Bayerisches Handwerk kritisiert Bertelsmann-Studie

Traublinger: Steuerung der Berufsbildung von oben überflüssig

(PresseBox) (München, ) "Es ist zum großen Teil das Verdienst des dualen Berufsbildungssystems, dass in Deutschland die niedrigste Jugendarbeitslosenquote in Europa herrscht. Das ist auch mit ein Grund dafür, dass Deutschland weltweit für sein qualifiziertes Berufsbildungssystem beneidet wird", betont der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, MdL a. D. Mit Ablehnung reagiere das bayerische Handwerk daher auf die meisten Handlungsempfehlungen der Bertelsmann Stiftung in ihrer Studie zur Steuerung der beruflichen Bildung im internationalen Vergleich. "Mit seinem Papier 'Ganzheitlich-Passgenau-Anschlussfähig' hat das Handwerk bereits den Weg einer Innovationsstrategie beschrieben und damit die notwendigen Antworten für die Zukunft gegeben", so Traublinger.

Mit rund 32.000 neuen Ausbildungsverhältnissen im Jahr allein in Bayern und einer Ausbildungsquote von über 10 Prozent sei die duale Berufsausbildung im Handwerk hervorragend aufgestellt, erklärt der BHT-Präsident. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des dualen Berufsbildungssystems sei die Zusammenarbeit der Sozialpartner bei der Entwicklung marktgerechter Ausbildungsberufe. Forderungen nach neuen Behörden zur Steuerung der Berufsausbildung, zur Neuorganisation des Prüfungswesens oder der Schaffung von Berufen durch Weisung von oben seien überflüssig und gefährdeten die Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze im Handwerk. Traublinger: "Man muss endlich aufhören, das deutsche duale System schlecht zu reden. Es beweist jeden Tag aufs neue seine große Leistungsfähigkeit in der Realität."

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