Sanieren ist auch mit wenig Geld möglich

Einzelmaßnahmen lohnen sich und sind nicht teuer

(PresseBox) (Karlsruhe, ) Viele Hausbesitzer können oder wollen sich eine Gesamtsanierung nicht leisten. Einzelmaßnahmen sind da eine gute Alternative. Dabei werden jedoch immer mal wieder schwere Fehler gemacht. Einen Ausweg zeigen Energieberater.

Eine Gesamtsanierung spart besonders viel Energie und erhöht die Wohnqualität. Die dafür nötige Investition ist jedoch trotz attraktiver Förderung durch die KfW oft eine zu hohe Hürde für Hausbesitzer. "Alternativ zu umfassenden Energiesparmaßnahmen bieten sich Einzelmaßnahmen wie die Dämmung bestimmter Teile der Gebäudehülle an", sagt Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Sie seien für deutlich weniger Geld zu haben. Das senke die Schwelle für eine Entscheidung erheblich. Doch auch bei diesen vergleichsweise einfachen Maßnahmen sollte der Blick für das Ganze nicht verloren gehen, so Claudia Rist. Eine schlecht geplante Einzelmaßnahme könne künftig andere Maßnahmen stark behindern. Die Prüfung durch einen Energieberater sei deshalb unerlässlich.

Manche haben schlicht nicht soviel Geld, andere wiederum wollen nicht ihr ganzes Erspartes für die Haussanierung ausgeben. "Zwischen einer Komplettsanierung und Nichtstun gibt es viele Möglichkeiten", sagt auch Gerhard Freier von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg. Alles oder Nichts, das seien nicht die einzigen Lösungen. "Hausbesitzer können auch erst einmal eine einzelne Maßnahme realisieren. Wenn sie dann Lust auf mehr bekommen, steht dem nichts im Wege."

Eine Dämmung der Kellerdecke etwa kostet bei einer Wohnfläche von 90 Quadratmetern rund 2.000 Euro. Warme Füße auch im Erdgeschoss werden so erreicht - eine deutliche Erhöhung des Wohnkomforts. Es spart außerdem bis fünfzehn Prozent der Heizkosten. In 20 Jahren summiert sich das auf rund 5.700 Euro. Nach der Dämmung der Kellerdecke ist beispielsweise eine Dachdämmung oder die der restlichen Gebäudehülle gut möglich.

Bedingung für Einzelmaßnahmen ist, dass sie weitere Maßnahmen nicht behindern oder bei Folgemaßnahmen Mehrkosten verursachen. "Zwei Kardinalfehler werden immer wieder gerne gemacht", weiß Freier. "Bei der Heizungserneuerung und beim Fenstertausch."

Beispiel Heizungserneuerung: Ein Fehler ist der Einbau einer neuen Heizung, obwohl später noch gedämmt werden soll. "Wird hier nicht nachgedacht, ist die Heizung nach der Dämmung zwangsläufig überdimensioniert", so Freier. "Besser wäre es also gewesen, zuerst zu dämmen und später eine günstigere Heizung mit weniger Leistung zu kaufen." Das hätte eine Ersparnis von mehreren hundert Euro bedeutet.

Beispiel Fenstertausch: In der Regel sollten Fenstertausch und Dämmung zusammen erfolgen. Ist das nicht der Fall, muss bei dem Einbau neuer Fenster darauf geachtet werden, dass die Anschlussdetails für eine mögliche spätere Dämmung gleich realisiert werden. Ist ein Rollladenkasten vorhanden, sollte dieser gleich mitgedämmt werden, um mögliche Schwachstellen zu vermeiden. Es empfiehlt sich auch, neue Fenster gleich möglichst weit nach außen in die Fassade zu setzen. Bei einer späteren Dämmung braucht das dann nicht nachträglich und kostenintensiv getan werden.

Die Einschaltung eines Energieberaters hilft, solche Fallstricke zu umgehen. Er prüft das Haus von oben bis unten und zeigt auf, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge gemacht werden können. Außerdem weist er die Hausbesitzer auf die finanzielle Förderung durch Bund, Land und Gemeinden hin. So gibt es etwa von der bundeseigenen Förderbank KfW seit April 2011 Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für Einzelmaßnahmen. Die sollte man sich nicht entgehen lassen. Gefördert werden nur energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen und wenn diese von einem Sachverständigen geprüft werden. Die Prüfung können Energieberater in der Regel auch durchführen.

Zukunft Altbau

Zukunft Altbau informiert Wohnungs- und Hauseigentümer neutral über den Nutzen energieeffizienter Altbaumodernisierung und über Fördermöglichkeiten. Das Programm des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat seinen Sitz in Stuttgart und wird von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) umgesetzt.

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