Als Köpfe rollten - Blutiges Vermächtnis der Französischen Revolution

Ab sofort online auf Ancestry.de: historische Namenslisten der Hinrichtungsopfer

(PresseBox) (München, ) Historische Aufzeichnungen mit Gänsehaut-Effekt - Pünktlich zum französischen Nationalfeiertag Quatorze Juillet stellt Ancestry.de eine Quelle mit düsterem Hintergrund zur Recherche zur Verfügung: Ab sofort können Nutzer des Ahnenforschungsportals und Familiennetzwerks in Listen mit über 13.000 Namenseinträgen von Hinrichtungsopfern aus der Zeit der Französischen Revolution forschen. Mit dieser Online-Publikation öffnet Ancestry ein blutiges Kapitel der jüngeren Geschichte, dessen europaweite Auswirkungen noch heute Relevanz haben. Auch deutsche Namen sind in den Listen recherchierbar. So beispielsweise der prominente Friedrich Freiherr von der Trenck, der sein Leben wie zigtausend Andere unter der Guillotine aushauchte.

Gruselige Zeitzeugen
Ungefähr 30 Prozent aller, die im Zuge der Französischen Revolution hingerichtet wurden, sind in den Aufzeichnungen auf Ancestry.de erfasst. Die meisten starben durch die Guillotine, einige durch andere grausame Hinrichtungsmethoden. Neben den Namenseinträgen der Opfer bieten die Listen auch weitere aufschlussreiche Details. So lässt sich dort nicht nur nachlesen, wann ihre Köpfe rollten, sondern auch ihr ungefähres Alter sowie ihr Beruf. Wer hier tiefer recherchiert, Recherchen in den Listen zeigen begreift schnell die Erbarmungslosigkeit der Henker: Kein Opfer wurde aufgrund seines Standes, Alters oder Berufes verschont, und so teilten sich Adelige und Gauner, junge und ältere Menschen das gleiche Schicksal. Die ältesten Opfer waren demnach zwei 92-jährige Frauen, das jüngste gerade einmal 14 Jahre alt. Unter den über 13.000 recherchierbaren Namenseinträgen auf Ancestry.de finden sich auch die prominentesten Guillotine-Opfer: König Louis XVI, seine Frau Marie Antoinette, Robespierre und Danton sind nur vier der insgesamt schätzungsweise 45.000 Menschen, die zwischen 1792 und 1797 unter dem Fallbeil ihr Leben lassen mussten. Der berühmteste Deutsche, der sein Haupt aufs Schafott legte, war der preußische Offizier und Abenteurer Friedrich von der Trenck. Selbst adelig, soll er sich öffentlich für die Abschaffung der Privilegien des Adels ausgesprochen haben. Als angeblicher Spion wurde er in Paris angeklagt und 1794 hingerichtet.

Mit Ancestry lebt Geschichte auf
„Diese faszinierende und zugleich gruselige Sammlung historischer Aufzeichnungen gibt uns nicht nur einen spannenden Einblick in die französische Geschichte, sondern auch in die düstere Hinterlassenschaft einer der bedeutendsten Ereignisse der Weltgeschichte“, so Brett Lohr Bouchard, Geschäftsführer von Ancestry.de. „Heute, mehr als zwei Jahrhunderte nach der Revolution, könnten Nutzer von Ancestry nach entfernten Verwandten unter den Namen der Opfer recherchieren und damit vielleicht auch eine persönliche Verbindung zur Französischen Revolution herstellen.“

„1789“ gilt heute als ein epochales Ereignis, das weit über Frankreich hinaus tiefe Spuren hinterlassen hat – auch in Deutschland, vor allem in Preußen. Als am 14. Juli 1789 mit dem Sturm auf die Pariser Bastille der Startschuss für die weltbewegende Revolution fiel, folgten auf die erste Euphorie für die Ideen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit der Terror und später die Herrschaft Napoleons, der auch Deutschland unterwarf. Deutsche „aufgeklärte“ Sympathisanten wie Goethe und Schiller wandten sich von der Revolution ab, als ab 1793 mit Beginn der Jakobinerherrschaft die Guillotine als neues „Instrument des Terrors“ fungierte. Was viele heute nicht wissen: Das Fallbeil, unter dem schließlich auch der Kopf von Robespierre selbst rollte, war in Frankreich noch bis 1981 im Gebrauch.

Ab sofort steht die Sammlung „Französische Todesfälle durch die Guillotine, 1792-1796“ für jeden auf Ancestry.de unter diesem Link zur Verfügung:
http://www.ancestry.de/...

Die Aufzeichnungen stammen ursprünglich aus einem sechsbändigen Buch, das der französische Revolutionär, Schriftsteller, Journalist und Zeitungsverleger Louis-Marie Prudhomme veröffentlichte.

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