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Lottoverband: „Das dürfte der letzte Jackpot sein“

(PresseBox) Düsseldorf, 30.11.2007, Der mit 38 Millionen Euro höchste deutsche Lotto-Jackpot könnte auch der letzte Jackpot sein. Das befürchtet Norman Faber, Lotto-Unternehmer und Präsident des Deutschen Lottoverbandes. "Das dürfte der letzte Jackpot sein", sagte Faber wiwo.de, der Online-Ausgabe der WirtschaftsWoche. Hintergrund sei die geplante Einführung eines neuen Glücksspielstaatsvertrages im kommenden Jahr. Ein Passus darin verbietet, dass Werbung zum Glücksspiel auffordert oder dazu ermuntert. "Durch einen Rekord-Jackpot ist das aber unvermeidbar", so Faber, dessen Verband die Interessen der privaten Lottovermittler vertritt. "Wir sehen ja gerade, wie die Leute durch den Jackpot ermuntert werden zu spielen und welche dramatischen Umsatzsteigerungen es bei den Annahmestellen gibt."

Das Bundesverfassungsgericht hatte die staatlichen Lottoanbieter im März 2006 dazu verpflichtet, sich gegen Spielsucht einzusetzen - andernfalls sei das staatliche Monopol im Glücksspielbereich nicht länger zu rechtfertigen. Daraufhin einigten sich die Länder auf einen neuen Staatsvertrag, der Suchtprävention und den Spieler- und Jugendschutz in den Mittelpunkt stellen soll.

Kritiker wie Faber bezweifeln allerdings den Suchtcharakter von Lotto-Spielen und werfen den Ländern vor, sie wollten über den Staatsvertrag private Vermittler und Lotterieeinnehmer vom Markt drängen.

"Würden die Länder den Staatsvertrag ernst nehmen und das Märchen einer Spielsucht beim Lotto wirklich glauben, müssen sie auch die Rekord-Jackpots verbieten", sagte Faber.

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