Beta Systems realisiert im ersten Halbjahr 2010 positive Effekte aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs ECM

(PresseBox) (Berlin, ) Die Beta Systems Software AG (BSS, ISIN DE0005224406) hat im ersten Halbjahr 2010 ein Ergebnis (nach Steuern) in Höhe von € 2,2 Mio. erzielt. Wesentlicher Effekt war der aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs ECM erzielte Veräußerungsgewinn in Höhe von € 4,9 Mio. (vor Steuern), der das aufgrund saisonaler Schwankungen negative Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft in Höhe von € -1,4 Mio. (nach Steuern) mehr als kompensierte.

Sondereffekte aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs ECM Q1-Q2/2010

- Veräußerung von Nettovermögen in Höhe von € 10,9 Mio.
- Veräußerungsgewinn in Höhe von € 4,9 Mio. (vor Steuern)
- Sonstige Erträge in Höhe von € 0,6 Mio.

Durch die Veräußerung wurden Vermögenswerte in Höhe von € 21,0 Mio. (Stand per 31.05.2010) verkauft, die dem Segment ECM zuzuordnen waren. Dem gegenüber standen Schulden in Verbindung mit diesen Vermögenswerten in Höhe von € 10,1 Mio. (Stand per 31.05.2010). Im Zuge der Realisierung aller nicht vom Eintritt bestimmter Bedingungen abhängiger Kaufpreiskomponenten fiel im ersten Halbjahr ein Veräußerungsgewinn (vor Steuern) in Höhe von €

4,9 Mio. an. Gleichzeitig wurden im Rahmen der übergangsweisen Erbringung von administrativen Services (u.a. Buchhaltung, Berichtswesen, Personalverwaltung, IT-Dienstleistungen) für die veräußerte Beta Systems ECM Solutions GmbH sonstige Erträge in Höhe von € 0,6 Mio. erzielt.

Operative Entwicklung in den fortgeführten Geschäftsbereichen Q1-Q2/2010 (DCI/IdM)

- Verhaltener Geschäftsverlauf mit Verzögerungen bei wichtigen Großprojekten im fortgeführten Infrastruktursoftware-Geschäft (nach Großaufträgen im Vorjahreszeitraum)
- Signifikante Kosteneinsparungen von über € 2,0 Mio. bei Betriebsaufwendungen
- Steigerung des betrieblichen Cashflow um € 1,4 Mio. auf € 7,9 Mio. (Q1-Q2/2009: € 6,5 Mio.)
- Betriebsergebnis (EBIT) sinkt auf € -1,8 Mio. (Q1-Q2/2009: € -0,3 Mio.)

Die außerordentlich gute vertriebliche Leistung des Vorjahres im fortgeführten Infrastruktursoftware-Geschäft (Geschäftsbereiche DCI/IdM) konnte in der ersten Jahreshälfte 2010 aufgrund der Zurückhaltung einiger Kunden bzw. verzögerten Entscheidungen bei Großprojekten noch nicht im gleichen Maße wiederholt werden. Der Umsatz ging demzufolge auf € 20,7 Mio. zurück (Q1-Q2 2009: € 25,1 Mio.).

Das Betriebsergebnis (EBIT) sank trotz signifikanter Kosteneinsparungen von über € 2,0 Mio. bei den Betriebsaufwendungen mit € -1,8 Mio. unter das Vorjahresniveau (€ -0,3 Mio.). Gleichzeitig konnte jedoch der betriebliche Cashflow als wichtige Kennziffer erneut um € 1,4 Mio. auf € 7,9 Mio. gesteigert werden, so dass die Finanzposition des Unternehmens durch Absenkung der kurzfristigen Kredite um € 9,3 Mio. im Vergleich zum Jahresende 2009 deutlich verbessert werden konnte.

Ausblick Q3-Q4/2010

- Vorstand passt Prognose für fortgeführtes Geschäft an

Die zu Jahresbeginn getätigten Aussagen zum Ausblick hinsichtlich Umsatz und Ergebnis werden - ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten - für das Geschäft auf fortgeführter Basis neu getroffen. Somit rechnet das Management zum jetzigen Zeitpunkt in den Geschäftsbereichen DCI und IdM mit einem Umsatzniveau von ca. € 50 Mio. (2009: rund € 52 Mio.) und einer im Rahmen der Kostensenkungen verbesserten EBIT-Marge im mittleren einstelligen Prozent-Bereich (2009: rund 4%).

