewicht und ihren Blutdruck täglich an das Telemedizinische Zentrum von PHTS Telemedizin zu übermitteln. Da jede chronische Herzinsuffizienz irgendwann akut wird, erhalten Patienten mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung zusätzlich ein 12-Kanal-EKG mit nach Hause. Die Patienten können dieses mobile EKG rund um die Uhr, in weniger als 20 Sekunden im Telemedizinischen Zentrum auswerten lassen.

„Wir schaffen mit diesem bundesweit neuartigen Programm ’Mit Herz dabei’ eine neue Versorgungsstruktur“, erklärt Cordula Gierg, Mitglied der Unternehmensleitung der TAUNUS BKK. „Insgesamt verbessern wir die Koordination der Behandlung durch den Haus- und Facharzt, das Akutkrankenhaus und die Rehabilitationseinrichtung im Sinne der Patienten. Aufgrund unserer langjährigen positiven Erfahrungen mit dem telemedizinischen Betreuungsprogramm von PHTS Telemedizin, Zertiva®, gehen wir dabei auch von parallelen Kosteneffekten aufgrund von z. B. selteneren Krankenhausaufenthalten aus.“

Die Diagnose der chronischen Herzinsuffizienz bedeutet für die Patienten eine fortschreitende Abnahme der Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. „Aus kardiologischer Sicht sehen wir einen entscheidenden Vorteil der neuen Versorgungsstruktur darin, dass wir auf Veränderungen des klinischen Zustandes schneller reagieren können“, sagt Dr. med. Lothar Krehan, niedergelassener Kardiologe und Vorstand der Kardiologie-Plattform Hessen eG. „Durch eine enge Therapieführung und vielfältige Unterstützung, ermöglichen wir den Patienten ein größeres Maß an Sicherheit im Umgang mit ihrer Erkrankung.“

Herzinsuffizienz ist eine Volkskrankheit. Aus ihr resultieren lange Phasen von Arbeitsunfähigkeit sowie eine hohe Rate an krankheitsbedingter Erwerbsunfähigkeit. Alleine die Kosten für stationäre Behandlungen liegen in Deutschland bei 2,7 Milliarden Euro pro Jahr. Das lässt sich auf Hessen runterrechnen: hier gibt es rund 120.000 Patienten, bei jährlich 16.000 Neuerkrankungen. Die Krankheitskosten liegen bei rund 220 Millionen Euro im Jahr; aufgrund der demographischen Entwicklung mit steigender Tendenz.

Die neuen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie wurden Ende 2008 veröffentlicht. Dort wird für Risikopatienten die Teilnahme in einem Management-programm empfohlen. Als Risikopatient werden diejenigen eingestuft, die bereits aufgrund ihrer Herzerkrankung im Krankenhaus behandelt werden mussten. „Mit Herz dabei“ greift diese Empfehlung auf und setzt sie in die Praxis um.

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