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Mängel bei der Weitergabe und Berechnung der EEG-Umlage beseitigen

(PresseBox) Berlin, 14.10.2011, Dass die Übertragungsnetzbetreiber eine nur geringe Steigerung der EEG-Umlage für das nächste Jahr veranschlagen, ist eine gute Nachricht. Dass es jedoch nicht zu einer Absenkung der EEG-Umlage gekommen ist, offenbart auch Mängel bei der Weitergabe und Berechnung der Umlage. So werden immer größere Teile der Industrie von der EEG Umlage ganz oder teilweise befreit. Dabei ist es gerade die Industrie, die schon jetzt von den Erneuerbaren massiv profitiert. Denn bei erhöhter Einspeisung durch Erneuerbare sinkt der Preis an der Strombörse und damit vor allem der Industriestrompreis. In Folge dessen steigt die EEG-Umlage für die übrigen Verbraucher, weil ein niedrigerer Börsenstrompreis höhere Differenzkosten nach sich zieht. "Über dieses Paradoxon müssen wir offen reden und zu einer gerechten Lösung kommen. Klar ist: Die Energiewende kann nicht nur von den Privathaushalten und Kleinstunternehmen finanziert werden. Denn kurz-, mittel- und langfristig profitiert die gesamte deutsche Industrie vom Umbau unserer Energieversorgung," erklärt die Vizepräsidentin des Bundesverbandes WindEnergie e.V., Sylvia Pilarsky-Grosch.

Darüber hinaus besteht dringender Handlungsbedarf bei der Berechnung der EEG-Umlage. So fließen zum Beispiel nur die ersten 9 Monate des laufenden Jahres in die Prognose für das darauffolgende Jahr ein. Das führt dazu, dass die Monate Oktober bis September, in denen sich die Kosten zugunsten der Erneuerbaren entwickeln, nicht berücksichtigt werden. "Verbraucher und Öffentlichkeit werden so durch fehlerhafte Prognosen verunsichert und unnötig belastet. Die Novellierung der Ausgleichmechanismusverordnung im kommenden Jahr sollte dazu genutzt werden, dies entsprechend zu verändern," so Pilarsky-Grosch.

Windenergie an Land muß auch in Zukunft die wichtigste Rolle bei der Energiewende spielen, da sie absehbar zu sehr niedrigen Differenzkosten große Mengen Strom produzieren kann. Im Jahr 2010 hatte die Windenergie einen Anteil von etwa 47 Prozent am gesamten EEG-Strom, sie hat jedoch nur etwa 20 Prozent der Differenzkosten verursacht.

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