Viele Großkunden hinterfragen momentan ihre größeren IT-Investitionen weiterhin kritisch und beauftragen erfahrungsgemäß Großprojekte erst am Jahresende. Demzufolge wird im Infrastrukturgeschäft erst im vierten Quartal mit signifikanten Vertragsabschlüssen gerechnet. Dies führt zu einer Verschiebung des unterjährigen Break-Even-Zeitpunkts und die Abhängigkeit des Konzernergebnisses von diesen Lizenzumsätzen am Jahresende nimmt zu.

Zusätzliches positives Ergebnispotenzial besteht in der zweiten Jahreshälfte 2010 durch an den Eintritt bestimmter Bedingungen geknüpfter zusätzlicher Kaufpreiskomponenten für ECM in Höhe von bis zu € 2,0 Mio.

Gleichzeitig rechnet der Vorstand für den Umbau des Unternehmens und die Neupositionierung nach erster Analyse für die zweite Jahreshälfte 2010 mit Einmalaufwendungen in einer Größenordnung bis zu € 5,0 Mio.

Kommentare des Vorstands

Jürgen Herbott, Vorstandsvorsitzender der Beta Systems Software AG erklärt hierzu: "Die im Infrastrukturgeschäft eingeschlagene 'Buy & Build'-Innovationsstrategie ist gut und richtig. Sie setzt jedoch eine grundsätzlich neu aufgestellte und deutlich profitable Beta Systems voraus. Hierzu müssen nach dem ECM-Verkauf Strukturen und Prozesse überprüft und gegebenenfalls optimiert werden. Dazu werden wir unmittelbar nach der Hauptversammlung intern und mit dem neuen Aufsichtsrat die erforderlichen Gespräche führen und die notwendigen Maßnahmen bis Jahresende in die Wege leiten."

"Durch den ECM-Verkauf und das verstärkte Cash-Management im fortgeführten Geschäft haben wir unsere Finanz- und Vermögensposition grundlegend und nachhaltig verbessert. Das bedeutet nicht nur eine solide Basis für die anstehende Neupositionierung, sondern bietet auch finanziellen Spielraum für die Nutzung kleinerer Akquisitionschancen im Rahmen unseres 'Buy & Build'", fügt Finanzvorstand Gernot Sagl hinzu.

Vollständiger Bericht

Der vollständige 6-Monatsbericht 2010 wird am 3. August 2010 unter http://www.betasystems.de in der Rubrik Investor Relations/Finanzberichte veröffentlicht.

Schlusshinweis

Alle in dieser Unternehmensmitteilung genannten Beträge sowie die daraus abgeleiteten Angaben (z.B. Prozentangaben) beziehen sich auf volle Tausendb € kaufmännisch gerundete und im Verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2010 dargestellte Angaben.

BETA Systems Software AG

Die Beta Systems Software AG (Prime Standard: BSS, ISIN DE0005224406) bietet Großunternehmen branchenübergreifend hochwertige Infrastruktursoftware. Diese erhöht die Leistungsfähigkeit der Unternehmens-IT in punkto Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Flexibilität. Rechenzentren optimieren ihr Job und Output Management. Darüber hinaus werden insbesondere Unternehmen mit hohen User-Zahlen bei der Automatisierung ihrer IT-Benutzerverwaltung unterstützt. Durch die verbesserte Sicherheit werden auch die geschäftlichen Anforderungen in Bezug auf Governance, Risikomanagement und Compliance (GRC) erfüllt.

Beta Systems wurde 1983 gegründet, ist seit 1997 börsennotiert und beschäftigt rund 350 Mitarbeiter. Sitz des Unternehmens ist Berlin. Beta Systems ist in den Kompetenz-Centern Köln und Calgary sowie international mit 18 eigenen Konzerngesellschaften und zahlreichen Partnerunternehmen aktiv. Weltweit optimieren mehr als 1.300 Kunden in über 3.200 laufenden Installationen ihre Prozesse und verbessern ihre Sicherheit mit Produkten und Lösungen von Beta Systems. Beta Systems generiert rund 50 Prozent seines Umsatzes international. Rund 200 dieser Kunden kommen aus den USA und Kanada.

Weitere Informationen zum Unternehmen und den Produkten sind unter www.betasystems.de zu finden.

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