BvD-Datenschutztage: Experten diskutieren Bedeutung des Datenschutzes als Wettbewerbsfaktor

Fachtagung des Berufsverbandes mit Bundesjustizminister Heiko Maas, der Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff, dem EU-Berichterstatter Jan Philipp Albrecht und Dr. Kim Nguyen von D-Trust

(PresseBox) (Berlin, ) Welche Bedeutung der Datenschutz als Wettbewerbsfaktor hat, diskutieren Datenschutzbeauftragte mit Fachleuten aus Politik und Wirtschaft auf den BvD-Datenschutztagen 2014 am 21. und 22. Mai 2014 in Berlin. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) wird die Keynote zum Thema "Wettbewerbsvorteil Datenschutz" halten. Jan Philipp Albrecht, Mitglied des Europäischen Parlamentes für Bündnis 90/Die Grünen, wird über den aktuellen Stand der Ausarbeitung der EU-DSGVO sprechen. Im Vortrag der Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff wagt die Rednerin einen Ausblick in die Zukunft des Datenschutzes. Welche wirtschaftlichen Vorteile sich aus dem Spannungsfeld Datenschutz und Big Data ergeben, ergründet schließlich Dr. Kim Nguyen von D-Trust. Zusätzlich zu den Vorträgen bietet der BvD 18 Workshops an, die von den Teilnehmern der BvD-Datenschutztagen besucht werden können.

In den Workshops werden die Inhalte aus den Vorträgen aufgegriffen und von den Workshop-Leitern weiter vertieft. Der BvD erwartet an seinen Datenschutztagen einen großen Zulauf, gerade mit Blick auf die aktuellen, täglichen Nachrichten und Diskussionen in der Öffentlichkeit rund um Datenschutz, Spionage und Kontrolle von persönlichen Daten. "In der letzten Zeit mussten sich Datenschutzbeauftragte mitunter fragen lassen, ob man Datenschutz in Zeiten globaler Spionage noch benötigt", erklärt BvD-Vorstandsvorsitzender Thomas Spaeing. Insbesondere wo alle Welt mit seinen Daten so sorglos sei, da könne man doch nichts mehr machen. "Doch das Gegenteil ist der Fall: Daten sind immer mehr zu einer Währung geworden, zum Objekt der Begehrlichkeiten. Und die Menschen, die es betrifft, reagieren auf Missbrauch immer sensibler", erklärt Thomas Spaeing. Umfragen belegten permanent, dass den Menschen die Sicherheit ihrer Daten etwas wert sei und sie zunehmend danach ihre Dienstleister auswählen. "Bereits in den 90er Jahren wurde prophezeit, dass Daten das Gold der Zukunft sind. Jetzt sind wir in dieser Zukunft. Eindeutig ist: Deutschland profitiert von seinem hohen Datenschutzniveau", erklärt er. Auch deswegen hat der BvD den Datenschutz als Wettbewerbsfaktor zum Thema dieser BvD-Datenschutztage gemacht. "Wir freuen uns darauf, mit der Veranstaltung eine Plattform anbieten zu können, auf der sich Experten aus Politik und Wirtschaft und Datenschutzbeauftragte aus der Praxis über die Wettbewerbsbedeutung des Datenschutzes grundlegend austauschen können", sagt der Datenschützer.

Der BvD freut sich besonders, dass mit Heiko Maas der Bundesjustizminister sein Kommen zugesagt hat. Er wird am Donnerstag, 22. Mai, die Keynote zum Thema halten. Auch die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff, Dr. Kim Nguyen von D-Trust und Jan Philipp Albrecht, Mitglied des Europäischen Parlamentes, werden sich als Gäste des BvD zur Rolle und Bedeutung des Datenschutzes heute und in der Zukunft äußern.

Nach dem Mittag stehen insgesamt 18 verschiedene Workshops in drei Blöcken auf dem Programm. "Den Teilnehmern steht eine breite Auswahl an relevanten Praxis-Workshops zur Verfügung, die wichtige Punkte aus den Vorträgen vom Vormittag vertiefen werden", erklärt der stellvertretende BvD-Vorstandsvorsitzende Jürgen Hartz. Parallel findet im Veranstaltungshotel NH-Berlin Mitte wieder eine Ausstellung mit Partnern des BvD statt. "Auch hier konnte der BvD das Angebot noch einmal ausweiten", sagt Jürgen Hartz.

Der BvD setzt auf einen breiten Austausch zwischen den teilnehmenden Datenschützern. "Erfahrene Datenschützer geben uns aktuelle Denkanstöße und analysieren die kommenden Aufgaben der Informationsgesellschaft. Besonders willkommen ist vielen Teilnehmern daher sicherlich der lockere fachliche Austausch mit den anwesenden Experten, und auch der soll dieses Jahr wieder ausreichend Raum erhalten", sagt Thomas Spaeing.

Am Vortag wird es wieder drei verschiedene Fachseminare geben. Themen sind unter anderem die Nutzung personenbezogener Daten, der Arbeitnehmerdatenschutz und 'Bring your own device'. Um 16 Uhr findet am Mittwoch, 21. Mai, die Mitgliederversammlung des Berufsverbandes statt.

HINWEIS FÜR DIE REDAKTIONEN: Der BvD e.V. lädt Sie herzlich zur Teilnahme an den BvD-Datenschutztagen ein. Bei Interesse melden Sie sich zwecks Akkreditierung bitte einfach kurz telefonisch in der Geschäftsstelle unter Tel: 030 . 26 36 77 60 oder schriftlich per E-Mail an bvd-gs@bvdnet.de.
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Über den Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V.

Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. fördert die beruflichen Interessen seiner Mitglieder, der Datenschutzbeauftragten in Behörden und Betrieben. Er setzt sich aktiv für die Etablierung des Berufsbildes "Datenschutzbeauftragter" in Deutschland ein. Dazu bündelt er Fragen aus der Praxis und arbeitet kontinuierlich an der Definition des Berufsbildes.

Der BvD bietet das kompetente Netzwerk für die tägliche Berufsausübung und stellt einen permanenten Austausch mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Aufsichtsbehörden sicher. Dazu gehört die Einflussnahme auf wichtige Gesetzgebungsverfahren. Dies geschieht bspw. durch öffentliche Stellungnahmen und in Hintergrundgesprächen mit Politikern, Aufsichtsbehörden und Journalisten. Zusätzlich informiert er regelmäßig Entscheider aus Wirtschaft und Politik über das Berufsbild sowie über die Leistungen des Datenschutzbeauftragten und betreibt gezielte Öffentlichkeitsarbeit.

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