Wissenslücken oder stagnierender Familiensinn?

Studie zu Familienforschung zeigt: Deutschland ist Schlusslicht in Europa

(PresseBox) (München, ) Womit hat mein Großvater den Lebensunterhalt verdient, und wie hieß seine Frau mit Mädchennamen? Solche Fragen nach ihrer Herkunft konnten über die Hälfte der Deutschen im Rahmen der neuesten von Ancestry in Auftrag gegebene TNS Sofres Studie nicht beantworten. Ancestry.de, Teil des globalen Ancestry-Netzwerkes und Experte für Ahnen- und Familienforschung im Internet, hält den Deutschen mit diesen Studienergebnissen einen Spiegel voller Widersprüche vor: Ein klares Defizit in punkto Grundwissen zur eigenen Familiengeschichte auf der einen Seite, und dennoch ein starkes Bewusstsein für die Relevanz dieses Wissens auf der anderen. Im europäischen Trend der Ahnen- und Familienforschung bildet Deutschland jedenfalls bei fast sämtlichen Fragen rund um die eigenen Wurzeln das Schlusslicht hinter Frankreich, Italien und Schweden. Abhilfe kann hier das Internet schaffen, denn es bietet heute jedem unkomplizierte Möglichkeiten, sich auf die Spurensuche nach den eigenen Wurzeln zu begeben.

Ahnen-Trend in Prozent
Obwohl der Trend, online Familienforschung zu betreiben, in Europa immer mehr auf dem Vormarsch ist, ist Deutschland prozentual heute weniger über seine Vorfahren informiert als andere Länder. Gerade mal 15 % der Deutschen betrieben unlängst Familienforschung – und damit halb so viele wie Franzosen (32 %) und auch deutlich weniger als die italienischen Befragten (23%). Dabei ist das generelle Bewusstsein für Familienforschung bei dem Durchschnittsdeutschen durchaus vorhanden: Mit 61 % halten heute immerhin mehr als die Hälfte der Befragten das Wissen über die eigene Familiengeschichte für wichtig. Was kaum überrascht: Frauen forschen generell aktiver in der eigenen Familiengeschichte als Männer und wissen demnach auch besser z.B. über die Mädchennamen ihrer Groß- und Urgroßmütter oder den Beruf ihrer männlichen Vorfahren Bescheid. Dagegen fällt das Alter der Hobbyahnenforscher laut Studie kaum ins Gewicht. Jüngere und ältere Deutsche sind gleichermaßen aktiv bei der familiären Spurensuche.

Online-Spuren zu Ur-Oma
Dank Internet hat heute jeder Zugang zu einem enormen Bestand an historischen Daten, die sich hervorragend zur Spurensuche in die Vergangenheit nutzen lassen. Kein Wunder also, dass sich bei den Forschungsmethoden von Hobby- und Profiahnenforschern die Online-Recherche inzwischen als eines der wichtigsten Hilfsmittel durchgesetzt hat. So zieht es laut Studie auch die deutliche Mehrheit der Befragten vor, lieber in gut sortierten internationalen Sammlungen von Familienforschungswebseiten als in physischen Archiven zu stöbern. Die Deutschen stehen mit 44% der Online-Nutzer abermals an dritter Stelle hinter Italien (58%) und Frankreich (55%). Dabei bieten sich auch ihnen herausragende Schätze im Internet, um den Durst nach Wissen über die eigene Familiengeschichte zu stillen: Ancestry.de unterstützt Familienforscher mit über 50 Millionen deutschen Einträgen in historischen Dokumenten, die in gescannter Form online zur Verfügung stehen. Darüber hinaus bietet das globale Ancestry-Netzwerk mit mehr als 9 Millionen Familienstammbäumen und 875 Millionen Namen die weltweit größte Community an Familienforschern und damit die Möglichkeit, entfernte Verwandte auf der ganzen Welt aufzuspüren und Lücken im eigenen Stammbaum zu schließen.

Dazu Brett Lohr Bouchard, Geschäftsführer von Ancestry.de: „Die Geschichte seiner Familie zu ergründen ist nicht nur sehr spannend, sondern verstärkt auch das Selbstverständnis von dem, was wir heute sind. Wir alle suchen nach mehr Halt und Verwurzelung in einer unsicheren Zeit – und die Spurensuche in die Vergangenheit und nach der eigenen Herkunft kann dabei enorm helfen. Durch das Internet ist der erste Schritt in die Vergangenheit oft nur ein paar Klicks entfernt.“


Über die Studie
Bei der von TSN Sofres im Dezember 2008 durchgeführten Studie wurden 1087 Interviews in Frankreich, 1068 Interviews in Deutschland, 1264 Interviews in Italien und 1095 Interviews in Schweden geführt. Die Befragten waren zwischen 16 und 64 Jahre alt.

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