Heizungsbauer: Förderstopp verunsichert Investoren

Für den Zentralverband Sanitär Heizung Klima ist die Haushaltssperre für Marktanreizprogramm das falsche Signal zur falschen Zeit - Alternative: Einrichtung eines Effizienzfonds

(PresseBox) (Sankt Augustin, ) Die am Montag in Berlin endgültig beschlossene Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm zur Förderung der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt wird Investoren und Modernisierer massiv verunsichern. Dies ist die Einschätzung des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), der 50.000 Betriebe des installierenden Handwerks in Deutschland vertritt. "Der Sparbeschluss des Deutschen Bundestages kommt zur Unzeit. Wie schon so oft bei haushaltsabhängigen Förderprogrammen werden die Verbraucher jetzt erstmal mit Verunsicherung und Zurückhaltung reagieren", warnte Elmar Esser, der Hauptgeschäftsführer des ZVSHK.

Nach Meinung des Heizungsbauerhandwerks beschädigt der Förderstopp damit die nach wie vor geltenden Zielsetzungen der Bundesregierung zum Klimaschutz. "Wer zur selben Zeit Milliarden Euro für ein Griechenlandhilfegesetz frei gibt und ein erfolgreich funktionierendes Förderprogramm für den heimischen Wärmemarkt kippt, erweist der eigenen Klimapolitik eine Bärendienst", betont Elmar Esser. Um zukünftig modernisierungswilligen Hausbesitzern eine verlässliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen zu bieten, will der ZVSHK seine in der letzten Woche aufgestellte Forderung nach Einrichtung eines Effizienzfonds möglichst schnell umgesetzt sehen. "Die haushaltsbedingte Sperre der Fördermittel hat gezeigt: Wir müssen neue Wege gehen, um den Klimaschutz in Immobilien voranzubringen." Ein Anreizsystem, das sich zum Teil aus verwirklichten Energiekosteneinsparungen speisen könnte, wäre für den ZVSHK der erste wichtige Schritt in eine solche Richtung.

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