Bewegte Historie oder doch nur ein Irrtum: Die Nachfahren der Hugenotten in Deutschland

Ancestry hilft bei der Aufklärung französischer Familiennamen

(PresseBox) (München, ) In Deutschland gelten aktuell knapp 1 Million Menschen als Nachfahren der Hugenotten – doch viele sind sich ihrer Abstammung gar nicht bewusst. Heute ist es knapp 450 Jahre her, seit die verstärkte Verfolgung der Hugenotten in Frankreich begann und mit ihr eine Flüchtlingsbewegung quer durch Europa einsetzte. Diese brachte nicht nur die Kultur, sondern auch viele französische Namen nach Deutschland. Wer also einen französisch klingenden Namen hat und die Herkunft seiner Familie erkunden will, wird um die Geschichte der Hugenotten kaum herum kommen. Auch wenn dabei nicht immer ausreichend schriftliche Dokumente erhalten sind, so sind es doch die Namen, die den Hobbyfamilienforschern bei ihrer Recherche helfen. Heute lassen sich deren Herkunft und Geschichte einfach und bequem über das Internet nachvollziehen. Ein wichtiger Ausgangspunkt ist hier Ancestry.de, Teil des internationalen Ahnenforschungs-Netzwerkes Ancestry.com. Ancestry.de bietet Zugriff auf weltweit über sieben Milliarden Namen sowie mehrere Millionen Familienstammbäume. Das Portal ist somit die optimale Quelle für alle diejenigen, die ihre Abstammung anhand der Namenssuche erforschen möchten.

Die „französischen Deutschen“ auf Ancestry.de
Wer sich bei der Suche nach der Herkunft seines Namens auf Ancestry.de umsieht, erhält schnell Informationen und Fakten zu Namensvettern und möglichen Verwandten. Allein für „klassische“ hugenottische Namen wie „Dumont“, „Boué“ oder „Godeffroy“ finden sich auf Ancestry.de mehrere hundert Namenseinträge, Familienstammbäume und Abbildungen. Zu den interessantesten Persönlichkeiten gehört beispielsweise der 1640 in La Rochelle geborene Cesar I Godeffroy, der im Zuge der politisch-religiösen Verfolgung nach Frankfurt an der Oder auswanderte und dort 1720 starb. Auf Ancestry lassen sich mit ihm der Beginn der deutschen Linie der Godeffroys nachvollziehen, deren Nachfahren einen bedeutenden Fernhandel in Hamburg gründeten.

Der große Irrtum
Hinter den meisten französisch klingenden Namen in Deutschland werden hugenottische Wurzeln vermutet. Auch wenn manche Schreibweise sich im Laufe der Zeit geändert und ans Deutsche angeglichen haben mag, ist der Name noch heute Zeugnis für eine Gruppe, die wie kaum eine andere in Europa Spuren hinterlassen und über Jahrhunderte hinweg ihre Identität und Kultur bewahrt hat. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass viele Franzosen z.B. auch im Zuge der Revolution ab 1789 nach Deutschland geflohen oder ganz regulär eingewandert waren. Eine heisse „Hugenotten-Spur“ liegt vor allem dann vor, wenn namentliche Belege für die Zeit vor der Revolution vorhanden sind. Markante Zeitpunkte sind hier der Beginn der systematischen Verfolgung der Hugenotten in Frankreich im März 1562 sowie die Aufhebung des Toleranzediktes von Nantes im Oktober 1685.

Ein weiteres wichtiges Indiz ist die geografische Verbreitung des Namens. Neben dem liberalen Brandenburg-Preußen waren es insbesondere die Regionen Hessen-Kassel und das Rhein-Main-Gebiet sowie die Kurpfalz und Franken, in denen die Verfolgten Zuflucht fanden. Wenn der eigene Familienname hierher zurück verfolgt werden kann, liegt eine hugenottische Abstammung sehr nahe. Auf Ancestry.de ist dies mit einer speziellen Funktion möglich: Sie zeigt an, wo heute Personen in Deutschland mit dem gleichen Familiennamen gemeldet sind und gibt somit erste Aufschlüsse über die Verbreitung des Familiennamens.

Namensforschung ergänzt Familienforschung
Brett Lohr Bouchard, Geschäftsführer von Ancestry.de, kommentiert: „Für Viele ist die Beschäftigung mit dem eigenen Namen oft der Ausgangspunkt einer höchst interessanten Reise. Gerade am Beispiel der europaweiten Verbreitung der Hugenotten zeigt sich auch, wie wichtig hier ein internationales Netzwerk mit Namen und Stammbäumen in ganz Europa und darüber hinaus ist. Wer sich auf diese Reise begibt, erfährt nicht nur Neues zu seiner eigenen Geschichte, sondern kann auch völlig überraschende Verwandtschaftspfade finden. Damit lassen sich Wissenslücken in die Vergangenheit schließen und manchmal auch Kontakte zu neu gefundenen Familienangehörigen in der Gegenwart knüpfen.“

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