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Trend Micro Web Threat Report: 57 Prozent aller deutschen PCs mit Web Threats infiziert

Web Threats ermöglichen Malware-Szene lukrative Geschäftsmodelle

(PresseBox) (Unterschleißheim, )
Trend Micro (TSE: 4704) analysiert die aktuelle Bedrohungslage für deutsche Computernutzer: Auf mehr als der Hälfte aller deutschen Systeme, die mit Trend Micro HouseCall gescannt wurden, finden sich Web Threats. Dazu gehören neben Viren und Würmern insbesondere Malware in Form von aggressivem Internet Marketing (Grayware) sowie Crimeware, deren Verbreitung eindeutig finanziell motiviert ist.

Mit dem Online-Scanning-Service Trend Micro HouseCall können Anwender ihre Systeme kostenfrei auf Infektionen überprüfen. Gleichzeitig liefert HouseCall eine wertvolle Datenbasis für die Analyse der aktuellen Bedrohungslage durch Trend Micro. Aus dem Scanning von rund 95.000 Systemen aus Deutschland im ersten Halbjahr 2007 ergibt sich folgendes Bild: Bei rund 41 Prozent aller PCs wurde Grayware gefunden, darunter insbesondere Adware (24,6 Prozent) aber auch Trackware, Browser Helper und -Hijacker. Bei Trackware handelt es sich um ausführbare Programme, die das Verhalten von Anwendern verfolgen und ausspionieren, um gezielte Werbe- und Promotion-Inhalte an den User zu richten. Browser Helper sind Softwarekomponenten, die mit dem Webbrowser interagieren und dort Funktionen wie etwa Plug-ins einfügen, die ursprünglich nicht im Browser enthalten sind. Eine Änderung der Browser-Einstellungen sowie die Umleitung einer Anfrage auf unerwünschte Websites wird durch so genannte Browser Hijacker hervorgerufen. Weitere 27,5 Prozent wiesen sogar eine Infektion mit Crimeware auf. Mit 17,2 Prozent dominierten hier vor allem Hacker-Werkzeuge, gefolgt von Freeloadern, Dialern und Keyloggern. Freeloader befinden sich in so genannten Software-Bündeln und werden oft unbemerkt zusammen mit erwünschter Software aus dem Internet installiert. Dialer greifen auf das Computermodem zu, um unerwünschte Fremdverbindungen herzustellen, während Keylogger die Aktivitäten auf der Computer-Tastatur verfolgen um beispielsweise Passwörter auszuspionieren.

Auf klassische Malware wie Trojaner und Exploits entfielen hingegen 23,4 Prozent, auf Viren und Würmer 5,4 Prozent.

Web Threats lukrativer als herkömmliche Malware

Die Dominanz von Web Threats wie Grayware und Crimeware verdeutlicht die drastisch gestiegene Professionalisierung der Malware-Szene. Anders als herkömmliche Malware kombinieren Web Threats das Internet und E-Mail zu mehrstufigen Infektionswegen und ermöglichen die Modifikation bzw. den Austausch der beteiligten Malware. Das jeweilige Web Threat "Geschäftsmodell" kann dadurch länger lukrativ eingesetzt werden, während sich nur die eingesetzten Komponenten ändern. Eine ganze Reihe von Akteuren bedient sich bereits dieses effektiven Modells, die Einsatzbereiche reichen von über-agressivem Internet-Marketing bis zur Verbreitung von Crimeware.

Deutschland liegt bei Crimeware vor den USA

Trotz des insgesamt sehr hohen Niveaus der Infektionsraten liegt Deutschland nach Erkenntnissen von Trend Micro noch unter dem internationalen Ergebnis: In Deutschland waren im ersten Halbjahr 2007 rund 57 Prozent aller von HouseCall getesteten Systeme mit Web Threats infiziert, in den USA hingegen 69 Prozent und weltweit 61 Prozent. Bei Crimeware liegt Deutschland mit 27,5 Prozent zwar unter dem internationalen Ergebnis (29 Prozent), aber noch vor den USA (26 Prozent).Grayware dominierte in allen Regionen, wobei Deutschland mit 24,6 Prozent vor allem bei Adware im Vergleich mit den USA (46 Prozent) und international (37 Prozent) zurückblieb.

Variable Infektionswege, das aggressive Verfolgen von Profitinteressen und immer geschickteres Social Engineering machen Web Threats zu einer immensen Bedrohung. Aufgrund des Erfolges der Web-Threat-Geschäftsmodelle ist dabei abzusehen, dass sich die Bedrohungslage in Deutschland noch verschärfen wird.

Intelligente Schutzmaßnahmen

Gegen Bedrohungen von allen Seiten helfen Schutzmaßnahmen, die unterschiedlichste Informationsquellen intelligent in Beziehung setzen, um Web Threats zu identifizieren. Total Web Threat Protection ist eine Schutzlösung, die Trend Micro in sein Portfolio für Unternehmen und Endanwender integriert und die sich in verschiedenen Trend Micro Produkten bereits bewährt. Sie ergänzt die Funktionen für Client- und Server-Sicherheit und verknüpft umfangreiche Datenquellen, wie etwa Domain- und URL-Historie, IP Location und E-Mail-Reputation, wodurch sich Web Threats mit großer Genauigkeit identifizieren lassen.
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