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Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im November 2009
(PresseBox) Berlin, 07.01.2010,
Die Auftragseingänge in der Industrie sind vorläufigen Angaben zufolge im November preis- und saisonbereinigt um 0,2 % gestiegen. Im Vormonat waren sie aufwärts revidiert um 1,9 % gesunken. Der Umfang an Großaufträgen war für einen November normal. Trotz des Nachlassens der Auslandsnachfrage (-1,0 %), insbesondere aus der Nicht-Eurozone, konnten die Bestellungen insgesamt aufgrund einer gestiegenen Inlandsnachfrage (+1,4 %) ihr Niveau leicht erhöhen.
Innerhalb der industriellen Hauptgruppen verbuchten die Produzenten von Vorleistungs- (-0,4 %) und Investitionsgütern (-0,1 %) weniger Bestellungen. Spiegelbildlich dazu verhielt sich die Nachfrage nach Konsumgütern (+3,7 %), die gerade bei den Auslandsaufträgen zunahm.
Während besonders der Maschinenbau, die Metallbranchen sowie pharmazeutische Hersteller mehr Aufträge verbuchten, setzte sich der Rückgang der Auftragseingänge im Fahrzeugbau den dritten Monat in Folge fort.
Im Zweimonatsvergleich (Oktober/November gegenüber August/September) nahm das Ordervolumen mit preis- und saisonbereinigt -1,2 % erstmalig wieder ab, blieb aber im Dreimonatsvergleich aufwärts gerichtet (+2,6 %). Die nachgebenden Zweimonatswerte sind stärker auf die Auslandsnachfrage (-1,8 %) zurückzuführen als auf das Inland (-0,4 %). Differenziert nach industriellen Hauptgruppen verzeichnen die Vorleistungs- und Konsumgüterproduzenten Nachfragezuwächse von 0,8 % bzw. 5,4 %, wogegen die Bestellungen für Investitionsgüter im Minusbereich lagen (-3,6 %).
Ihren Vorjahresstand unterschritten die Auftragseingänge in der Industrie kalendermonatlich im Zweimonatsvergleich Oktober/November nur noch um 3,4 %, wobei sich Basiseffekte auswirkten. Die Inlandsbestellungen lagen um 1,3 %, die Auslandsbestellungen um 5,2 % unter dem Vorjahresniveau.
Die Auftragseingänge in der Industrie konnten ihr Niveau nach dem Rückgang im Vormonat leicht verbessern. Der Aufholprozess hat gegenwärtig aber an Dynamik eingebüßt. Hierbei wirkt sich insbesondere die in der Tendenz nachlassende Nachfrage aus dem In- und Ausland bei den Herstellern von Kraftwagen aus. Zwar ist der Nachfragetrend nach Industriegütern für sich gesehen derzeit nicht eindeutig. Jedoch spricht etwa die Entwicklung der Stimmungsindikatoren für eine weiter positive Grundtendenz im Verarbeitenden Gewerbe.
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