Goldener Herbst 2010 bei den elektro- und informationstechnischen Handwerken

Historische Spitzenwerte bei ZVEH-Konjunkturumfrage Herbst 2010

(PresseBox) (Frankfurt am Main, ) .
- Beurteilung der aktuellen Lage erreicht Spitzenwert
- Stimmungshoch soll anhalten - Zukunftsaussichten sehr positiv

Die Geschäftslage der elektro- und informationstechnischen Handwerks­betriebe erreicht im Herbst 2010 einen neuen Spitzenwert. Bei der Konjunkturumfrage*) des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Frankfurt/Main, beantwortet knapp die Hälfte der Betriebe, nämlich 44 Prozent, die Frage nach ihrer gegenwärtigen Geschäftslage mit "gut". Nur 13 Prozent erachten sie als "schlecht". Ein solches Ergebnis wurde seit 1995 nicht mehr erreicht. Der ZVEH-Geschäftsklimaindex hat sich im Vergleich zum Herbst 2009 um sechs auf 65 Punkte verbessert. Und auch im Vergleich zum Frühjahr ist eine deutliche Belebung zu beobachten. "Dieses Umfrageergebnis be­stätigt die Stimmung, die der ZVEH bei seinen Auftritten auf den großen Branchenmessen in diesem Jahr verspürt hat. Die E?Handwerke befinden sich im klaren Aufwärtstrend, die Nachfrage nach Energieeffizienz und Gebäudevernetzung füllt die Auftragsbücher - und das gilt offensichtlich gleichermaßen für die Mitgliedsbetriebe in Ost und West", analysiert ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi die Auswertung.

Nicht nur größere Betriebe im Auftragshoch

Die positive Stimmung betrifft alle Betriebsgrößen der rund 76.000 Unternehmen der elektro- und informationstechnischen Handwerke in Deutschland. Zwar stellt sich die wirtschaftliche Lage in größeren Be­trieben noch etwas günstiger dar, aber selbst von den Betrieben mit weniger als fünf Mitarbeitern beurteilt über ein Drittel die Geschäftslage als "gut" und weniger als 20 Prozent als "schlecht".

"Besonders erfreulich ist, dass sich auch die anderen Indikatoren der Konjunkturlage weiter verbessert haben", sagt Jakobi. Fast jedes vierte Unternehmen meldet einen Auftragsbestand, der über zwei Monate hinaus reicht. Im Herbst 2009 waren dies nur knapp 19 Prozent. Die Umfrage­ergebnisse zeigen deutlich, dass vor allem die Aufträge aus der gewerb­lichen Wirtschaft und von privaten Auftraggebern am stärksten zuge­nommen haben. Die öffentliche Hand vergibt nur zögerlich mehr Aufträge.

Der positive Trend wirkt sich günstig auf die Personalsituation aus. In je­dem fünften Betrieb ist die Zahl der Beschäftigten gestiegen und nur bei jedem zehnten Betrieb gesunken. Acht von zehn der befragten Unter­nehmen setzen darauf, dass sie ihre Angestellten unverändert weiter be­schäftigen können. Viele Betriebe wollen im nächsten Jahr expandieren. 15 Prozent wollen Mitarbeiter einstellen (Herbst 2009: 9 %), offene Stellen melden 21 Prozent (Herbst 2009: 13 %).

Ost und West nahezu gleich positiv

Differenziert man die Ergebnisse nach West- und Ostdeutschland, zeigen sich derzeit kaum Unterschiede: Die Konjunktur wird fast gleich positiv eingeschätzt. Auch der Blick nach vorn fällt positiv aus: Der Indexwert für die Erwartungen an die Geschäftslage ist im Vergleich zum Herbst 2009 um acht auf 53 Punkte gestiegen. Für die Zukunft setzen die Betriebe auf eine noch günstigere Geschäftslage. 16 Prozent meinten, dass diese sich weiter verbessern würde und nur zehn Prozent erwarten eine Verschlech­terung. Lediglich die Entwicklung in den kommenden Monaten wird von den westdeutschen Betrieben leicht optimistischer beurteilt als von den ostdeutschen Kollegen.

* Die Konjunkturumfrage wurde im Auftrag des ZVEH im September 2010 vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen durchgeführt.

Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH)

Der ZVEH: Den elektro- und informationstechnischen Handwerken mit den drei Berufsgruppen Elektrotechniker, Informationstechniker und Elektromaschinenbauer gehören in Deutschland rund 76.000 Betriebe mit über 317.000 Beschäftigten, davon rund 41.000 Auszubildende, an. Der Jahresumsatz der Branche lag im Jahr 2009 bei 32,7 Milliarden Euro. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) vertritt die Interessen von 14 Landesverbänden mit ihren rund 370 Innungen.

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