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IDC Studie: Krankenhäuser nutzen IT-Potenziale nur unzureichend
(PresseBox) Frankfurt am Main, 28.07.2008,
Veränderte Rahmenbedingungen für Krankenhäuser in Deutschland, wie etwa die Gesundheitsreform oder der demografische Wandel, wirken sich auch auf die IT aus. So wird der Kostendruck auf die IT in den Krankenhäusern größer. Auf der anderen Seite bietet der Einsatz der IT aber auch die Möglichkeit Prozesse zu verbessern und zu beschleunigen. Kosten würden dadurch verringert und die Qualität erhöht werden. Dies wird aber von vielen Krankenhäusern nur unzureichend erkannt, so das Fazit der IDC Studie "Die Rolle der IT im Gesundheitswesen - Status Quo und Trends in deutschen Krankenhäusern, 2008".
Einer aktuellen IDC-Studie zu Folge, die die Rolle der IT im Gesundheitswesen untersucht, sagen 75 Prozent der 52 befragten IT-Verantwortlichen in Krankenhäusern, dass die IT-Potenziale nur teilweise genutzt werden. Dabei kann die IT wesentlich dazu beitragen, den auswuchernden Kosten im Gesundheitswesen zu begegnen. Darüber hinaus leisten moderne Informations- und Kommunikationstechnologien auch einen wichtigen Beitrag zur besseren Gesundheitsversorgung der Patienten. Die demografische Entwicklung, die zunehmende medizinische Unterversorgung in strukturschwachen Gegenden und der Zwang, künftig noch stärker den Rotstift ansetzen zu müssen, lässt etwa die Telemedizin immer wichtiger für das Gesundheitswesen werden. Aber auch in den Krankenhäusern selbst lassen sich durch den Einsatz der IT signifikante Einsparpotenziale erzielen.
Trotz der Einsatzmöglichkeiten dieser modernen IT-Systeme werden viele Potenziale, die sich dadurch ergeben würden, teilweise verschenkt. "Ein Großteil der von uns befragten IT-Verantwortlichen ist der Ansicht, dass die Potenziale der IT in ihrem Krankenhaus nicht optimal ausgeschöpft werden", sagt Joachim Benner, Research Analyst bei IDC. Acht Prozent der Befragten sind sogar der Meinung, dass die Potenziale, die sich durch den Einsatz der IT ergeben könnten, weitgehend ungenutzt brach liegen. Lediglich 17 Prozent der von IDC befragten IT-Verantwortlichen geht davon aus, dass die Möglichkeiten der IT in ihrer Einrichtung bereits weitgehend ausgenutzt sind.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Wert, den die IT für die Krankenhäuser potenziell liefern könnte, teilweise noch brach liegt - eine Situation, die sich die meisten Krankenhäuser angesichts ihrer wirtschaftlichen Lage gar nicht leisten können.
Die Ursachen hierfür sind fehlende personelle und finanzielle Ressourcen für die Umsetzung, nicht vorhandenes internes Know-how und ein mangelndes Verständnis über die Möglichkeiten des IT-Einsatzes auf Seiten der Anwender, der Geschäftsführung, aber auch auf Seiten der IT-Abteilung. Hier besteht mitunter noch ein erheblicher Aufklärungsbedarf.
Die Zukunft vieler Krankenhäuser ist derzeit äußerst ungewiss. Wem es gelingt, die IT zur Unterstützung der Krankenversorgung und der Reduzierung der Kosten effizient einzusetzen, hat gute Chancen, langfristig am Markt bestehen zu können.
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