Handwerkstag zu Plänen aus dem Kultusministerium

Traublinger: „Durchlässigkeit wird zum Aderlass“

(PresseBox) (München, ) Der Bayerische Handwerkstag (BHT) zeigt sich sehr besorgt über die von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle angekündigten Pläne, die Quote der bayerischen Abiturienten weiter in die Höhe zu treiben. „Wir haben in Bayern das am besten funktionierende Schulsystem mit einer ausgewogenen Verteilung der Schüler auf die ver-schiedenen Schularten. Das beweist eindrucksvoll auch der neueste Bertelsmann-Bildungsatlas“, betont BHT-Präsident Heinrich Traub-linger, MdL a. D.

Traublinger: „Die aktuellen Entwicklungen sind nicht neu, zeigen aber einmal mehr, welche Ziele die Bayerische Staatsregierung verfolgt. Nach außen hin wird die Haupt- und Mittelschule stark geredet, im Hintergrund aber werden alle Weichen in Richtung Abitur gestellt.“ Die Gelenkklassen an weiterführenden Schulen oder das flächende-ckende Angebot von Einführungsklassen an Gymnasien für Schüler mit Mittlerem Schulabschluss seien alles kleine Aderlässe, die die Mittelschule auf Dauer nicht überleben könne, so der BHT-Präsident. Immerhin kommen auch in diesem Jahr rund zwei Drittel der 30.000 neuen Lehrlinge im bayerischen Handwerk aus der Haupt- und Mit-telschule.

„Die Durchlässigkeit des Bildungssystems per se ist gut, die neuen Pläne suggerieren jedoch den Schülern und Eltern, dass am Ende einer erfolgreichen Schullaufbahn das Abitur stehen muss. Die Zei-ten, in denen der Mensch angeblich erst beim Abiturienten beginnt, sind längst vorbei!“, so der BHT-Präsident. Zudem steht jeder Handwerksmeisterin und jedem Handwerksmeister heute der direkte Weg an die bayerischen Universitäten und Hochschulen offen – auch ganz ohne Abitur.

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