Alles eine Frage der Definition!

Ist der Fachkräftemangel ein Mangel an Mitarbeitern oder an Kompetenz?

(PresseBox) (Bielefeld, ) Die Sommerpause ist vorbei. Das Sommerloch gefüllt - wieder einmal waberte das Drohgespinst „Fachkräftemangel“ durch die Medien. Dieser Mangel würde die Unternehmen in Deutschland schon in naher Zukunft ereilen. Aber was bedeutet der Fachkräftemangel eigentlich wirklich? Gibt es zu wenige Fachkräfte – oder mangelt es einfach nur an Kompetenz?

„Nicht weitere Fachkräfte, sondern echtes Fachwissen wird benötigt“ – so lautet die Antwort von Heinz Beckmann auf diese Frage. Schließlich sieht der Geschäftsführer der Beckmann & Partner Consult, dass es in Sachen Kompetenz an vielen Stellen „hakt“. Da gibt es Manager, die nur den höchsten Börsengewinn im Sinn haben, anstatt strategisch im Sinne des Unternehmens und der Mitarbeiter zu agieren. Da gibt es Einkäufer, die stets auf die billigste Leistung setzen, statt die beste und sinnvollste für ihre Fachbereiche einzukaufen. Selbst Politiker oder Richter fällen Entscheidungen in Bereichen, die sie lediglich aus Büchern kennen, aber die sie in ihrem eigenen Leben niemals kennen gelernt haben. Zudem gibt es Politiker, die täglich eins unter Beweis stellen - ihre vollständige Inkompetenz. Und Richter, die nicht Recht sprechen, sondern Vergleiche schließen - sprich faule Kompromisse schmieden. „Letztendlich kümmert sich sogar die EU lieber um die richtige Krümmung der Banane, statt darum, die wirklichen Probleme dieser europäischen Gemeinschaft anzugehen“.

Aber wie kommen nun die fehlenden kompetenten Fachkräfte zu den Unternehmen? In diesem Prozess kommt die Arbeitsagentur ins Spiel. Die Mitarbeiter dort verfolgen das Ziel, den Unternehmen geeignete Fachkräfte zu vermitteln. Hoffnungslos überfordert, erreichen sie aber nur eins – die Arbeitslosigkeit zu verwalten. Denn in der Realität verhindert die Bürokratie den schnellen und gezielten Einsatz von kompetenten Arbeitssuchenden, ist Heinz Beckmann überzeugt: „In der Zeit, in der die großen Mühlen der Arbeitsagentur mahlen, bis eine Lösung gefunden ist, gibt es das Problem in vielen Fällen schon längst nicht mehr.“ Vielleicht können wir die vielen am Bedarf vorbei ausgebildeten Gablerstaplerfahrer und Lageristen zum Einlagern unsinniger Lösungen einsetzen?

Viele Unternehmen sehen ihr Heil also in einer neuerlichen Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) wollen sogar zwölf Prozent von 1.600 befragten Unternehmen im aktuellen Aufschwung gut ausgebildete Fachkräfte aus dem Ausland anwerben. „Wir fliegen zum Mond, wir sind in der Lage Großes zu vollbringen – aber wenn es um Probleme im eigenen Land geht, schaffen wir lieber neue Schauplätze, als die vorhandenen wirklich anzugehen“, erklärt Heinz Beckmann. Vielleicht sollte Deutschland also bei den bereits zugewanderten Menschen erst einmal das vorhandene Potenzial zutage fördern, indem die Menschen hier nachhaltig integriert werden – bevor die Probleme in diesem Bereich möglicherweise potenziert werden.

Aber wie lässt sich dann der beklagte Fachkräftemangel beseitigen? Heinz Beckmann geht davon aus, dass die Unternehmen tatsächlich Fachkräfte benötigen. „Aber ich bin nicht davon überzeugt, dass wir einen Fachkräftemangel zu beklagen haben. Vielleicht liegt die Schuld an der Misere einfach an unserer Unfähigkeit, die Dinge fachgerecht zu definieren: Das einzige, was wir brauchen, sind kompetente Leute, die sich mit all ihrem Fachwissen einbringen und sich engagieren. An allem anderen mangelt es uns nicht.“

Der nächste Sommer kommt bestimmt. Die nächste überflüssige Diskussion um Fachkräftemangel ebenso.

Beckmann & Partner CONSULT GmbH

Als Dienstleister für die Informatik und das Kreditwesen bietet Beckmann & Partner CONSULT seinen Kunden ein ausgereiftes Leistungsspektrum an: Die Auswahl und Entwicklung betriebswirtschaftlicher Software sowie die Prozessoptimierung für das Kreditwesen gehören zu den Kernkompetenzen. Das 1995 gegründete Unternehmen agiert als GmbH und wird von Gesellschaftern geführt, die aktiv im Tagesgeschäft tätig sind. Die Geschäftsleitung ist dabei der Garant für Kontinuität und Tranparenz: Partnerschaftlich zu agieren und soziale Verantwortung zu übernehmen, gehört ebenso zum Leitbild des Unternehmens wie die Bereitschaft, eine eigene Meinung zu bilden und für diese aktiv einzustehen. Eine Philosophie, die alle "Mit"arbeiter - Banker und Informatiker - im Projekt leben.

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