Hundstage und Siebenschläfer: Lostage in bäuerlicher Tradition

Lostage und Bauernregeln dienten in früherer Zeit der Wettervorhersage. Auch heute sind Landwirte vom Wetter abhängig, nur die Prognose ist wesentlich zuverlässiger

(PresseBox) (Stuttgart/Hohenheim, ) Heute beginnen die Hundstage - die heißeste Zeit des Jahres. Als Hundstage bezeichnet man die Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August. Sie zählen zu den zahlreichen Lostagen im Kalender, die auf bäuerlichen Erfahrungen basieren und eine Wettersituation oder einen Witterungsverlauf vorhersagen sollen.

In früherer Zeit existierte noch keine Wettervorhersage, wie wir sie heute kennen. Wetterprognosen stützten sich daher auf langjährige Erfahrungen und Beobachtungen. Die Wetterlage an bestimmten Tagen, den so genannten Lostagen, wurde zur Einschätzung des zukünftigen Witterungsverlaufs herangezogen. Mit Hilfe der Lostage wurde damals der günstigste oder ungünstigste Zeitpunkt für den Beginn einer Arbeit auf dem Feld wie Aussaat oder Ernte bestimmt.

Auf alle Lostage beziehen sich etliche Bauernregeln. So wusste man früher: "Hundstage heiß, der Winter lange weiß." Oder man befürchtete: "Was die Hundstage gießen, muss die Traube büßen."

Der Begriff "Hundstage" leitet sich vom Sternbild "Großer Hund" (Canis maior) ab. Die Hundstage beginnen eigentlich mit dem ersten Aufgang des Hauptsterns Sirius mit der Sonne, und enden etwa vier Wochen später, wenn das Sternbild vollständig sichtbar ist. Allerdings hat sich der Zeitraum des Aufgangs des Sirius mittlerweile einige Wochen nach hinten verschoben, die Bezeichnung "Hundstage" für die heißeste Zeit des Jahres ist jedoch zur Tradition geworden.

Wissenschaftlich gesehen sind Lostage nicht belegt. Ein Beispiel hierfür ist der Siebenschläfertag am 27. Juni. Statistisch gesehen liegt hier die Wahrscheinlichkeit zwischen 50 bis 70 Prozent, dass das Wetter, das an diesem Tag vorherrscht, auch die nächsten Wochen anhält. Damit bestimmt dieser Lostag gewissermaßen die Wetterentwicklung des Hochsommers.

Einer der nächsten Lostage wird Mariä Himmelfahrt am 15. August sein. Landwirte sollten nicht vergessen: "Wer Rüben will, recht gut und zart, sä sie an Mariä Himmelfahrt." Und im Weinbau gilt die Devise: "Mariä Himmelfahrt im Sonnenschein bringt meist viel guten Wein."

Auch heutzutage benötigen Landwirte viel Erfahrung und Gespür, um das Wetter in ihrer Arbeitsplanung zu berücksichtigen. Ihnen stehen dafür jedoch Instrumente wie Thermometer und Barometer sowie zuverlässige Wetterberichte zur Verfügung. Umfassende Auskünfte zum Agrarwetter bietet der Profi-Wetterservice von Proplanta, dem Informationszentrum für die Landwirtschaft. Der Service ist direkt unter www.profi-wetter.de abrufbar.

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