Ostdeutsche Elektroindustrie auf Wachstum eingestellt

(PresseBox) (Dresden, ) Die Geschäftsentwicklung der Unternehmen der elektrotechnischen und elektronischen Industrie aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verläuft weiter positiv. Zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Erhebung des ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. für diese drei Bundesländer.

„Das Jammern hat ein Ende gefunden und ist einer deutlich positiven Grundhaltung gewichen“, so Christian Rode, Geschäftsführer der Landesstelle des ZVEI in Dresden. Sorgen bereiten den Unternehmen jedoch nicht nur nach wie vor das schlechte Zahlungsverhalten der Kunden. Auch die im Zusammenhang mit der Globalisierung stattfindende Überschwemmung von Teilmärkten mit Billigprodukten sehen die ostdeutschen Hersteller kritisch. Darüber hinaus stellen die exorbitant steigenden Preise für Rohstoffe wie Kupfer und Stahl sowie die explodierenden Energiekosten alle produzierenden Unternehmen vor große Probleme.

Dennoch bewerten die Unternehmen in der Umfrage ihre Geschäfts¬aussichten günstiger als im Vorjahr. Ein Viertel aller Unternehmen er¬warte einen besseren und nur noch sechs Prozent – zuletzt 11 Prozent – einen schlechteren Verlauf ihrer Geschäfte. Zurückzuführen ist das nach Angaben von Rode u. a. auf eine deutliche Belebung der Investitions¬tätigkeit. Ein Drittel aller Unternehmen hätten ihre Investitionen er¬höht, nur 16 Prozent hätten ihre Investitionstätigkeit reduziert.

Die stabile Umsatzentwicklung werde sich aus Sicht der Unternehmen auch positiv auf die Beschäftigung auswirken. 84 Prozent der sächsischen Unternehmen bzw. 81 Prozent der thüringischen Unter¬nehmen wollen in den nächsten sechs Monaten die Anzahl der Be¬schäftigten stabil halten bzw. aufbauen. Dabei sei die Anzahl jener Unternehmen, die ihre Beschäftigten aufstocken wollen, in Thüringen mit 24 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in Sachsen mit 11 Prozent. Der Beschäftigungsmarkt der Branche entwickle sich zur Zeit positiv. Insbe¬sondere kleine und mittlere Unternehmen, wie sie für Ost¬deutschland typisch sind, stockten ihre Belegschaft auf.

„Hier wird einmal mehr deutlich,“ so Rode, „dass die zwanghafte Einführung eines Mindestlohnes für die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes kontraproduktiv wäre. Mit seiner Einführung wären viele kleine und mittelständische Unternehmen in ihrer Existenz bedroht und weitere Arbeitsplätze würden vernichtet werden.“

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