Überwiegend positive Einschätzung der Beschäftigungssituation fürs erste Quartal 2012

Informationswirtschaft

(PresseBox) (Mannheim, ) Die Beschäftigungssituation in Deutschlands Informationswirtschaft stellt sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 überwiegend positiv dar. Von den Unternehmen des Wirtschaftszweigs werden rund zwei Drittel die Anzahl ihrer Mitarbeiter unverändert lassen, 24 Prozent werden ihren Mitarbeiterbestand erhöhen und knapp 10 Prozent beabsichtigen die Anzahl ihrer Mitarbeiter zu verringern. Per Saldo planen somit 14 Prozent der Unternehmen der Informationswirtschaft ihren Personalbestand im ersten Quartal 2012 aufzustocken. Damit stabilisiert sich die bereits im vierten Quartal 2011 zu beobachtende positive Beschäftigungssituation. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Konjunkturumfrage, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim in Zusammenarbeit mit Creditreform, Neuss, im Dezember 2011 durchgeführt hat. (Einzelheiten zur Umfrage sowie zum Wirtschaftszweig und dessen Teilbranchen am Ende der Pressemitteilung).

Innerhalb des Wirtschaftszweigs plant vor allem die IKT-Branche, ihren Personalbestand im ersten Quartal 2012 zu erhöhen. Insgesamt 36 Prozent der Unternehmen dieser Branche wollen neue Mitarbeiter einstellen. Dagegen gehen nur rund fünf Prozent der Unternehmen von einer Verringerung ihrer Beschäftigtenzahl aus. Dieser Trend ist sowohl bei den IKT-Dienstleistern als auch bei den IKT-Hardwareunternehmen zu beobachten. Bereits im letzten Quartal des Jahres 2011 haben jeweils etwa die Hälfte der IKT-Hardwarehersteller und der IKT-Dienstleister den Personalbestand erhöht.

Der Großteil der Unternehmen der Medienbranche ebenso wie der wissensintensiven Dienstleister beabsichtigt, ihren im vierten Quartal 2011 bereits aufgestockten Personalbestand im ersten Quartal 2012 stabil zu halten. Auch planen per Saldo rund vier Prozent der wissensintensiven Dienstleister in den ersten Monaten des Jahres 2012 Personal einzustellen. Im Mediensektor überwiegt der Anteil der Unternehmen, die Personal abbauen wollen, den Anteil der Unternehmen, die zusätzliche Stellen schaffen wollen, um lediglich drei Prozent.

Ob diese insgesamt und insbesondere in der IKT-Branche recht positive Beschäftigungssituation im Jahresverlauf anhält, hängt unter anderem auch vom weiteren Verlauf der Schuldenkrise ab. Denn gefragt, wie sie die Auswirkungen der Schuldenkrise im Euroraum für sich selbst einschätzen, waren nur 21 Prozent der Unternehmen Ende 2011 der Meinung, die Krise wirke sich negativ bis stark negativ auf ihren Erfolg aus. Der Anteil der Unternehmen, die so denken, steigt allerdings auf 44 Prozent, wenn es um die Perspektive bis zur Jahresmitte 2012 geht. Sofern die Schuldenkrise also bis zu diesem Zeitpunkt anhält, kann ein negativer Einfluss auf die Beschäftigungssituation in der Informationswirtschaft nicht mehr ausgeschlossen werden.

Die Konjunkturumfrage von ZEW/Creditreform:

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung befragt gemeinsam mit Creditreform vierteljährlich rund 8.000 Unternehmen mit mindestens 5 Beschäftigten aus den Branchen (1) IKT-Hardware, (2) IKT-Dienstleister, (3) Medien, (4) Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, (5) Public-Relations- und Unternehmensberatung, (6) Architektur- und Ingenieurbüros, technische, physikalische und chemische Untersuchung, (7) Forschung und Entwicklung, (8) Werbung und Marktforschung, (9) sonstige freiberufliche, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten. Alle neun Branchen zusammen bilden den Wirtschaftszweig Informationswirtschaft. IKT-Hardware und IKT-Dienstleister bilden zusammen die IKT-Branche. Die sechs zuletzt genannten Branchen umfassen die wissensintensiven Dienstleister. Ein Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage ist im Internet unter www.zew.de/konjunktur abrufbar.

Anmerkung zur Hochrechnung:

Um die Repräsentativität der Analysen zu gewährleisten, rechnet das ZEW die Antworten der Umfrageteilnehmer mit dem Umsatzgewicht der Unternehmen am gesamten Wirtschaftszweig Informationswirtschaft hoch. Die Formulierung "Anteil der Unternehmen" reflektiert somit den "Umsatzanteil der Unternehmen".

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)

Das ZEW arbeitet auf dem Gebiet der anwendungsbezogenen empirischen Wirtschaftsforschung. Dabei hat es sich insbesondere durch die Bearbeitung international vergleichender Fragestellungen im europäischen Kontext sowie den Aufbau wissenschaftlich bedeutender Datenbanken (z. B. Mannheimer Innovationspanel, ZEW Gründungspanel) national und international profiliert. Die zentralen Aufgaben des ZEW sind die wirtschaftswissenschaftliche Forschung, die wirtschaftspolitische Beratung und der Wissenstransfer. Das ZEW wurde 1991 gegründet. Derzeit arbeiten am ZEW 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen rund zwei Drittel wissenschaftlich tätig sind.

Forschungsfelder des ZEW:

Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement; Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung; Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung; Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft; Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement; Informations- und Kommunikationstechnologien; Wachstums- und Konjunkturanalysen; Wettbewerb und Regulierung.

www.zew.de / www.zew.eu

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