Stückgutkooperation 24plus investiert drei Millionen Euro in Datenkommunikation - Generalunternehmer T-Systems

Optische Scanner, Mobilkommunikation im Nahverkehr und neues Auskunftsportal / Technikpartner Kratzer Automation, T-Mobile und Euro-Log / Echtbetrieb für Februar 2006 vorgesehen

(PresseBox) (Hauneck, ) Die Stückgutkooperation 24plus Systemverkehre startet derzeit die Umsetzungsphase eines IT-Investitionsprojektes mit einem Investitionsvolumen von drei Millionen Euro. Bis zur Aufnahme des Echtbetriebs im Februar 2006 werden alle 1.300 im Kooperationsnetz eingesetzten Nahverkehrsfahrzeuge mit einer neuen Scannergeneration ausgestattet und ein Sendungsverfolgungssystem der zweiten Generation realisiert, in dem Sendungsstati auf Packstückebene nahezu in Echtzeit eingestellt werden. Zusammen mit der Sendungshistorie wird auch die Bilddatei der Empfängerunterschrift dokumentiert. Die T-Systems ist bei dem Projekt Generalunternehmerin. Unter deren Verantwortung werden die die Software- und Dispositionskomponenten der Kratzer Automation AG aus Unterschleißheim installiert. T-Mobile als Kommunikationspartner sowie die Euro-Log AG aus Hallbergmoos als Integrationspartner runden das 24plus Projekt ab.

Die eingesetzten Scanner verfügen über ein optisches Feld zur elektronischen Erfassung der Empfängerunterschrift. Zugleich dienen die Mobilgeräte als mobiles Datenterminal für die Kommunikation zwischen Disponent und Fahrer und als Digitalkamera zur Dokumentation von Schäden oder Staus. Die Scanner des Herstellers Symbol Technologies sowie die Kommunikationssoftware „cadis Transport R3“ bezieht 24plus über den Generalunternehmer T-Systems bei der Kratzer Automation AG aus Unterschleißheim bei München. Den Part der Mobilkommunikation zwischen den Nahverkehrsfahrzeugen und der Disposition der 24plus-Partner verantwortet T-Mobile. Zustellstati, Textnachrichten über neue Abholaufträge oder Verzögerungen werden über GPRS übermittelt. Für den Festnetzbereich der Datenkommunikation wird ein Virtuelles Privates Netz (VPN) installiert, über das die Sendungsdaten zwischen Nahverkehrsfahrzeug und Disposition übermittelt werden. In einer zweiten Stufe sollen weitere, bereits bestehende, Internetapplikationen in dieses Intranet eingebunden werden.

Sendungsverfolgung und Web-Portal

Mit der neuen IT-Infrastruktur können nun auch Statusmeldungen aus der Zustellung nahezu in Echtzeit in das Sendungsverfolgungs- und Management-Informationssystem einfließen und dort zu einer Sendungshistorie zusammengesetzt werden. Die Sendungsverfolgung und das Management-Informationssystem werden wie bisher von der Euro-Log AG in Hallbergmoos betrieben. Das System wird jedoch wegen der Wiedergabe der elektronisch erfassten Empfängerunterschrift erweitert. Alle Zugänge zum Auskunftssystem sind passwortgeschützt, die Kunden der 24plus-Partner können nur auf Informationen ihrer eigenen Sendungen zugreifen.

Das Sendungsverfolgungs- und Management-Informationssystem sind die Kernpunkte eines neuen 24plus-Portals, das ebenfalls im nächsten Jahr realisiert sein wird. Unter einem Dach können sich die Mitglieder der Kooperation 24plus im internen Bereich über diverse Verfahrensvorschriften informieren, sich im Forum austauschen und das webbasierte Beschaffungslogistiktool 24plus Prolog sowie die digitale Schadenakte ClaimX aufrufen.

Pluspunkt Flexibilität

Wie 24plus-Geschäftsführer Peter Baumann hervorhebt, „wird das neue Kommunikationssystem die Flexibilität und Einsatzeffizienz unserer Partner im Nahverkehrsbereich enorm verbessern. Jeden Abholauftrag, den einer unserer Partner dank einer flexibleren Disposition zusätzlich bearbeitet, bringt ihm erstens ein Plus an Umsatz und zweitens ein Plus bei der Kundenzufriedenheit.“ Gleichzeitig denkt Baumann an konkrete Einsparungen, insbesondere durch die elektronische Unterschrift. „Als Faustformel sind elektronische Belege 20 Prozent günstiger im Handling als Papierbelege, was bei 6 Millionen Sendungen im Jahr einiges ausmacht.“

24plus Systemverkehre GmbH & Co.KG

Zukunftsfähige Strategien zur erfolgreichen Marktteilnahme können von einem mittelständischen Speditionsunternehmen kaum im Alleingang entwickelt und umgesetzt werden. Insbesondere der Stück- oder Sammelgutmarkt erfordert flächendeckende Netzwerke in Deutschland und Europa. Deshalb schloss sich 1996 eine Gruppe mittelständischer Spediteure zur Kooperation 24plus Systemverkehre zusammen. Die Kooperation hat heute über 30 Gesellschafter und mehr als 50 eigenständiger Partnerbetriebe, die als Knotenpunkte im europäischen Verkehrsnetz der Kooperation dienen. Das Verkehrsnetz ist zweistufig.

Relationen mit starkem Verkehrsaufkommen werden direkt zwischen den 24plus-Partnern bedient - die effektivste Art der Verkehrssteuerung. Randgebiete sowie Relationen mit schwächerem Sendungsaufkommen werden via Hub-and-Spoke-Systematik (Nabe und Speiche) angesteuert. Dies bedeutet: Alle 24plus-Partner bedienen fahrplangetaktet das Hub und können damit in jedem Falle Flächendeckung auf hohem Qualitätsniveau garantieren.

Der Umsatz innerhalb des Gruppennetzwerks lag 2005 bei 302,1 Millionen Euro. Im Netz wurden über 6,1 Millionen Sendungen transportiert.

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