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Vom Leben in die Schule: Jugendliche entwickeln Lernprogramme

Forschungsprojekt der Donau-Universität Krems will SchülerInnen für neue Technologien begeistern

Lebenswelt und Schulwelt verknüpfen: Einsatz von Neuen Medien im Unterricht
Lebenswelt und Schulwelt verknüpfen: Einsatz von Neuen Medien im Unterricht

(PresseBox) Krems, , An der Donau-Universität Krems wurde soeben ein zweijähriges Forschungsprojekt gestartet, das im Programm "Sparkling Science" des Wissenschaftsministeriums läuft. "fe|male" untersucht Web 2.0-Technologien unter dem Genderaspekt und erforscht deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht ausgehend von den Kompetenzen und Bedürfnissen der SchülerInnen.

Dass der Einsatz von neuen Medien im Unterricht an Bedeutung gewinnt, wird durch die seit einigen Jahren stark ansteigende wissenschaftliche Aufmerksamkeit für das Thema unterstrichen. Auch bekannt ist, dass interaktive und spielerische Elemente den Lernprozess fördern. Der professionelle Einsatz innovativer Lernmodelle hinkt dieser Entwicklung allerdings noch hinterher. Ebenso wie der unterschiedliche Zugang von Mädchen und Burschen zu neuen Technologien bis dato erst wenig Berücksichtigung im pädagogischen Umfeld findet.

Lebenswelt und Schulwelt verknüpfen
Ein Forschungsprojekt der Donau-Universität Krems widmet sich nun diesem Thema. "fe|male" ist soeben im Rahmen der Sparkling-Science-Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung (bm:wf) gestartet und stellt Web 2.0-Technologien im Unterricht in den Mittelpunkt. Dabei setzen die WissenschaftlerInnen - und das ist der wesentliche Ansatzpunkt des Projektes - bei der Lebenswelt der Jugendlichen an. Unter Mädchen und Burschen beliebte Beschäftigungen wie der soziale Austausch über die Netzwerke MySpace, Twitter oder Flickr, aber auch die Produktion von Inhalten innerhalb einer Community, dienen dabei als mögliche Ansatzpunkte für zukünftige technologieunterstützte Lernszenarien in der Schule.

Chancengleichheit durch die Hintertür
Ausgehend von den Bedürfnissen der SchülerInnen verfolgt "fe|male" drei Ziele: Erstens Lehrangebote in Hinblick auf Genderaspekte zu untersuchen und zu entwickeln und damit einen Beitrag zu leisten, auch Mädchen für technische Anwendungen unter Berücksichtigung ihrer Fähigkeiten, Kompetenzen und inhaltlichen Präferenzen zu interessieren. "Die von Web 2.0 ausgehenden neuen Impulse könnten das Potenzial enthalten, die noch männlich dominierte Technologiegestaltung verstärkt zu 'vergendern'", erklärt Projektleiterin Sabine Zauchner von der Donau-Universität Krems.

Forschung mitgestalten
Zweitens werden unter Berücksichtigung der Leitlinien von "Sparkling Science", das laut Wissenschaftsminister Johannes Hahn Gusto auf Wissenschaft in den Schulen machen soll, SchülerInnen von Beginn an in den gesamten Forschungsprozess eingebunden. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit drei Partnerschulen in Österreich und Deutschland. Die erste Reaktion einer Schülerin zu dem Projekt: "Kommunikation im Netz macht mir voll Spaß, das im Unterricht auszuprobieren wäre spannend."

Forschung verwerten und Lust auf Technik fördern
Nicht nur das aktive Miteinbeziehen der Mädchen und Burschen am Forschungsprojekt, sondern auch die Fähigkeit der SchülerInnen die gewonnenen Erkenntnisse zu verwerten und weiterzugeben, ist drittens ein Fokus von "fe|male". Die Beteilung von Anfang an soll die technische, mediale, aber auch kommunikative Kompetenz der UserInnen verbessern. Abgesehen davon, dass damit die Computer- und Internetkompetenz gesteigert werden, kann damit insgesamt die Neugier auf Technik erhöht werden.

Nähere Informationen zum Forschungsprojekt unter www.sparklingscience.at und www.donau-uni.ac.at/...

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