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Führungswechsel am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)
Wirtschaftsminister Ernst Pfister verabschiedet geschäftsführenden Vorstand Dr. Thomas Schott und begrüßt Nachfolger Prof. Dr. Frithjof Staiß
Die Grußansprache hielt der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP). Mit der Übergabe der Institutsleitung an den Nachfolger Prof. Dr. Frithjof Staiß, der das Amt zum 1. Juli antritt, endet für Thomas Schott zugleich ein über mehr als dreißigjähriges berufliches Engagement in der Erforschung und Entwicklung der erneuerbaren Energien.
Minister Ernst Pfister würdigte die Verdienste des scheidenden ZSW-Vorstandes: „Das ZSW ist eine der Kronjuwelen im Portfolio der vom Wirtschaftsministerium betreuten und geförderten Forschungsinstitute. Dr. Thomas Schott hat in den letzten acht Jahren für das ZSW das Beste bewirkt. In der Zeit seines Wirkens hat die Idee von der Technologie neuer und effizienter Dünnschicht-Photovoltaik ‚laufen gelernt’ und die Saat ist aufgegangen. Ich halte das für ein sehr gelungenes Beispiel staatlich unterstützter Technologieförderung.“
Thomas Schott, Jahrgang 1945, wurde 1999 vom Land als geschäftsführender Vorstand in der Nachfolge von Prof. Dr. Hans Albrecht berufen. Davor war er zwei Jahre Fachreferent im Bundesministerium für Forschung und Technologie im Bereich Förderung der Photovoltaik. Von 1989 bis 1996 arbeitete er am Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) in Kassel, in den letzten Jahren als Vorstand. Schott promovierte 1974 in Physik und befasste sich bereits in den siebziger Jahren, den Pionierjahren, mit der Entwicklung erneuerbarer Energien.
Nach den ersten Piloterfolgen in den achtziger Jahren setzte Baden-Württemberg auf den Aufbau eines interdisziplinären und wirtschaftsnahen Forschungsinstitutes. 1988 gegründet, hat das ZSW eine Beschleunigung des Technologietransfers in die heimische Industrie zum Ziel.
Unter der Ägide von Schott ist das Forschungsinstitut weiter gewachsen und erreichte international beachtete Erfolge. Ein Beispiel ist der Aufbau der industriellen Produktion von CIS-Dünnschicht-Solarmodulen mit dem Industriepartner Würth Solar. Im Oktober 2006 eröffnete die bis heute weltweit größte CIS-Photovoltaik-Dünnschicht Fabrik in Schwäbisch Hall. Ausgehend von Grundlagenerkenntnissen an der Universität Stuttgart entwickelte das ZSW die Technik zur Produktionsreife, 1999 wurde ein Joint Venture mit Würth Solar gegründet. Mit dem am Standort Ulm entstandenen Forschungs-„Cluster“ zur Brennstoffzellentechnologie verfügt das Land über eine weitere hervorragende Ausgangsposition bei der anstehenden Industrialisierung einer neuen Schlüsseltechnologie.
Der Nachfolger Prof. Dr. Frithjof Staiß tritt am 1. Juli den Posten des geschäftsführenden Vorstandes an. Bisher führte er das ZSW-Fachgebiet „Energiesystemanalyse“, das sich vor allem mit der Politikberatung bei der Ausgestaltung von Instrumenten zur Förderung erneuerbarer Energien befasst. Frithjof Staiß leitet die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) im Auftrag des Bundesumweltministeriums und ist Autor des Standardwerks „Jahrbuch Erneuerbare Energien“, das 2007 in vierter Ausgabe erschienen ist. 1961 geboren, promovierte er
1998 an der TU Darmstadt. Dort ist er seit 2007 Honorarprofessor am Institut für Volkswirtschaftslehre.
Das ZSW gehört zu den führenden deutschen Forschungsinstituten auf den Gebieten Photovoltaik, Energieeffizienz, regenerative Kraftstoffe, Brennstoffzellen und Batterietechnik. Es erwirtschaftete 2006 mit 130 Beschäftigten einen Umsatz von rund 17 Millionen Euro. Das Institut finanziert sich durch Industrieforschung, eine Grundförderung des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg sowie die öffentliche Förderung des Bundes und der Europäischen Kommission.
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