Unternehmer wollen Europa mitgestalten

Vertreter aus über 750 europäischen Unternehmen üben vor allem Kritik an zuviel Bürokratie

(PresseBox) (Brüssel, ) "Die europäischen Unternehmer sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und Europa mitzugestalten" - so bilanzierten die Präsidenten Hans Heinrich Driftmann (DIHK) und Otto Kentzler (ZDH) die Ergebnisse des "Europäischen Parlaments der Unternehmen" am 14. Oktober in Brüssel. 750 Unternehmer aus Industrie, Handel und Handwerk aus allen 27 Mitgliedstaaten hatten für einen Tag im Europaparlament Platz genommen und mit EU-Parlamentariern und Kommissaren über zentrale Wirtschaftsfragen diskutiert. Die Ergebnisse werden der belgischen Ratspräsidentschaft, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament sowie den nationalen Parlamenten übergeben.

Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Kentzler, machte deutlich, dass starke und innovative KMU das Rückgrat für den wirtschaftlichen Aufschwung sind: "Trotz einiger Verbesserungen durch den Small Business Act gibt es noch viel zu tun. Ich erwarte, dass die Politik die Abstimmungsergebnisse des Unternehmerparlaments als Arbeitsauftrag versteht."

Für die 96-köpfige Unternehmerdelegation aus Deutschland lobte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Driftmann, das Treffen als eine Chance für die Wirtschaft "um in Europa kontinuierlich Flagge zu zeigen und die Stimme zu erheben". Besonders nach der Finanz- und Wirtschaftskrise sei es für die Unternehmen von zentraler Bedeutung, dass durch besonnene Wirtschaftspolitik die richtigen Impulse gesetzt würden. Driftmann: " Wir können nur gemeinsam den globalen Wettbewerb meistern. Ein zentrales Anliegen des Mittelstandes ist es, Bürokratie abzubauen, dann haben sie bessere Chancen im globalen Wettbewerb."

Die Abstimmungsergebnisse zeigen, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer weniger Bürokratie wollen, aber auch eine starke EU. Zum Beispiel sprachen sich 70 Prozent der Unternehmen für eine stärkere wirtschaftspolitische Koordinierung auf europäischer Ebene aus. Die bürokratischen Hürden wurden bei dem Ergebnis zur Flexibilität des Arbeitsgesetzes deutlich: knapp 90 Prozent bestätigten, dass die inflexible Arbeitsgesetzgebung ein wichtiger Grund für die Arbeitslosigkeit in der EU ist. Für die Einführung eines Statuts für die Europäische Privatgesellschaft sprachen sich 90 Prozent aus.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.