ZEW-Studie zur Beschäftigungsentwicklung von akademischen Spinoffs

Teamgründungen haben stärkeres Beschäftigungswachstum / Interdisziplinärität der Unternehmensgründer ohne Wirkung auf das Beschäftigungswachstum

(PresseBox) (Mannheim, ) Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen (akademische Spinoffs) sind eine Möglichkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse ohne große Umwege in volkswirtschaftlichen Nutzen umzusetzen. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass mit den Gründungen, wettbewerbsfähige Arbeitsplätze entstehen. Im Team gegründete akademische Spinoffs verzeichnen im Durchschnitt ein um 7,5 Prozentpunkte höheres Beschäftigungswachstum als Gründungen durch einen einzelnen Akademiker. Allerdings weisen akademische Spinoffs, die von Einzelpersonen oder Teams gegründet werden, die mehrere Fächer studiert haben, kein höheres Beschäftigungswachstum auf als akademische Spinoffs, deren Gründer nur ein Fach studiert haben. Einzige Ausnahme: Gründungen von Ingenieuren schaffen schneller neue Arbeitsplätze, wenn sich ein Wirtschaftswissenschaftler im Gründerteam befindet. Dies sind die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.

Die ZEW-Studie betrachtet 4.658 akademische Spinoffs, die in den Jahren 1996 bis 2000 in Deutschland gegründet wurden. "Im Gegensatz zu allgemeinen Erwartungen und theoretischen Überlegungen scheint Interdisziplinarität kein Erfolgsfaktor für akademische Spinoffs zu sein", sagt Bettina Müller, für die Studie verantwortliche Wissenschaftlerin am ZEW. "Es ist nur relevant, dass mehrere Personen an der Gründungen beteiligt sind, unabhängig davon, welchen fachlichen Hintergrund sie haben."

Die Studie in englischer Sprache finden Sie im Internet unter:

www.zew.de/publikation5706

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)

Das ZEW arbeitet auf dem Gebiet der anwendungsbezogenen empirischen Wirtschaftsforschung. Dabei hat es sich insbesondere durch die Bearbeitung international vergleichender Fragestellungen im europäischen Kontext sowie den Aufbau wissenschaftlich bedeutender Datenbanken (z. B. Mannheimer Innovationspanel, ZEW Gründungspanel) national und international profiliert. Die zentralen Aufgaben des ZEW sind die wirtschaftswissenschaftliche Forschung, die wirtschaftspolitische Beratung und der Wissenstransfer.Das ZEW wurde 1991 gegründet. Heute arbeiten am ZEW 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen rund zwei Drittel wissenschaftlich tätig sind.

Die ZEW-Forschungsfelder:

Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement Informations- und Kommunikationstechnologien Wachstums-und Konjunkturanalysen

Mehr Informationen über das ZEW finden Sie im Internet unter www.zew.de

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.