Firmenlogo Gartner Deutschland GmbH

Pressefach: Gartner Deutschland GmbH

Windows 7: Auswirkungen auf Vista-Planungen

Michael A. Silver Stephen Kleynhans

(PresseBox) München, 13.05.2009, Microsoft geht davon aus, Windows 7 rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2009 auf den Markt zu bringen. Organisationen, die eine Einführung von Windows Vista planen, sollten ihren Kurs halten; die meisten anderen Unternehmen sollten auf Windows 7 setzen.

Ereignis: Am 11. Mai 2009 hat Microsoft auf seiner jährlichen TechEd-Konferenz angekündigt, dass die Auslieferung von Windows 7 rechtzeitig erfolgen wird, damit PC-Hersteller das Betriebssystem zum Weihnachtsgeschäft anbieten können.

Analyse: Die Ankündigung ist wichtig, auch wenn sie nicht überraschend kommt, denn die Beta-Version von Windows 7 hat gute Kritiken von Testern erhalten. Damit PC-Hersteller das Betriebssystem auf Computern Ende November zum Start der Weihnachtssaison in den USA ausliefern können, muss Microsoft den zur Veröffentlichung fertig gestellten Code (Release to Manufacturing - RTM) Mitte September vollenden. Jedoch gehen wir davon aus, dass der RTM früher erscheinen wird, denn die Release-Version - die im Grunde genommen schon das endgültige Produkt darstellt - wurde bereits vorvergangene Woche veröffentlicht. Dieses Ereignis und der typische Ablauf zum RTM lassen darauf schließen, dass PC-Hersteller den Code für ihre Tests vermutlich schon im August erhalten werden.

Windows 7 enthält einige neue Features, die für Organisationen interessant sind. Dazu zählen:

- BranchCache, wodurch sich die Download-Zeiten von auf Remote-Server gespeicherten Dateien für Anwender an kleinen, oft Server-losen Standorten verringern. Dies geschieht durch das Zwischenspeichern von Inhalten im lokalen Netzwerk. Voraussetzung hierfür ist Windows 2008 Server R2 im Netzwerk.
- AppLocker, der es Organisationen ermöglicht, genauer festzulegen, welche Anwender auf welche Applikationen zugreifen dürfen.

Beide Features benötigen Windows 7 Enterprise Edition, die nur Organisationen mit Software Assurance zur Verfügung steht, beziehungsweise Windows 7 Ultimate.

Da mehr als die Hälfte der Organisationen plant, Windows Vista zu überspringen, müssen die meisten von ihnen auf Windows 7 migrieren, damit sie auch mit zunehmendem Alter von Windows XP Support für ihre Umgebung erhalten. Wir empfehlen Organisationen, Windows XP bis zum Jahresende 2012 zu ersetzen, um Probleme mit dem Anwendungs-Support zu vermeiden, auch wenn Microsoft Windows XP bis April 2014 unterstützen wird.

Zwar laufen die meisten Applikationen für Vista auch unter Windows 7, doch müssen Organisationen sicherstellen, dass ihre Lieferanten die Anwendungen auch auf dem neuen Betriebssystem unterstützen. Vom RTM über den Support des Lieferanten bis zum Ende der Tests, Planungen, Vorbereitungen und schließlich der Pilotphase dürften bei den meisten Organisationen 12 bis 18 Monate vergehen, bevor eine Einführung von Windows 7 in größerem Umfang aufgenommen werden kann. Dies wäre dann Ende 2010 beziehungsweise Anfang 2011 der Fall. Verbraucher, kleine und mittlere Unternehmen werden mit neuen PCs auf das Betriebssystem umsteigen und so zu den frühen Nutzern von Windows 7 zählen.

Empfehlungen:

Für Organisationen ohne Planungen für Vista: Überspringen Sie Vista und setzen Sie auf Windows 7. Die Vorbereitung für Vista wäre ähnlich umfangreich wie für Windows 7. Derzeit würde sich dadurch der Umstieg lediglich um weniger als sechs Monate hinauszögern, und das Vorhaben wäre intern von höherer Akzeptanz, besser für die Anwender und würde zudem noch eine längere Nutzungsdauer in Aussicht stellen.

Für Organisationen in der Phase der Vista-Einführung: Setzen Sie das Vista-Projekt fort, doch planen Sie den Umstieg auf Windows 7 für Ende 2010 oder Anfang 2011, speziell wenn Sie durch einen Austausch der Hardware auf Vista migrieren.

Für Organisationen, die eine Vista-Einführung planen: Erwägen Sie den direkten Umstieg auf Windows 7, wenn sich dadurch die Einführung nur um sechs Monate oder weniger verzögern würde. Je weiter Ihre Vista-Planungen fortgeschritten sind, desto sinnvoller ist deren Fortsetzung. Wägen Sie die Alternativen ab und suchen Sie Beratung, z.B. indem Sie eine Anfrage an den Gartner-Analysten stellen.

Quelle: Windows 7 Release Will Affect Vista Deployment Plans

Weiterführende Links:
Übersichtsseite für den Bereich "PCs, Laptops and Handhelds"
4Q08 Client Computing Survey Shows Vista Deployment Remains Low
Windows 7 Won't Need SP1, but Will Still Need 12 to 18 Months Before Deployment Begins

Info
Social Media

Weitere Meldungen dieses Unternehmens

Firmeninfo

Gartner Deutschland GmbH
Lehrer-Wirth-Str. 2
D-81829 München
www.gartner.de

Telefon +49 (89) 42704-0 Karte

Ansprechpartner

Lars Basche
Text 100 Public Relations
Telefax: +49 (89) 982888-1
 
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo rechts) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton und Informationsmaterialien. Die unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.
Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH gestattet.