Gemeinschaftsinitiative unterzeichnet

Schutz des Handwerks vor der Krise

(PresseBox) (München, ) Die Bayerische Staatsregierung, die bayerischen Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben gestern Abend gemeinsam mit dem Bayerischen Handwerkstag eine Initiative gestartet, um die bayerischen Handwerksbetriebe bestmöglich vor der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise zu schützen. Im Vordergrund steht dabei, den Handwerksunternehmern ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten und Programmkredite zu fairen Konditionen zur Verfügung zu stellen.

"Damit tragen sowohl die Bayerische Staatsregierung als auch die Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die zu 80 Prozent die Hausbanken des Handwerks sind, der Tatsache Rechnung, dass das Handwerk in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise in besonderem Maße zur Stabilisierung der gesamten Volkswirtschaft beiträgt," erklärte der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, MdL a. D., bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. Traublinger: "Staatsregierung, Kreditwirtschaft und Mittelstand ziehen hier in Bayern an einem Strang. Das macht Mut für die kommenden Herausforderungen." Das Dokument unterzeichneten außerdem Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel, der Vizepräsident des Sparkassenverbandes Bayern, Rudolf Faltermeier, der stv. Vorstandsvorsitzende des Genossenschaftsverbandes Bayern, Erhard Gschrey und BHT-Hauptgeschäftsführer Dr. Lothar Semper.

Es wurde vereinbart, dass die Sparkassen und Genossenschaftsbanken beispielsweise den handwerklichen Meisterbrief, mit dem fundierte berufliche und betriebswirtschaftliche Kenntnisse nachgewiesen wurden, bei der Bonitätsanalyse als besonders positiv und ratingverbessernd werten. Ebenso empfehlen Sparkassenverband und Genossenschaftsverband ihren Mitgliedsbanken, bei Handwerksunternehmern, die sich regelmäßig erfolgreich von den Beratern der Handwerksorganisation beraten lassen, dies bei den Finanzierungskonditionen zu berücksichtigen. Werthaltiges Privatvermögen wie Immobilen soll in Ergänzung zum Ratingergebnis ebenfalls zu einem verbilligten Zinssatz führen.

Die Bayerische Staatsregierung bemüht sich, die Investitionstätigkeit des Handwerks durch zinsgünstige Programme der LfA Förderbank Bayern zu unterstützen. Sie stellt entsprechende Mittel bereit, damit die Bürgschaftsbank Bayern und die LfA ausreichende Bürgschaften für Kreditnehmer aus dem Handwerk vergeben können.

Das bayerische Handwerk umfasst 186.000 Betriebe mit ca. 864.000 Beschäftigten und 88.300 Lehrlingen. 2008 erwirtschaftete es 92,1 Mrd. Euro an Umsätzen und investierte rund 2,7 Mrd. Euro.

Ein Foto von der Unterzeichnung im jpg-Format kann kostenfrei unter presse@bht-muenchen.de angefordert werden.

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