BITKOM reagiert mit seinem Vorschlag auf einen Wunsch des Bundesumweltministeriums. Das Ministerium hatte die Wirtschaft um Vorschläge für das "Aktionsprogramm Klimaschutz 2020" gebeten. Das ressortübergreifende Programm will die Bundesregierung im November beschließen. Hintergrund: Gemäß den Plänen der Bundesregierung sollen die Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken. Jedoch gehen laut Ministerium aktuelle Studien davon aus, dass durch die bisherigen Maßnahmen nur gut 30 Prozent erreicht werden.
Rechenzentren verbrauchen in Deutschland rund 1,8 Prozent des gesamten Stroms, also rund 10 Terawattstunden jährlich. BITKOM schätzt, dass davon rund ein Fünftel in älteren Rechenzentren für Kühlung und Stromversorgung benötigt wird. Würde die Effizienz dieser Anlagen nur um 10 Prozent erhöht, so sparte dies rund 200 Gigawattstunden im Jahr, umgerechnet 115.000 Tonnen Kohlendioxid. Die Klimatisierung von Rechenzentren ist notwendig, da zu hohe Temperaturen den Rechnern schaden. Zudem müssen sie mit einer so genannten Unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) ausgestattet sein, die jedoch selbst ebenfalls Strom verbraucht. Sie garantiert bei einem Netzausfall den nahtlosen Weiterbetrieb der Anlagen.