Wir können. Ich kann. Gauting kann.

Zehn Jahre Weltkrebstag unter dem weltweiten Motto: „Wir können. Ich kann.“

(PresseBox) (Gauting, ) Gemeinsam im Kampf gegen Krebs: Auf dem Gelände der Asklepios Fachkliniken München-Gauting engagieren sich gleich zwei Institutionen für krebskranke Menschen: die Lungenfachklinik und die Aktion Knochenmarkspende Bayern.

Mit etwa einer halben Million Neuerkrankungen im Jahr gehört Krebs zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland und ist zweithäufigste Todesursache. Die Hälfte der Krebserkrankungen fällt auf die vier häufigsten Krebsformen Brust-, Lungen, Prostata- und Darmkrebs. Anlässlich des 10. Weltkrebstages am 4. Februar 2016 unter dem Motto „Wir können. Ich kann.“ finden weltweit Aktionen statt, um die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Das Motto soll hervorheben, dass jeder sich engagieren kann – ob als Privatperson oder im Kollektiv. In Gauting gibt es zwei Einrichtungen, die sich im Kampf gegen den Krebs engagieren: Die Asklepios Fachkliniken München-Gauting und die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern.

„Für die Stammzellentnahmen aus dem Knochenmark arbeiten wir schon seit langen Jahren zuverlässig mit der Asklepios Lungenklinik zusammen, da unsere Spender hier optimal betreut werden.“, so Dr. med. Hans Knabe, Vorstand der Stiftung. Die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern ist die Bayerische Stammzellspenderdatei und sie ist weltweit vernetzt. Bei großen und kleineren Typisierungsaktionen werden Menschen aufgenommen, die bereit sind, für einen Leukämiepatienten die lebensrettenden blutbildenden Stammzellen zu spenden. Zum heutigen Stand ist die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) mit über 285.000 registrierten Spendern eine der größten Dateien der Welt. Jährlich werden in Gauting mehr als 350 Spenden durchgeführt und damit Patienten weltweit die Chance auf ein ganz gesundes Leben ermöglicht. Heutzutage kann in 75% aller Suchen relativ schnell ein passender Spender für einen Patienten gefunden werden, was im Vergleich zu den früheren Jahren, in denen die Diagnose Leukämie einem Todesurteil gleich kam, ein enormer Erfolg ist. Im Gegensatz zu manchen Tumorerkrankungen gibt es allerdings praktisch keine Möglichkeit, sich vor dem Auftreten der Erkrankung zu schützen. Vom Neugeborenen bis zum Rentner kann es jederzeit jeden treffen und deswegen ist es wichtig, ständig ein möglichst großes, international kooperierendes Netzwerk von Spenderdateien zu erhalten, da die Vielfalt der Gewebemerkmale, auf die es bei der Transplantation ankommt, praktisch unbegrenzt ist. Daher wirbt die Stiftung AKB ständig um neue Spender.

Auch beim Lungenkrebs zeichnen sich Erfolge ab.
Lungenkrebs ist nach wie vor der am häufigsten zum Tod führende Organkrebs, in Deutschland erkranken ca. 45.000 Menschen jedes Jahr daran. Das Tückische an Lungenkrebs: Beschwerden und Symptome (etwa Husten, Luft- und Atemnot, Gewichtsverlust oder Schmerzen in der Brust oder den Knochen) sind so unspezifisch, dass ein Lungenkarzinom vergleichsweise spät erkannt wird und dann oft nicht mehr heilbar ist. Anders als bei Darm- oder Brustkrebs halten europäische Lungenkrebsexperten derzeit noch kein Verfahren für geeignet, um Risikogruppen innerhalb der Bevölkerung auf Lungenkrebs zu testen („Screening“).

