Meilenstein in der Energietechnik Berlin-Brandenburg

Cluster-Konferenz ist Startschuss für Masterplan zur Vorzeigebranche der Region

(PresseBox) (Potsdam, ) „In der wirtschaftspolitischen Kooperation von Berlin und Brandenburg ist die heutige Clusterkonferenz Energietechnik ein bedeutender Meilenstein. Auf diesem für die deutsche Hauptstadtregion besonders wichtigen Feld haben wir die Bestandsanalyse abgeschlossen. Jetzt geht es darum, im abgestimmten engen Miteinander das wirtschaftliche und wissenschaftliche Potenzial Brandenburgs und Berlins in der Energietechnik enger zu verknüpfen und weiterzuentwickeln. Davon versprechen wir uns eine nachhaltige Stärkung des Standortes Berlin-Brandenburg im internationalen Wettbewerb. Diese enge Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg gibt es nirgendwo sonst in der Bundesrepublik.“ Das erklärten die Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Sybille von Obernitz, und der Brandenburger Minister für Wirtschafts- und Europaangelegenheiten, Ralf Christoffers, anlässlich der heutigen Clusterkonferenz Energietechnik Berlin-Brandenburg. Das Cluster Energietechnik trage dazu bei, die Systemintegration der erneuerbaren Energien voranzutreiben, so die Senatorin und der Minister weiter. „Die Anpassung der erneuerbaren Energien an die Wärme- und Stromversorgungsnetze ist Voraussetzung für deren beschleunigten weiteren Ausbau.“

Das Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg hat sich am 17. Januar 2011 konstituiert. Federführend im Clustermanagement für beide Länder ist die ZukunftsAgentur Brandenburg. Sie arbeitet dabei eng mit der TSB Innovationsagentur Berlin und Berlin Partner zusammen. Dr. Steffen Kammradt, Sprecher der Geschäftsführung der ZukunftsAgentur Brandenburg: „Das länderübergreifende Cluster Energietechnik hat sich sehr dynamisch entwickelt. Brandenburg und Berlin sind in den modernen Energietechnologien exzellent aufgestellt. Ich bin den Akteuren ausgesprochen dankbar, dass sie sich mit hohem Engagement in den Clusterprozess einbringen und damit die Standortvorteile der Region nachhaltig stärken. Wir wollen mit dem Cluster die Potenziale in der Hauptstadtregion noch besser zum Tragen bringen und erhoffen uns von dieser Konferenz wichtige Impulse für die Zukunft.“

Dr. Adolf M. Kopp, Geschäftsführer der TSB Innovationsagentur Berlin, ergänzt: „Berlin steht für zahlreiche innovative Technologiekompetenzen in der Energietechnik. Die Alleinstellungsmerkmale in Themen wie der Energieeffizienz in Gebäuden und dem öffentlichen Raum, das Erfassen, Regeln und Steuern des Energieverbrauchs sowie innovative Erzeugungs-, Verteilungs- und Speicherkonzepte haben dabei eine hohe Komplementarität mit den Brandenburger Aktivitäten und Akteuren.“ Beispielhaft dafür stehen nicht zuletzt die fünf am Standort ansässigen Turbomaschinenhersteller, die geschlossene Wertschöpfungskette bei den Solarunternehmen sowie die europaweit führenden Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber. Dabei bilden die gemeinsamen Angebote mit Brandenburg relevante Technologieangebote für die Energieversorgung der Zukunft ab und machen die deutsche Hauptstadtregion zu einer Modellregion der Energiewende.

Die Geschäftsführerin von Berlin Partner, Melanie Bähr, betont: „Die Ansiedlung neuer und insbesondere auch die Vernetzung bereits in der Hauptstadtregion ansässiger Unternehmen im Cluster Energietechnik sind von hoher Bedeutung. Wir wollen mit allen Beteiligten gemeinsam unsere Region zu einem der innovativsten energietechnischen Standorte in Europa entwickeln. So können wir zur Energiewende in Deutschland beitragen und gleichzeitig von ihr profitieren. An diesem Ziel arbeiten Unternehmen, Wirtschaftsförderungen, Wissenschaft und Politik in der Region gemeinsam.“

Die Clusterkonferenz baut auf Handlungsfeld-Konferenzen zu einzelnen Teilthemen der Energietechnik wie beispielsweise Solar, Biomasse oder Turbomaschinen auf, die im Laufe des Jahres 2011 stattgefunden haben. Auf der Clusterkonferenz werden deren Ergebnisse vorgestellt und mit den Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert. Die Ergebnisse gehen in die Diskussionsvorlage für einen Masterplan Energietechnik Berlin-Brandenburg ein.

Sprecher des länderübergreifenden Clusters Energietechnik Berlin-Brandenburg ist Prof. Dr. Reinhard F. Hüttl. Er ist unter anderem Wissenschaftlicher Vorstand und Sprecher des Vorstandes des Helmholtz-Zentrums Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.

Die Energiebranche in der Hauptstadtregion

Die Energietechnikbranche ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung für Berlin und Brandenburg. Insgesamt sind rund 47.000 Beschäftigte in diesem Bereich tätig. Brandenburg ist bundesweit führend bei den Erneuerbaren Energien und hat 2010 erneut den „Leitstern“ als bestes Bundesland bei Erneuerbaren Energien gewonnen. Heute stammt nahezu jedes zweite Solarmodul aus der deutschen Hauptstadtregion. Moderne Energietechnologien befinden sich in Berlin-Brandenburg in einem hochwertigen wissenschaftlichen Umfeld. Insgesamt 35 wissenschaftliche Einrichtungen der Region befassen sich mit energiebezogener Forschung und Lehre. Dazu zählen insbesondere die TU Berlin mit fünf energietechnischen Forschungsschwerpunkten und die BTU Cottbus mit Schwerpunkten bei Energieressourcen, Kraftwerkstechnik und elektrischen Netzen. Unter den außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind das Helmholtz-Zentrum für Materialien und Energie sowie das Deutsche GeoForschungs-Zentrum in Potsdam besonders prominent. Die zahlreichen Absolventen energietechnischer Studiengänge stellen einen wichtigen Standortvorteil für die hiesigen Unternehmen dar.

Cluster Energietechnik ist Bestandteil der Gemeinsamen Innovationsstrategie

Das Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg ist Teil der Gemeinsamen Innovationsstrategie der Länder Berlin und Brandenburg (innoBB). Diese Strategie setzt Technologie- und Wachstumsimpulse für beide Bundesländer, die zur Stärkung der regionalen Forschungs- und Entwicklungskompetenzen in der Energiebranche durch das Cluster Energietechnik vermittelt und umgesetzt werden. Mit der Bildung des Clusters sind effiziente Strukturen geschaffen worden, die einen innovationsorientierten Ansatz für die Entwicklung von Best-in-Class-Lösungen im nationalen und europäischen Rahmen unterstützen. Gleichzeitig ermöglicht die Bündelung der regionalen Kompetenzen und Kapazitäten eine zeit- und ressourceneffiziente Zusammenarbeit zwischen den Akteuren in beiden Bundesländern.

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