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Medizinische Beratungsstellen für Kinderschutz eröffnet

Sprechstunden in Hannover, Burgdorf, Garbsen, Gehrden und Laatzen

Hand drauf: Alisa Bach, Leiterin des Fachbereichs Jugend der Region Hannover, Kinderarzt Dr. Thomas Buck (rechts) und Dr. Thorsten Wygold vom Kinderkrankenhaus auf der Bult wollen beim Kinderschutz gemeinsam an einem Strang ziehen
Hand drauf: Alisa Bach, Leiterin des Fachbereichs Jugend der Region Hannover, Kinderarzt Dr. Thomas Buck (rechts) und Dr. Thorsten Wygold vom Kinderkrankenhaus auf der Bult wollen beim Kinderschutz gemeinsam an einem Strang ziehen

(PresseBox) Hannover, 27.10.2009, Kindesmisshandlung oder -vernachlässigung sind oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Deshalb ist es wichtig, selbst kleine Anzeichen richtig zu deuten und im Ernstfall schnell zu handeln. Speziell qualifizierte Kinder- und Jugendärztinnen der Region Hannover bieten ab sofort in Hannover, Burgdorf, Garbsen, Gehrden und Laatzen medizinische Beratungen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung an. Am Dienstag (27.10.) wurden die Beratungsstellen zentral im Haus der Region in Hannover eröffnet.

"Die Beratungsstellen sind ein wichtiger Schritt in Richtung effektiver Kinderschutz, da sie bei Misshandlungen optimale und individuelle Hilfe leisten", sagte Alisa Bach, Leiterin des Fachbereichs Jugend der Region Hannover. Ein wesentlicher Bestandteil des Angebots sei die Vernetzung mit anderen Institutionen. "Wir wollen eng mit Ärzten, Kinderkliniken, der Rechtsmedizin und sozialen Einrichtungen zusammenarbeiten, damit die Kinder nach der Diagnose schnell und punktgenau medizinisch versorgt werden können", so Bach.

Die Sprechstunden stehen allen offen, die beruflich mit Kindern zu tun haben. Lehrkräfte und Tagespflegepersonen, Hebammen und Kinderärzten oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in kommunalen sozialen Diensten können sich an die pädiatrischen Fachkräfte wenden, wenn sie den Verdacht haben, dass ein Kind Opfer von häuslicher Gewalt geworden ist. In den Beratungsstellen wird die akute Gefährdung abgeschätzt - durch Befragung zur bisherigen Entwicklung und familiären Situation, durch körperliche Untersuchungen, durch Einholen ärztlicher Vorbefunde. Vorrangig kümmern sich die Mitarbeiterinnen um Kleinkinder bis drei Jahre, bei denen eine Misshandlung schwer zu erkennen ist.

Ein weiterer wesentlicher Baustein des Konzepts der Beratungsstellen ist die Nachsorge. "Gerade wenn vernachlässigte oder verletzte Kinder aus einer Klinik kommen, werden sie in ihrem alten Umfeld oft allein gelassen", sagte Dr. Cornelia Ehrhardt, Leiterin des Teams Sozialpädiatrie und Jugendmedizin der Region Hannover. "Aus diesem Grund bieten wir zu ihrem Schutz eine sozialpädiatrische Nachsorge an, mit der wir eine wiederholte Kindeswohlgefährdung sofort erkennen und somit unmittelbar handeln können", so Dr. Ehrhardt.

Zwölf Ärztinnen und Assistentinnen des Teams Sozialpädiatrie und Jugendmedizin der Region Hannover stehen ab sofort an sechs Standorten für die kostenlose medizinische Beratung beim Verdacht von Kindesmisshandlungen zu Verfügung:

Sprechstunden nach Terminvereinbarung:

30177 Hannover
Podbielskistr. 162
Telefon: 0511/30033841
Fax: 0511/30033850

30519 Hannover
Peinerstr. 7b
Telefon: 0511/168 49144
Fax: 0511/168 490999

30880 Laatzen
Sudewiesenstr. 2
Telefon: 0511/9838616
Fax: 0511/ 9838620

31303 Burgdorf
Schillerslagerstr. 38
Telefon: 05136/887167
Fax: 05136/887150

30823 Garbsen
Skorpiongasse 33
Telefon: 05137/70 33 41
Fax: 05137 703345

30989 Gehrden
Hüttenstr. 2
Telefon: 05108/9127 11
Fax 05108/9127 29

Zusätzlich:
Team Sozialmedizin und Behindertenberatung
30177 Hannover
Podbielskistr. 156 A
Telefon: 0511//300334-13
Fax: 0511/300334-35

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