Quo Vadis Lungenkrebs-Forschung?
Studienbasierte Diskussionen über ein Screening, das in den USA bereits Realität ist, werden derzeit in Fachkreisen geführt. „Die Zusammenarbeit von Klinik und Forschung ist daher elementar für eine Verbesserung der Diagnose- und Therapiemöglichkeiten“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Behr, Ärztlicher Direktor der Lungenklinik und selbst Wissenschaftler. „In den letzten Jahren konnten wir bereits eine zunehmende Verknüpfung der klassischen Therapiemöglichkeiten verzeichnen, ein guter Schritt in die richtige Richtung: Neue Diagnoseverfahren, interdisziplinäre Strukturen und eine individualisierte Medizin ermöglichen uns dem Patienten eine optimale Behandlung anzubieten“, so Prof. Behr. „Als zertifiziertes Lungenkrebszentrum bieten wir den Patienten höchste Qualität in Diagnostik und Therapie sowie Teilhabe an den aktuellen Fortschritten der Medizin. So konnte die Immuntherapie erstmals mit Erfolg beim Plattenepithelkarzinom der Lunge eingesetzt werden, unseren Patienten stand dieser Fortschritt durch den Einschluss in klinische Studien schon vor der Markeinführung des neuen Medikaments zu Verfügung. Auch in der Behandlung der belastenden Symptome einer Lungenkrebserkrankung sind in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erzielt worden.“ Prof. Behr leitet die pneumologische Klinik in Gauting, laut der Focus Klinikliste einer der führenden Lungenkrebskliniken in Deutschland.

Wissenschaftler erhoffen sich neue Ansätze für die Behandlung, vor allem die Entwicklung weiterer zielgerichteter Arzneimittel durch die mikrobiologische Betrachtung von Tumorgewebe, über eine „Impfung gegen Krebs“ wird ebenfalls geforscht – eine Impfstrategie und Aussichten auf Erfolg sind noch mit vielen Fragezeichen versehen.

Generell gilt: Auch eine Früherkennung von Lungenkrebs verhindert die Erkrankung nicht. Wichtigste Maßnahme, um das Risiko für Lungenkrebs zu senken, ist nach wie vor - nicht mehr zu rauchen.

Nicht rauchen – der wichtigste Schritt um Lungenkrebs zu verhindern.
Rauchen, auch das Passivrauchen - ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs. Je früher Jugendliche zur Zigarette greifen, desto höher ist das Risiko für ihre Gesundheit: Männliche Raucher haben ein zwanzig bis dreißigmal so hohes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken wie Nichtraucher. Bei Raucherinnen ist das Risiko einer Erkrankung neunmal so groß. Weitere Umweltfaktoren wie Asbest oder erhöhte Strahlenbelastung spielen laut Studien ebenfalls eine – wenn auch untergeordnete - Rolle.

Eine gesunde Lebensweise wirkt sich positiv auf das Krebsrisiko aus: Körperliche Aktivität und eine abwechslungsreiche Ernährung sind das immer noch das beste Vorsorgeprogramm gegen Krebs. „Als Mitglied im Deutschen Zentrum für Lungenforschung leisten unsere Ärzte und Wissenschaftler auch in Gauting einen großen Beitrag zur bestmöglichen Versorgung unserer Patienten mit Lungentumoren. Darüber hinaus spielt auch die Aufklärung und Prävention für uns eine große Rolle“, erklärt Dr. Rainer Pfrommer, Geschäftsführer der Lungenklinik in Gauting“. Die Gautinger Experten bieten regelmäßige Informationsveranstaltungen und Präventionsaktionen zum Thema Lungenkrebs an.
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Über ASKLEPIOS Fachkliniken München-Gauting

Die Gautinger Klinik ist mit 268 Betten und jährlich über 10.000 Patienten die größte Lungenklinik in Bayern und zählt zu den fünf führenden Lungenkliniken bundesweit. Unter der Leitung des Ärztlichen Direktors, Prof. Dr. med. Jürgen Behr, verfügt die Fachklinik über eine der größten Abteilungen für Lungenerkrankungen und Lungendiagnostik in Deutschland. Das hochspezialisierte thoraxchirurgische Zentrum wird von Chefarzt Prof. Dr. med. Rudolf Hatz geleitet, kommissarisch Leitender Arzt der Klinik für Intensiv-, Schlaf- und Beatmungsmedizin ist Dr. med. Lorenz Nowak. Die Kliniken sind Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München und Gründungsmitglied des Comprehensive Pneumology Centers (CPC) sowie eine der wenigen außeruniversitären Lungenkliniken im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL). Die KTQ zertifizierte Klinik erhält seit 2012 jährlich das begehrte Siegel „Top nationales Krankenhaus“ des Nachrichtenmagazins Focus.www.asklepios.com/gauting

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