AIM Software Studie: Basel II bewirkt höhere IT-Investitionen

Finanzinstitute halten Datenqualität für eine Kernfrage des Risikomanagements

(PresseBox) (Wien, ) WIEN, Österreich – AIM Software, die Wirtschaftsuniversität Wien und Reuters (LSE: RTR) haben die Ergebnisse der zweiten globalen Daten- und Risikomanagement-Studie veröffentlicht. In einem Zeitraum von 5 Monaten wurden 1070 Telefoninterviews mit Finanzinstituten aus Europa, Amerika, Asien und dem Nahen Osten durchgeführt.

Die diesjährige Studie zeigt, dass steigende Datenqualität als ein Kernbereich für Risikomanagement betrachtet wird und dass regulatorische Anforderungen wie Basel II, die Markets in Financial Instruments Directive (MiFID) und Sarbanes-Oxley erhebliche IT-Investitionen hervorrufen.

„Wie die Ergebnisse zeigen, erkennen die Unternehmen einen engen Zusammenhang zwischen einem umfassenden Datenmanagement und effizientem Risikomanagement“, erklärt Martin Buchberger, Head of Marketing bei AIM Software. Der Anteil der Unternehmen, die planen die Automatisierung im Datenmanagement zu erhöhen, stieg von 64 % im Jahr 2004 auf 72 % 2005.

Der Schwerpunkt der Automatisierung liegt bei Stammdaten und Corporate Actions, jenen Bereichen, in denen die höchsten Kosten entstehen. 45 % der 1070 befragten Finanzinstitute planen den Automatisierungsgrad für Corporate Actions zu erhöhen. “Die Unternehmen erkennen, dass sie in diesem Bereich operationellen Risiken und großen potenziellen Verlusten ausgesetzt sind. Corporate Actions sind die am wenigsten automatisierten und daher arbeitsintensivsten und fehleranfälligsten Bereiche in der Datenverarbeitung von Finanzinstituten”, meint Angela Wilbraham, Managing Director bei A-Team Group.

Die Entwicklung in den GUS-Staaten und im Nahen Osten & Afrika ist bemerkenswert: 89 % im Nahen Osten & Afrika und 72 % in den GUS-Ländern beabsichtigen die Automatisierung ihres Finanzdatenmanagements zu verbessern; Straight Through Processing (STP) von Finanzdaten ist ein zentrales Thema in diesen Märkten. Weltweit planen 44 % der Studienteilnehmer, den Automatisierungsgrad für Stammdatenmanagement und 40 % für Kursdaten zu erhöhen.

„Im Vergleich zur Studie 2004 scheinen Finanzinstitute den Herausforderungen durch Basel II und Risikomanagement mehr Aufmerksamkeit zu schenken“, erklärt Buchberger. Finanzinstitute sind im Begriff, die Verteilung ihres regulatorischen Kapitals stärker zu überwachen und dies besser mit den Risikopotenzialen abzustimmen. Die Bemühungen gehen in Richtung eines besseren Verständnisses von Risikomanagement, was bessere interne Standards und ein optimiertes Management von Risikokapital ermöglicht.

Der überwiegende Einsatz von Eigenentwicklungen bei Datenmanagement-Lösungen hat sich in der Vergangenheit, in der das Thema noch als interne Kernkompetenz angesehen wurde, reduziert. Obwohl 2005 noch 36 % der Unternehmen auf Eigenentwicklungen vertrauen, ziehen 45 % der 1070 Studienteilnehmer den Kauf bzw. den Kauf und die Anpassung einer Lösung vor. Im Jahr 2004 gaben dies im Vergleich nur 42 % an. Einer der Gründe für diesen Trend scheint unter anderem auch ein größeres Marktangebot an standardisierten Daten- und Risikomanagement-Lösungen zu sein.

Der Zusammenhang zwischen der Qualität von Daten und einem effizienten Risikomanagement spiegelt sich in der Tatsache wider, dass 64 % der Finanzinstitute angeben, bereits eine Datenmanagement-Strategie für Marktrisiko zu haben, während sowohl Kreditrisiko als auch operationelles Risiko von 63 % der befragten Unternehmen genannt wurden. Zudem vertraut eine Mehrheit von 64 % der Unternehmen auf eigene Lösungen für ihre Risikodatenstrategie. Die Verwendung des internen Wissens der Unternehmen über ihre spezifischen Risikostrukturen ist entscheidend für eine erfolgreiche Lösung.

“Die diesjährige Studie ermöglicht es Finanzinstituten, einen umfassenden Überblick über den Status-Quo ihrer Branche zu gewinnen. Die Unternehmen können daraus ablesen, wo sie Aufholbedarf im Vergleich zu ihrer regionalen oder nationalen Benchmark haben und wie sich Trends wie STP entwickeln“, meint Kevin Bradshaw, Managing Director, Enterprise Information, Reuters Group plc.

Die AIM Global Data and Risk Management Survey 2005 gewährt einen tiefgehenden Einblick in globale Trends und Entwicklungen in der Finanzdienstleistungsbranche. „Die Bemühungen im Datenmanagement müssen offensichtlich an jene im Risikomanagement angepasst werden, um die Anstrengungen im Risikomanagement nicht durch schlechte Datenqualität zu gefährden“, so Buchberger abschließend.

Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage sind verfügbar auf http://www.dmstudy.info/2005.

Über Reuters
Die Reputation von Reuters (LSE: RTR) als weltgrößter internationaler Nachrichtenagentur mit 2.300 redaktionellen Mitarbeitern in 197 Büros und 92 Ländern basiert auf ihrer Geschwindigkeit, Genauigkeit und Unabhängigkeit. Im Jahr 2003 konnte die Reuters-Gruppe Erlöse im Umfang von 3,2 Mrd. Pfund erwirtschaften.

Über die Wirtschaftsuniversität Wien
Die Wirtschaftsuniversität Wien wurde 1898 gegründet und bietet ihren rund 20.000 Studenten ein umfassendes Spektrum an Disziplinen. Der Forschungsschwerpunkt der Abteilung für Angewandte Regional- und Wirtschaftsgeographie liegt auf Regionalentwicklung.

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