Abwärtstrend der Erwartungen gestoppt

ZEW-Konjunkturerwartungen

(PresseBox) (Mannheim, ) .

- ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschland
-53,8 Punkte (+1,4 ggü. Vormonat)

- ZEW-Konjunkturerwartungen Eurozone
-54,1 Punkte (+5,0 ggü. Vormonat)

-Konjunkturelle Lage Deutschland 26,8 Punkte (-7,4 ggü. Vormonat)

- Konjunkturelle Lage Eurozone
-44,1 Punkte (-4,3 ggü. Vormonat)

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im Dezember 2011 um 1,4 Punkte gestiegen und stehen nun bei minus 53,8 Punkten. Dieser leichte Anstieg beendet einen neunmonatigen Abwärtstrend. Mit dem aktuellen Wert befinden sich die ZEW-Konjunkturerwartungen unter ihrem historischen Mittelwert von 24,6 Punkten.

Die Verunsicherung der Finanzmarktexperten durch die Schuldenkrise im Euroraum kommt bereits seit einigen Monaten in den negativen Konjunkturerwartungen zum Ausdruck. Auch im Dezember deutet der negative Saldo der Erwartungen weiterhin auf eine Abschwächung der konjunkturellen Lage in Deutschland im nächsten halben Jahr hin.

"Bei den Konjunkturerwartungen scheint die Bodenbildung erreicht worden zu sein," kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Franz. "Die Finanzmarktexperten rechnen offenbar mit einer geringeren Wirtschaftsdynamik, aber nicht mit einem Absturz der deutschen Wirtschaft im nächsten halben Jahr. Die Beschlüsse vom jüngsten EU-Gipfel mögen die Erwartungen positiv beeinflusst haben. Vorbehaltlich wichtiger Details sind sie ein wichtiger Schritt hin zu einem funktionierenden Ordnungsrahmen für die Währungsunion."

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland bleibt positiv, geht aber bereits zum fünften Mal in Folge zurück. Der entsprechende Indikator sinkt im Dezember um 7,4 Punkte und notiert nun bei 26,8 Punkten.

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Dezember um 5,0 Punkte gegenüber dem Vormonat gestiegen und liegen nun bei minus 54,1 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verschlechtert sich um 4,3 Punkte auf minus 44,1 Punkte.

An der Umfrage im Rahmen des ZEW-Finanzmarkttests des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) vom 28.11.- 12.12.2011 haben sich 287 Analysten und institutionelle Anleger beteiligt. Sie wurden nach ihren mittelfristigen Erwartungen bezüglich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt. Der Indikator Konjunkturerwartungen gibt die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen für die zukünftige Wirtschafts-entwicklung auf Sicht von sechs Monaten in Deutschland wieder. Die horizontale Linie kennzeichnet den historischen Mittelwert der ZEW Konjunkturerwartungen.

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW)

Das ZEW arbeitet auf dem Gebiet der anwendungsbezogenen empirischen Wirtschaftsforschung. Dabei hat es sich insbesondere durch die Bearbeitung international vergleichender Fragestellungen im europäischen Kontext sowie den Aufbau wissenschaftlich bedeutender Datenbanken (z. B. Mannheimer Innovationspanel, ZEW Gründungspanel) national und international profiliert. Die zentralen Aufgaben des ZEW sind die wirtschaftswissenschaftliche Forschung, die wirtschaftspolitische Beratung und der Wissenstransfer. Das ZEW wurde 1991 gegründet. Derzeit arbeiten am ZEW 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen rund zwei Drittel wissenschaftlich tätig sind.

Forschungsfelder des ZEW:

Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement; Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung; Industrieökonomik und Internationale Unternehmensführung; Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft; Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement; Informations- und Kommunikationstechnologien; Wachstums- und Konjunkturanalysen.

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