Elektroexporte bleiben stabil

Schwellenländer werden immer wichtiger

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Die Exporte der deutschen Elektroindustrie trotzen weiterhin der weltwirtschaftlichen Verlangsamung. Mit 14 Mrd. Euro lagen die Ausfuhren im November 2011 auf Vorjahresniveau. "Nach dem Rückgang im Oktober hat sich das Ausfuhrgeschäft der Branche damit zuletzt wieder stabilisiert", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Im gesamten Zeitraum von Januar bis November des vergangenen Jahres beliefen sich die Elektroausfuhren auf insgesamt 142 Mrd. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nahmen sie damit um sechs Prozent zu. Auch für 2011 insgesamt errechnet der ZVEI einen sechsprozentigen Anstieg der Branchenexporte von (revidiert) 148 Mrd. Euro auf den Rekordwert von 157 Mrd. Euro. "Die Exporterwartungen der Elektrofirmen sind im Januar 2012 zum zweiten Mal in Folge gestiegen", betonte Dr. Gontermann. "Vier von fünf Unternehmen erwarten zunehmende oder stabile Ausfuhrgeschäfte im nächsten Vierteljahr."

Zwischen Januar und November 2011 haben vor allem die Elektroexporte nach China mit plus 19 Prozent gegenüber Vorjahr, aber auch die Ausfuhren in die USA mit plus 18 Prozent gegenüber Vorjahr das Exportwachstum der Elektroindustrie getrieben. Die USA haben inzwischen Frankreich als größten Abnehmer elektrotechnischer und elektronischer Produkte aus Deutschland abgelöst. Damit sind sie eines der wenigen Industrieländer mit überdurchschnittlicher Zuwachsrate für deutsche Elektroexporte. China belegt im Export-Ranking Platz drei. Während die Exporte in die USA auch im November 2011 noch einmal 20 Prozent über Vorjahr lagen, stagnierten die Ausfuhren ins Reich der Mitte im November allerdings erstmalig seit Oktober 2009.

"Bemerkenswert ist, dass sich die Gewichte im Exportportfolio der deutschen Elektroindustrie im vergangenen Jahrzehnt spürbar verschoben haben", sagte Dr. Gontermann. "Während 2000 noch 82 Prozent der gesamten Branchenausfuhren in die Industrieländer und erst 18 Prozent in die Schwellenländer gingen, lag das Verhältnis 2011 bereits bei 67 zu 33 Prozent." Die Elektroausfuhren in die aufstrebenden Volkswirtschaften dürften weiter an Bedeutung gewinnen. Zwischen Januar und November 2011 haben sie mit plus elf Prozent gegenüber Vorjahr fast dreimal so stark zugelegt wie die Exporte in die Industrieländer mit plus vier Prozent.

Die Elektroimporte nach Deutschland sind im November des vergangenen Jahres um sieben Prozent gegenüber Vorjahr gesunken. Zwischen Januar und November 2011 übertrafen sie ihr Vorjahresniveau um ein Prozent.

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