Italien bleibt 2008 größter Aussteller auf deutschen Messen

Ausstellerzuwachs aus Ostasien gebremst

(PresseBox) (Berlin, ) Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 93.000 Aussteller aus dem Ausland an den überregionalen Messen in Deutschland. Den größten Ausstelleranteil haben nach wie vor die EU-Länder mit 51,5%. Das Wachstum aus Ostasien ist deutlich gebremst; größter Aussteller nach Beteiligungen deshalb bleibt Italien, gefolgt von China und Großbritannien. Dies ergab eine aktuelle Analyse des AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.

Die Zahl der ausländischen Aussteller auf den überregionalen Messen in Deutschland stieg im Jahresvergleich 2008/2007 um 3,6%. Den größten Anteil haben die EU-Länder mit knapp 48.000 Beteiligungen; gefolgt von der Region Süd-Ost-Zentral-Asien (25.000), die nach einem turnusbedingten Rückgang 2007 wieder um gut 6% zulegte.

Die Beteiligungen aus der Europäischen Union stiegen um 3%: Deutliche Zuwächse gab es aus Schweden (+17%), Großbritannien (+10%) und Frankreich (+8%), während Italien (-6%) und Spanien (- 3%) Rückgänge registrierten. Die Beteiligungen aus der VR China legten um 8% zu (2007: +2%). Die Zeit der zweistelligen Wachstumsraten ist aber offensichtlich zu Ende - noch 2006 erzielte China ein Plus von über 30%. Taiwan verzeichnete turnusbedingt wieder einen deutlichen Anstieg um 24%, erreichte aber auch nicht mehr das Ergebnis des Jahres 2006. Indien legte nur um 2% zu, aus Korea war ein Ausstellerminus von fast 8% zu verzeichnen.
Bemerkenswert ist auf der anderen Seite ein 20%iger Ausstellerzuwachs aus Japan.

Die östlichen EU-Länder erreichen offensichtlich nicht mehr die teilweise starken Zuwächse der letzten Jahre: So kamen aus Polen knapp 6% mehr, aus Tschechien knapp 2% mehr, aus Ungarn sogar fast 3% weniger Aussteller. Auch die Beteiligungen aus den baltischen Staaten stagnierten weitgehend.

Unter den größeren europäischen Nicht-EU-Staaten verzeichnete die Schweiz 7% mehr Aussteller, die Türkei 6% mehr, während die Beteiligungen aus Russland um 2% zurückgingen. Von niedrigem Niveau aus stieg die Ausstellerzahl aus der Ukraine um 23%. Die Beteiligungen aus dem Nahen und Mittleren Osten blieben mit gut 1.400 Beteiligungen weitgehend konstant. Die Vereinigten Arabischen Emirate legten jedoch erneut zweistellig zu auf fast 350 Aussteller.
Größter Aussteller der Region ist Israel mit 600 Ausstellern (+17%).

Einen Zuwachs um 3% verzeichnete Nordamerika: Während die USA um fast 5% zulegten, ging die Zahl der Aussteller aus Kanada leicht zurück. Die Beteiligungen aus Lateinamerika sind unverändert stark durch die Präsenz auf der in ungeraden Jahren stattfindenden Ernährungsmesse ANUGA geprägt. Entsprechend ging die Ausstellerzahl um 21% auf knapp 2.000 zurück. Auch die großen Länder des Subkontinents wie Brasilien, Argentinien und Mexiko sind davon betroffen.

Die Beteiligungen aus Afrika gingen - ebenfalls bedingt durch umfangreiche Lebensmittelpräsentationen - zurück, allerdings nur um 5%. Aus einigen Ländern kamen sogar mehr Aussteller als 2007, so aus Kenia und Namibia. Die größte Ausstellerpräsenz auf deutschen Messen hat weiterhin Südafrika mit rund 360 Firmen; die meisten Beteiligungen verzeichnete jedoch Ägypten, das auf 44 deutschen Messen ausstellte.

Aus Australien und Ozeanien wurden knapp 15% weniger Aussteller registriert. Gegen den Trend stieg allerdings die Ausstellerzahl aus Neuseeland - um 4%, das sich an immerhin 41 Messen beteiligte. Zwei Drittel der Beteiligungen aus der Region entfallen jedoch auf Australien (74).

Das Land mit dem breitesten Messespektrum war die Schweiz, die sich an 151 von 153 überregionalen Messen beteiligte, vor Österreich (150), Italien (148), den Niederlanden (147) und Frankreich (146).

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