28. Dortmunder Gespräche: Prozessoptimierung in der Logistik durch Einsatz von IT

Industrieverband AIM erläutert Umsetzung von Datensicherheit und Datenschutz bei RFID-Lösungen und wirkt bei der Programmplanung des Logistikforums mit

(PresseBox) (Lampertheim, ) Der Bundesverband Logistik (BVL) lädt vom 14. bis 15. September 2010 zu den 28. Dortmunder Gesprächen in das Kongresszentrum Westfalenhallen Dortmund. Unter dem Leitgedanken „Logistics on Demand“ thematisiert die Veranstaltung die Bedeutung der Informationstechnologien (IT) für die Logistik. Unterstützt wird das Forum vom Industrieverband AIM, der als Mitglied des Programmausschusses an der Auswahl interessanter Expertenvorträge mitgewirkt hat. Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf anwendungsorientierten und flexiblen Logistiksystemen. So können sich Verantwortliche der Branche bei den Dortmunder Gesprächen über neue Technologielösungen und Trends zur Effizienzsteigerung informieren.

„Transparenz in der Lieferkette zählt heute zu den wichtigsten Anforderungen. Unternehmen verwenden Technologien der Automatischen Identifikation (AutoID), um Produkte, Lieferungen oder beispielsweise die Einhaltung von Kühlketten nachverfolgen zu können. Lösungen wie RFID, Barcode oder 2D-Codes haben sich für die Logistikbranche mittlerweile zu Schlüsseltechnologien entwickelt. So werden RFID-Lösungen unter anderem an wiederverwendbaren Transportbehältern eingesetzt“, unterstreicht Wolf-Rüdiger Hansen, Geschäftsführer des Industrieverbandes AIM, das große Potenzial der AutoID-Technik in der Logistik. Es sei davon auszugehen, dass die Technologien in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Schon jetzt steige die Anzahl der Projekte stetig. „Aufgrund der inzwischen zahlreichen Anwendungen und zunehmenden Ausbreitung von RFID dürfen Datenschutz und Datensicherheit nicht außer Acht gelassen werden. Wir benötigen länderübergreifende Sicherheitsstandards beim Einsatz von AutoID für optimierte Produktions- und Logistikprozesse.“

Um Verantwortliche der Logistikbranche über den aktuellen Status der Datensicherheit beim RFID-Einsatz zu informieren, wird AIM am ersten Veranstaltungstag ab 12.00 Uhr in der Fachsequenz B1 „Sicherheit in informationslogistischen Anwendungen“ mit einem Vortrag vertreten sein. Unter dem Titel „RFID-Datenschutz – korrekte Umsetzung und praktische Anwendung der BSI-Richtlinien“ wird Wolf-Rüdiger Hansen unter anderem die komplementäre Bedeutung der „Technischen Richtlinien für den sicheren RFID-Einsatz“ des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und des PIA Frameworks der Europäischen Kommission thematisieren.

Das PIA Framework wurde von der Informal Working Group in Brüssel verfasst und erläutert grundsätzliche Datenschutzanforderungen an RFID-Anwendungen. Darüber hinaus ruft es Hersteller auf, Anwender umfassend zu informieren. Die BSI-Richtlinien setzen an diesem Punkt an und geben Unternehmen konkrete Checklisten und Handlungsvorgaben. Das kürzlich von AIM und BSI veröffentlichte Grundlagendokument „Technical Guidelines RFID as Templates for the PIA Framework“ schlägt eine Brücke zwischen dem europäischen PIA Framework und den deutschen BSI-Richtlinien und wird ebenfalls Thema des Vortrages sein. „Mit den Technical Guidelines RFID as Templates for the PIA Framework haben wir die Richtlinien für Anwender nutzbar gemacht. Zudem haben wir einen entscheidenden Beitrag zur praktischen Handhabung von Datensicherheit und Datenschutz geleistet“, so Wolf-Rüdiger Hansen.

Einen weiteren Schwerpunkt der 28. Dortmunder Gespräche bildet am zweiten Tag der Veranstaltung die Fachsequenz G1 „Innovative Steuerung durch web-basierte Anwendungen“ von Dr. Peter Friess, Scientific and Policy Officer European Commission und Directorate General Information Society and Media (kurz DG INFSO). Ab 14.00 Uhr informiert Peter Friess in seinem Vortrag „Vision and Challenges for Realizing the Internet of Things“ über die Bedeutung und Entwicklungen des Internets der Dinge für die Optimierung logistischer Prozesse. Mit dem Internet der Dinge wird die zunehmende Vernetzung von Alltagsgegenständen sowie industrieller Maschinen, Prozesse und IT-Systeme beschrieben, die zu besserem Kundenservice, transparenteren Lieferketten sowie signifikanten Kosteneinsparungen und großer Effizienz bei der Nutzung von Ressourcen führt.

Im Anschluss folgt der Beitrag „High Resolution ERP durch Smart Objects – Informationsaustausch in der Supply Chain“ von Dr. Volker Stich, Geschäftsführer des Forschungsinstituts für Rationalisierung e.V. der RWTH Aachen. Der Vortrag geht auf die Optimierung des Enterprise Ressource Planning (ERP) durch den Einsatz intelligenter und vernetzter Logistikobjekte ein und schließt damit thematisch nahtlos an.

Weiterführendes Informationsangebot
Weitere Informationen zu den 28. Dortmunder Gesprächen sowie zu den Themen Datensicherheit und Datenschutz beim Einsatz von RFID erhalten Sie über den unten stehenden Pressekontakt. Gerne stehen wir Ihnen für die Vermittlung von Interviews und Statements mit AutoID- und Branchenexperten zur Verfügung. Hintergrundinformationen von AIM sind zudem über www.AIM-D.de verfügbar. Das vollständige Programm der 28. Dortmunder Gespräche können Sie über http://www.bvl.de/9887_1 herunterladen.

AIM-D e.V.

AIM-D e.V. (kurz: AIM) mit Sitz in Lampertheim (Süd-Hessen) ist der führende Industrieverband für Automatische Identifikation (AutoID), Datenerfassung und Mobile Datenkommunikation. Der Verband fördert den Einsatz und die Standardisierung von AutoID-Technologien und -Verfahren. Technologien wie RFID, Barcode, zweidimensionale Codes und Sensorik werden gleichermaßen gefördert. AIM repräsentiert über 150 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. AIM-Mitglieder sind Unternehmen aller Größenordnungen, die Technologien, Systeme und Dienstleistungen für die Objekt-Identifikation und den mobilen Einsatz von IT-Systemen anbieten. Zu den AIM-Mitgliedern gehören zudem 25 Allianzpartner bestehend aus Universitäts- und Forschungsinstituten sowie anderen Verbänden. Unter dem Dach von AIM Global unterstützt AIM außerdem den weltweiten Einsatz von Produkten und die globale Wettbewerbsfähigkeit von Anbietern.

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